Predigt vom 03.04.2016: Stefan Beyer – Richter 9:1-57 – Ein falscher Hirte

Stefan Beyer – Richter 9:1-57 – Ein falscher Hirte

  • Die Angriffe für das Volk Israel kamen sehr oft von außen (Midianiter, Kanaaniter, Moabiter).
  • Aber noch viel öfter und viel gefährlicher kamen sie von innen, durch falsche Hirten.
  • Gott klagt die falschen Hirten des Volkes Israels an, daß sie sich nicht um das Volk, sondern nur um sich selbst kümmern.
    • 2 So spricht GOTT, der Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? 3 Das Fette verzehrt ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch, und das Gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht! 4 Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Gewalt und Härte herrscht ihr über sie! (Hesekiel 34:2-4)
  • Dadurch entsteht die Hoffnung auf den guten Hirten, der sein Leben für die Schafe läßt.
    • 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben. 11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. (Johannes 10:10-11)
  • Auf der anderen Seite zeigt sich die Verlorenheit der Israeliten darin, daß sie sich immer wieder die falschen Hirten als Führer erwählen.
  • Sie schauen oft nicht danach, ob ein Leiter die Kriterien aus dem Wort Gottes erfüllt, sondern sie lassen sich von äußeren Gaben und Popularität blenden.
  • Das Volk Israel und die neutestamentliche Gemeinde kann sich nur dann gute Leiter erwählen, wenn sie selbst stark im Glauben und weise in biblischen Überzeugungen ist.
  • Deswegen ist das neutestamentliche Konzept von Jüngerschaft so wichtig.
    • 11 Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, 12 zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus. (Epheser 4:11-13)
Abimelech wird König über Sichem
1 Abimelech aber, der Sohn Jerub-Baals, ging hin nach Sichem, zu den Brüdern seiner Mutter, und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des Vaterhauses seiner Mutter und sprach: 2 Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser für euch, daß 70 Männer, alle Söhne Jerub-Baals, über euch herrschen, oder daß ein Mann über euch herrscht? Denkt auch daran, daß ich euer Gebein und Fleisch bin! 3 Da redeten die Brüder seiner Mutter alle seine Worte vor den Ohren aller Bürger von Sichem. Und ihr Herz neigte sich Abimelech zu, denn sie sagten: Er ist unser Bruder! 4 Und sie gaben ihm 70 Silberlinge aus dem Haus des Baal-Berit. Und Abimelech warb damit nichtsnutzige und leichtfertige Männer an, die ihm nachfolgten. 5 Und er kam in das Haus seines Vaters nach Ophra und tötete seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals, 70 Männer auf einem Stein. Jotam aber, der jüngste Sohn Jerub-Baals, blieb übrig; denn er hatte sich versteckt. 6 Und alle Bürger von Sichem und das ganze Haus Millo versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Terebinthe des Denkmals, die in Sichem steht.
  • Abimelech, der Sohn von Gideon, ist genauso machthungrig wie sein Vater.
  • Seine Mutter, eine Nebenfrau Gideons, stammte aus Sichem.
  • Er appelliert an diese Blutsverwandtschaft gegenüber der Familie seiner Mutter und gewinnt sie dafür, sich bei den Bürgern Sichems einzusetzen.
  • Durch dieses politische Manöver gewinnt Abimelech die Macht in Sichem.
  • Anstatt den Herrn zu suchen, beteiligen sich die Bürger Sichems an einem mörderischen Komplott gegenüber den 70 Söhnen Gideons.
  • Sie finanzieren sogar die Auftragsmördern mit je einem Silberling pro Mord.
  • Nach erfolgreicher Schlachtung der Familie Gideons machen sie Abimelech in einer religiösen Zeremonie zum König.
  • Abimelech ist ein Bild dafür, wie falsche Hirten Einfluß auf ein Volk und eine Gemeinde bekommen.
