Werktagsgottesdienst vom 24.03.2016: Stefan Beyer – Der Christ und die Pornographie

Stefan Beyer – Der Christ und die Pornographie

  • In diesem Kapitel geht es um Veränderung.
  • Oft geschieht Veränderung in christlichen Gemeinden nur äußerlich durch Zwang und Willensstärke.
  • Wir bringen Menschen richtiges Verhalten durch Furcht und Stolz bei und stärken damit sogar noch ihre Selbstzentriertheit.
  • Sollten die äußeren Schranken wegfallen, begehen wir genau aus dieser Selbstzentriertheit wieder Sünde.
  • Paulus wünscht sich für die Gemeinde in Korinth, daß echte Veränderung geschieht, nicht nur daß sie ein äußerliches moralisches Leben führen.
1. Korinther 13
1 Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
  • Gaben des Heiligen Geistes sind kein Ersatz für ein erneutes Herz der Liebe.
  • Tönende Erze und klingende Schellen wurden in den Götzentempeln verwendet.
  • Äußere geistliche Gaben sind kein verläßliches Zeichen für ein verändertes Herz.
    • 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! (Matthäus 7:22-23)
2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.
  • Bei diesen Gaben geht es weniger um außerordentliche, charismatische Gaben, sondern um herausragende Führungsgaben in der Gemeinde.
    • gut Predigen können (Weissagung)
    • theologisch bewandert sein (alle Geheimnisse und Erkenntnis wissen)
    • einen starken Glauben haben
  • Auch diese eher konservativen Gaben, die in reformierten Gemeinden sehr angesehen sind, sind kein Ersatz für ein neues Herz der Liebe.
3 Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!
  • Leidenschaftlicher Dienst für andere, der für liberale Gemeinden kennzeichnend ist, und ein festes Bezeugen des Glaubens, welches mehr konservative Gemeinden kennzeichnet, können ohne echte Liebe geschehen.
  • Man braucht kein erneuertes Herz, um anderen zu dienen oder für konservative Werte und seinen Glauben einzustehen.
4 Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; 5 sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;
6 sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe hört niemals auf.
  • Wie geschieht echte Veränderung?
  • Nicht, indem wir uns anstrengen, liebender zu sein.
  • Liebe kann man nur weitergeben, wenn man sie empfangen hat.
  • Paulus stellt den Korinthern hier Liebe als eine Person vor, um sie auf die Person Jesu hinzuweisen, der uns im Evangelium mit dieser Liebe überschüttet.
  • Jesus hat sich für seine Erwählten erniedrigt und das Leiden des Kreuzes auf sich genommen.
    • 9 Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken. 10 Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden. 11 Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen. (Hebräer 2:9-11)
  • Er hat um Vergebung für seine Verfolger gebeten.
    • 34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (Lukas 23:34)
  • Sein gerechtes Leben wird seinen Jüngern gutgeschrieben.
    • 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden. (2. Korinther 5:21)
  • Die Liebe unseres Retters hört niemals auf.
    • 1 Vor dem Passahfest aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. (Johannes 13:1)
  • Echte Veränderung geschieht, wenn wir die Liebe des Christus im Evangelium erfassen.
  • Dadurch wird auch in uns ein liebendes Herz hervorgebracht.
    • 19 Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. (1. Johannes 4:19)

Quelle: Schuster, Simon (2014): „Der Christ und das Gesetz“. In: Klautke, Jochen; Reeh, Lars; Strebel, Hanniel (Hrsg.) Ein Leben zur Ehre Gottes. 1. Aufl. Waldems: 3L Verlag.

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