Werktagsgottesdienst vom 28.01.2016: Stefan Beyer – 7. Gebot – Du sollst nicht ehebrechen!

Stefan Beyer – 7. Gebot – Du sollst nicht ehebrechen!

Du sollst nicht ehebrechen! (2. Mose 20:14)
  • Dieses Gebot ist nur vor dem hohen Ideal der Schöpfungsordnung verstehbar.
  • Auch Jesus erwiderte Fragen zu Ehe und Familie durch Rückgriff auf den Schöpfungsbericht.
    • 4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf 5 und sprach: “Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein”? 6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! (Matthäus 19:4-6)
  • Der Schöpfungsbericht ist zentral für den christlichen Glauben und die christliche Ethik. Deswegen zerstören auch diejenigen den Glauben, die ihn als unhistorisch abtun.
Im Anfang – Das Bild Gottes von Ehe und Familie
1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. (1. Mose 1:1)
  • Gott ist Schöpfer und dadurch Beherrscher des Universums.
2 Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 4 Und Gott sah, daß das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. 5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag. (1. Mose 1:2-5)
  • Gott gibt der Schöpfung eine Ordnung.
26 Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! 27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. (1. Mose 1:26-27)
  • Gott schafft Wesen (die Menschen), die ihn auf eine besondere Weise widerspiegeln sollen.
  • Sie spiegeln seinen Charakter, seine Fähigkeiten und seine Herrschaft wider.
  • Das Bild Gottes im Menschen enthält unsere Geschlechterrollen.
    • Damit gehört Sexualität, Ehe und Familie zum Bilde Gottes, welches wir widerspiegeln.
    • Sie sind nichts Nebensächliches.
  • Gott ist eine Dreieinigkeit: drei Personen, die in ewiger Liebe und in festen Rollen miteinander verbunden leben.
  • Der Mensch soll in seinen Beziehungen diesen dreieinigen Gott darstellen.
28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde! (1. Mose 1:28)
  • Sexualität, Ehe und Familie sind teil des Schöpfungsauftrages Gottes.
31 Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag. (1. Mose 1:31)
  • Alle Werke und Ordnungen Gottes finden sein Wohlgefallen und Segen.
Adam und Eva – Das erste Paar
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte. 9 Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1. Mose 2:8-9)
  • Gott bereitet ein wunderbares Umfeld für seine Geschöpfe, wo sie Ehe und Familie leben können.
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre. 16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben! (1. Mose 2:15-17)
  • Gott gibt dem Mann die Hauptaufgabe, den Garten zu bebauen und zu bewahren.
  • Er gibt ihm auch Verbote und Grenzen.
  • Männlichkeit zeigt sich in der Annahme dieses Schöpfungsauftrages für den Mann:
    • die Berufung Gottes für das eigene Leben zu entdecken und zu tun
    • die Verbote und Grenzen Gottes einzuhalten.
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! (1. Mose 2:18)
  • Die Idee hinter Sexualität, Ehe und Familie ist Zweisamkeit, Intimität, gegenseitige Hilfe.
  • Die Frau wird dem Mann ähnlich und doch unterschiedlich sein.
19 Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. 20 Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. (1. Mose 2:19-20)
  • Der Mann übt Autorität aus, indem er die Tiere benennt.
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch. 22 Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen. (1. Mose 2:21-22)
  • Gott formt die Frau aus dem Mann.
    • Auch hier ist tiefe Intimität und Zweisamkeit und gegenseitige Abhängigkeit ausgedrückt.
  • Gott bringt Eva zu Adam. Er führt Menschen zusammen.
    • 9 Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! (Markus 10:9)
23 Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll “Männin ” heißen; denn vom Mann ist sie genommen! (1. Mose 2:23)
  • Der Mann freut sich über die Frau, über ihre Ähnlichkeit mit ihm, über das Potential für Intimität und über das Geschenk Gottes durch sie.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. (1. Mose 2:24)
  • Der Mann übernimmt Verantwortung für sein eigenes Leben, indem er Vater und Mutter verläßt.
  • Er verpflichtet sich gegenüber seiner Frau durch einen Bund.
  • Sexuelle Intimität ist das Siegel des Bundes und schafft einen geistlichen Bund vor Gott.
    • 6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau erschaffen. 7 “Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; 8 und die zwei werden ein Fleisch sein.” So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9 Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! (Markus 10:6-9)
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht. (1. Mose 2:25)
  • Sexualität, Ehe und Familie nach dem Willen Gottes führen zu Segen und Ehre.
Die Sünde zerstört dieses wunderbare Ideal Gottes
  • Durch die Sünde entsteht eine radikale Selbstzentriertheit.
  • Durch die Sünde entsteht eine radikale Verkleinerung des großen Bildes Gottes für Ehe und Familie.
  • Durch die Sünde entsteht Entfremdung zwischen Gott, dem Mann und Frau sowie deren Kindern.
  • Die Folge der Sünde ist Scham.
  • Die Sünde betrifft unser Herz.
    • 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. (Matthäus 5:28)
Für die Sünde gibt es Heiligung
  • Jesus hat am Kreuz die Strafe für unsere Sünde getragen.
    • 5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. (Jesaja 53:5)
  • Der Heilige Geist schenkt uns eine neue Natur und verändert uns von innen heraus.
    • 20 Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; 21 wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid – wie es auch Wahrheit ist in Jesus -, 22 daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, 23 dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung 24 und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Eph 4:20-24 SCL)

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