Jotams Fluch
7 Als dies Jotam berichtet wurde, ging er hin und trat auf die Höhe des Berges Garizim; und er erhob seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: “Hört mir zu, ihr Bürger von Sichem, so wird Gott auch auf euch hören! 8 Die Bäume gingen hin, um einen König über sich zu salben, und sie sprachen zum Ölbaum: Sei unser König! 9 Aber der Ölbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die Götter und Menschen an mir preisen, und hingehen, um die Bäume zu beschirmen? 10 Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du und sei König über uns! 11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit lassen und meine gute Frucht und hingehen, um die Bäume zu beschirmen? 12 Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du und sei unser König! 13 Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um die Bäume zu beschirmen? 14 Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm du und sei König über uns! 15 Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zum König über euch salben, so kommt und nehmt Zuflucht unter meinem Schatten! Wenn aber nicht, so soll Feuer ausgehen vom Dornbusch und die Zedern des Libanon verzehren! 16 Wenn ihr nun treu und redlich gehandelt habt damit, daß ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Haus, und ihm getan habt, wie er es verdient hat – 17 er, mein Vater, der für euch gekämpft und seine Seele hingegeben hat, um euch aus der Hand der Midianiter zu erretten; 18 während ihr euch heute gegen das Haus meines Vaters aufgelehnt und seine Söhne ermordet habt, 70 Männer auf einem Stein, und den Abimelech, den Sohn seiner Magd, über die Bürger von Sichem zum König gemacht habt, weil er euer Bruder ist -, 19 wenn ihr also an diesem Tag an Jerub-Baal und an seinem Haus treu und redlich gehandelt habt, so erlebt Freude an Abimelech, und er erlebe Freude an euch! 20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Bürger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe auch Feuer aus von den Bürgern von Sichem und vom Haus Millo und verzehre den Abimelech!” 21 Danach floh Jotam und entkam, und er ging nach Beer und wohnte dort, aus Furcht vor seinem Bruder Abimelech.
  • Ein Sohn Gideons, Jotam (der Herr ist vollkommen), kann der Schlachtung entkommen.
  • Er stellt sich auf dem Berg Garizim gegenüber der Stadt Sichem auf und erzählt den Bürgern eine Fabel.
  • Darin kritisiert er, daß sie sich ein unwürdigen und unfähigen Führer gesucht haben (den Dornbusch).
  • Er kritisiert indirekt politische Führung als Ganzes, denn oft sind die wirklich fähigen Leute im Dienst an der Gesellschaft so beschäftigt, daß sie gar keine Zeit für Politik haben, während weniger nützliche Kräfte gern politische Verantwortung übernehmen.
  • Er deutet über den Dornbusch (Abimelech) an, daß er dem Volk Versprechen gegeben hat (nehmt Zuflucht unter meinem Schatten), die ein Dornbusch gar nicht halten kann.
  • Schließlich warnt er das Volk, daß sie aufgrund des Unrechts, welches sie an der Familie Gideons begangen haben, und ihrer Untreue gegenüber Gideon, der sich für sie eingesetzt hat, von Abimelech verbrannt werden und umgekehrt Abimelech von ihnen.
Gottes souveränes Handeln
22 Als nun Abimelech drei Jahre lang über Israel geherrscht hatte, 23 da sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem; und die Männer von Sichem fielen von Abimelech ab, 24 damit die an den 70 Söhnen Jerub-Baals begangene Gewalttat und ihr Blut über ihren Bruder Abimelech komme, der sie ermordet hatte, und auf ihn gelegt würde, auch über die Bürger von Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, so daß er seine Brüder ermordete. 25 Und die Bürger von Sichem bestellten Wegelagerer gegen ihn auf den Gipfeln der Berge, die beraubten alle, die auf der Straße bei ihnen vorüberzogen. Und es wurde dem Abimelech berichtet.
  • Gott rächt die Gewalttat, die an den Söhnen Gideons begangen wurde.
  • Er straft sowohl Abimelech, der den Mord begangen hatte, als auch die Bürger von Sichem, die ihn dabei unterstützt haben.
  • An dieser Stelle ist diese Geschichte eine Warnung und ein Trost, daß Gott jedwedes Unrecht, das auf der Welt geschieht, zur Rechenschaft ziehen wird.
  • Es wird einen Tag des Gerichts geben.
  • Dieser Abschnitt lehrt uns auch, wie Gott im Verborgenen der Weltgeschichte wirkt.
  • Der Herr sendet einen bösen Geist aus, um Unfrieden zwischen Abimelech und den Bürgern von Sichem zu stiften.
  • Daraufhin wollen die Bürger Sichems Abimelechs politische Führung diskreditieren, indem sie Räuber bestellen und dadurch vorgeben, Abimelech würde den Bürgern Sichems keine Sicherheit geben.
