Predigt vom 10.04.2016: Stefan Beyer – Richter 10:1-5 – Zwei unscheinbare Richter

Stefan Beyer – Richter 10:1-5 – Zwei unscheinbare Richter

  • In diesem kurzen Abschnitt, der sich an die Geschichte von Abimelech anschließt, erfahren wir etwas über
    • Gottes unverdiente Güte
    • treuen Dienst im Verborgenen
    • menschliche Geltungssucht
1 Und nach Abimelech stand Tola auf, ein Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann von Issaschar, um Israel zu retten. Und er wohnte in Schamir auf dem Bergland Ephraim. 2 Und er richtete Israel 23 Jahre lang. Danach starb er und wurde in Schamir begraben.
  • Es ist absolut erstaunlich, daß auf das Disaster mit Abimelch ein Richter folgt, der das Land 23 Jahre lang treu richtete.
  • Auch wenn nicht explizit erwähnt wird, daß Tola von Gott eingesetzt wird, können wir da aufgrund der allgemeinen Vorsehung Gottes davon ausgehen, daß der Herr seine Finger im Spiel hatte.
  • Obwohl Israel absolut das Gegenteil verdient hatte, bekommen sie Frieden und einen treuen Richter.
  • Gott züchtigt uns oft für unsere Sünden und läßt uns verdiente Konsequenzen spüren.
  • Aber danach begegnet er uns immer wieder mit unverdienter Gnade und ist bereit, uns zu vergeben.
    • 18 Kommt doch, wir wollen miteinander rechten ! spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden. (Jesaja 1:18)
    • 14 Denn ich bin wie ein Löwe gegen Ephraim und wie ein junger Löwe gegen das Haus Juda; ich, ja ich, zerreiße und gehe davon und nehme weg, daß niemand retten kann. 15 Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen werden; in ihrer Drangsal werden sie mich ernstlich suchen: 6:1 “Kommt, wir wollen wieder umkehren zum HERRN ! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! 2 Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, daß wir vor ihm leben. 3 So laßt uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des HERRN! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguß, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!” (Hosea 5:14-6:3)
  • Wir brauchen nie Angst haben, daß wir an einen Punkt gekommen sind, wo Gott uns nicht mehr vergeben und uns nicht mehr heilen kann.
  • Seine Barmherzigkeit hat wahrlich kein Ende.
    • 8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. 9 Er wird nicht immerzu rechten und nicht ewig zornig bleiben. 10 Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten. 11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten; 12 so fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. (Psalm 103:8-12)
  • Zum anderen ist Tola aber auch ein Vorbild für einen unscheinbaren Helden, der einfach treu seinen Dienst tut.
  • Schon sein Name (Wurm) deutet auf seine Unscheinbarkeit hin.
  • Von ihm wird nichts weiter berichtet, als daß er Israel gerettet und 23 Jahre lang gerichtet hat. Dazu kommt noch wo er herkam und wo er begraben wurde, aber mehr nicht.
  • Wir dürfen aber nicht annehmen, daß er weniger wichtige Dinge geleistet hat, nur weil der Erzähler sich entschieden hat, nicht mehr von ihm zu berichten.
  • Aber Tola ist nie so in das Rampenlicht gekommen wie andere Richter.
  • Er hat einfach treu seinen Richterdienst ausübt und war damit ein Segen für sein Volk.
  • Gott hat nicht für jeden Christen vorgesehen, daß er internationale Bekanntheit erlangt.
  • Das sollte uns nicht dazu veranlassen, unseren Dienst als unwichtig zu sehen.
  • Irgendwann wird Gott jeden Gehorsamschritt öffentlich machen und belohnen.
    • 13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach. (Offenbarung 14:13)
3 Nach ihm stand Jair, ein Gileaditer, auf und richtete Israel 22 Jahre lang. 4 Er hatte 30 Söhne, die auf 30 Eselsfüllen ritten, und sie besaßen 30 Städte, die heißen “Dörfer Jairs ” bis zu diesem Tag und liegen im Land Gilead. 5 Und Jair starb und wurde in Kamon begraben.
  • Tola gegenüber steht sein Nachfolger Jair.
  • Er war eigentlich auch ein unscheinbarer Richter, er wollte aber durch eigene Initiative einen Namen für sich machen.
  • Er nahm sich mehrere Frauen und zeugte mit ihnen 30 Söhne.
  • Dadurch übertrat er das Gebot Gottes, das er für die Führer seines Volkes im Gesetz deutlich ausgesprochen hatte.
    • 14 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es in Besitz nimmst und darin wohnst und dann sagst: “Ich will einen König über mich setzen, wie alle Heidenvölker, die um mich her sind!”, 15 so sollst du nur den zum König über dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwählen wird. Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen; du kannst keinen Fremden über dich setzen, der nicht dein Bruder ist. 16 Nur soll er nicht viele Pferde halten und das Volk nicht wieder nach Ägypten führen, um die Zahl seiner Pferde zu vermehren, da doch der HERR euch gesagt hat: Ihr sollt nie mehr auf diesem Weg zurückkehren! 17 Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, damit sein Herz nicht auf Abwege gerät; auch soll er sich nicht zu viel Silber und Gold aufhäufen. (5. Mose 17:14-17)
  • Er statte seine Söhne mit königlichen Statussymbolen aus und gab ihnen 30 Städte.
  • Sie wurden nach dem Namen Jairs benannt und kennzeichnen damit seinen Herrschaftsbereich.
  • Jair hatte sich eine eigene Dynastie geschaffen und damit einen Namen für sich gemacht.
  • Für Christen sollte aber uns persönlicher Name, Ruhm und Einfluß nicht wichtig sein, sondern nur Jesu Name, Ruhm und Herrschaft.
      • 24 Aber auf das alles nehme ich [Paulus] keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. (Apostelgeschichte 20:24)
      • 27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. 28 Ihr selbst bezeugt mir, daß ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. 29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. 30 Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. (Johannes 3:27-30)

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