Eine schlechte Alternative
26 Gaal aber, der Sohn Ebeds, und seine Brüder kamen und siedelten nach Sichem über, und die Bürger von Sichem verließen sich auf ihn; 27 und sie zogen hinaus aufs Feld und lasen ihre Weinberge ab und kelterten; und dann feierten sie ein Erntefest und gingen in das Haus ihres Gottes und aßen und tranken und verfluchten den Abimelech. 28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech? Und wer ist Sichem, daß wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals, und Sebul sein Statthalter? Dient den Männern Hemors, des Vaters Sichems! Denn warum sollten wir jenem dienen? 29 Wenn dieses Volk doch unter meiner Hand wäre, so würde ich den Abimelech beseitigen! Und er sagte von Abimelech: Rücke du nur mit zahlreicher Mannschaft aus! 30 Als aber Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörte, entbrannte sein Zorn; 31 und er sandte insgeheim Boten zu Abimelech und ließ ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf! 32 So mache dich nun auf bei Nacht, du und das Volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in den Hinterhalt. 33 Und am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, mache dich früh auf und überfalle die Stadt; wenn dann er und das Volk, das bei ihm ist, dir entgegenziehen, so verfahre mit ihm, wie es sich für dich ergibt! 34 Da stand Abimelech bei Nacht auf, und alles Volk, das bei ihm war, und sie legten einen Hinterhalt gegen Sichem in vier Abteilungen. 35 Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttors. Aber Abimelech samt dem Volk, das mit ihm war, machte sich auf aus dem Hinterhalt. 36 Als nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommen Leute von der Höhe der Berge herab! Sebul aber sprach zu ihm: Du siehst den Schatten der Berge für Leute an! 37 Aber Gaal versicherte nochmals und sprach: Siehe, Leute kommen von der Höhe des Landes herab, und eine Abteilung kommt auf dem Weg von der Terebinthe der Zauberer her! 38 Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, mit dem du sprachst: Wer ist Abimelech, daß wir ihm dienen sollten? Ist nicht dies das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und kämpfe mit ihm! 39 Und Gaal zog aus vor den Bürgern von Sichem und kämpfte mit Abimelech. 40 Aber Abimelech jagte ihn, so daß er vor ihm floh, und es fiel eine Menge Erschlagener bis an den Eingang des Stadttores. 41 Und Abimelech verblieb in Aruma; Sebul aber vertrieb den Gaal und seine Brüder, so daß sie nicht in Sichem verbleiben konnten.
  • Gaal, ein Nachfahre des Gründers von Sichem, kommt in die Stadt.
  • Er feiert mit den Bürgern Sichems ein großes Fest, betrinkt sich und verflucht Abimelech.
  • Er zieht die Leute mit derselben Argumentation auf seine Seite wie einst Abimelech: Er ist mit ihnen enger verwandt.
  • Oft bevorzugen Menschen ihre Verwandten vor wirklich geistlichen Führern.
  • Er fordert Abimelech in dessen Abwesenheit zum Kampf heraus, wird aber kläglich versagen.
  • Sebul, der Statthalter Abimelechs, berichtet ihm von Gaals Herausforderung und dieser kommt mit vier Abteilungen, um Gaal anzugereifen.
  • Sie überwältigen Gaal mit Leichtigkeit, so daß dieser gezwungen ist, zu fliehen.
  • Gaal war ein Prahler, der seine eigene Kraft völlig überschätzt hat.
  • Er ist eine Warnung, nicht nach einer Position zu streben, für die man nicht bereit ist.
  • Dieser Abschnitt zeigt aber auch, wie unbeständig die Loyalität der Bürger Sichems ist und wie leichtfertig sie einem anderen, genauso wenig qualifizierten Führer nachfolgen.
Abimelech rächt sich an der Bürgern Sichems
42 Am anderen Morgen aber ging das Volk aufs Feld hinaus, und es wurde dem Abimelech berichtet. 43 Da nahm er das Heer und teilte es in drei Abteilungen und lauerte im Feld. Als er nun sah, daß das Volk aus der Stadt ging, überfiel er sie und schlug sie. 44 Denn Abimelech und der Heeresteil, der bei ihm war, überfielen sie und traten an den Eingang des Stadttors; die zwei anderen Abteilungen aber überfielen alle, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie. 45 Und Abimelech kämpfte gegen die Stadt jenen ganzen Tag; und er eroberte die Stadt und brachte das Volk um, das darin war, und zerstörte die Stadt und streute Salz darauf. 46 Als die Insassen der Burg von Sichem dies hörten, gingen sie in den Saal des Hauses ihres Gottes Berit. 47 Als aber Abimelech hörte, daß sich alle Insassen der Burg von Sichem versammelt hatten, 48 da ging er mit all seinem Volk, das bei ihm war, auf den Berg Zalmon; und Abimelech nahm eine Axt zur Hand und hieb einen Ast von den Bäumen und hob ihn auf und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu dem Volk, das mit ihm war: Was ihr mich habt tun sehen, das tut rasch auch! 49 Da schlug auch jeder vom Volk einen Ast ab, und sie folgten Abimelech nach und legten sie an den Saal und steckten damit den Saal in Brand, so daß alle Leute des Turmes von Sichem starben, etwa 1 000 Männer und Frauen.
  • Statt sich mit dem Sieg über Gaal zufrieden zu geben, rächt sich Abimelech, wie sein Vater Gideon, nun noch an den Zivilisten der Stadt Sichem, die aus seiner Sicht Gaal unterstützt haben.
  • Er überfällt das wehrlose Volk auf dem Feld, erobert die Stadt und tötet jeden, den er findet.
  • Sogar die Verteidigungsburg, den letzten Rückzugsort der Menschen, brennt er nieder und tötet kaltblütig 1000 Männer und Frauen.
  • Damit erfüllt sich der erste Teil des Fluches von Jotam.
Das Ende eines Tyrannen
50 Abimelech aber zog nach Tebez und belagerte Tebez und eroberte es. 51 Aber mitten in der Stadt war ein starker Turm; auf den flohen alle Männer und Frauen und alle Bürger der Stadt und schlossen hinter sich zu, und sie stiegen auf das Dach des Turmes. 52 Da kam Abimelech bis zum Turm und wollte ihn stürmen; und er näherte sich dem Tor des Turms, um ihn in Brand zu stecken. 53 Aber eine Frau warf den oberen Stein einer Handmühle dem Abimelech auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. 54 Da rief Abimelech rasch seinen Waffenträger und sprach zu ihm: Ziehe dein Schwert und töte mich, daß man nicht von mir sage: Eine Frau hat ihn umgebracht! Da durchstach ihn sein Diener, und er starb. 55 Als aber die Israeliten sahen, daß Abimelech tot war, ging jeder an seinen Ort. 56 So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, das er an seinem Vater getan hatte, als er seine 70 Brüder ermordete. 57 Ebenso vergalt Gott alle Bosheit der Männer von Sichem auf ihren Kopf; und der Fluch Jotams, des Sohnes Jerub-Baals, kam über sie.
  • Abimelech ist weniger ein Bild für den Messias, als für dessen Widersachen, den Teufel.
  • Er herrscht mit unglaublicher Brutalität über Menschen, die seine Herrschaft aber selbst ermöglichen.
  • Genauso beschreibt Paulus den Zustand der Menschen, die nicht an Christus glauben.
    • 1 – auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; 3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (Epheser 2:1-3)
  • Das Buch Richter zeigt uns, daß wir nicht nur ein paar kluge Ratschläge aus der Bibel brauchen und vielleicht ein bißchen Hilfe durch Jesus, sondern wir müssen aus der Gewalt des Teufels und unserer sündhaften Natur befreit werden.
    • Wir sind wirklich Gefangene eines bösen Herrschers und einer bösen Natur.
  • Gott hatte Adam und Eva angekündigt, daß er den Retter schickt, der den Kopf der Schlange (des Teufels) zerschmettert.
    • 15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. (1. Mose 3:15)
  • Genau das passiert Abimelech und er ist damit ein Bild für das Heilshandeln Christi.
    • Jesus hat durch sein Sühneopfer die Macht des Teufels gebrochen, indem er eine Wiedergutmachung für die Sünden seines Volkes leistete.
    • Mit dem Kommen Jesu ist der Untergang des Teufels besiegelt.
      • 17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen! 18 Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. (Lukas 10:17-18)
    • Und er rettet durch seinen Geist die Menschen aus der Gewalt der Sünde.
      • 4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! (Epheser 2:4-5)
  • Abimelechs Unersättlichkeit ist sein Untergang.
  • Statt sich mit der Rache an Sichem zufrieden zu geben, will er noch das vollkommen unbeteiligte Tebez erobern.
  • Wiederum will er den Rückzugsort der Bürgern in Brand stecken.
  • Aber eine unscheinbare Frau zerschmettert durch ein unscheinbares Mittel den Schädel dieses Gewaltherrschers.
  • Sie ist hier das Bild für den Messias, der trotz seiner Unscheinbarkeit und die seiner Mittel den größten Feind der Menschheitsgeschichte besiegt hat.
  • Selbst im Tod ist Abimelech noch eitel und will nicht von einer Frau getötet worden sein.
  • Sobald ihr böser Führer tot war, zerstreuen sich seine Anhänger.
  • Das ist oft das traurige Schicksal der Anhänger falscher Lehrer.
    • Wenn ihre Hoffnung enttäuscht wurde, zerstreuen sie sich und bleiben ohne gute Führung.
  • Abschließend wird vom Erzähler noch einmal Gott ins Spiel gebracht, der in dieser Geschichte von den Akteuren ignoriert wurde.
  • Er hat im Hintergrund gewirkt und für Gerechtigkeit gesorgt.
  • Sein Heilsplan kommt trotz der Sünde der Menschen und dem Widerstand des Teufels zur Erfüllung.

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