Predigt vom 14.02.2016: Stefan Beyer – Richter 6:25-40 – Hingabe und Vetrauen

Stefan Beyer – Richter 6:25-40 – Hingabe und Vetrauen

  • Gideon wurde vom Engel des Herrn zum Richter über Israel berufen.
  • Er hatte den Frieden mit Gott erfahren gegründet auf das Opfer des Messias.
  • Dadurch lernte er, daß Gott mehr zu fürchten ist als die Menschen, und daß wenn er Frieden mit Gott hat, er vor den Midianitern keine Angst haben braucht.
    • 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! (Matthäus 10:28)
  • Jahwe Schalom ist die grundlegendste Erkenntnis im Leben von Gideon.
  • Wenn der Herr mit ihm ist, kann er die Herausforderungen in seinem Leben bewältigen.
    • 8 Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen! (2. Chronik 32:8)
  • Nun muß Gideon aber noch eine geistliche Vorbereitung treffen, nämlich die Götzen aus seinem Leben befreien.
  • Er muß sich gegenüber seiner Familie und seinem Stamm zu Jahwe bekennen.
  • Dies war eine große Prüfung für Gideons Mut und Vertrauen auf den Herrn.
25 Und in jener Nacht sprach der HERR zu ihm: Nimm den Stier, der deinem Vater gehört, und zwar den zweiten Stier, der siebenjährig ist, und reiße den Altar des Baal nieder, der deinem Vater gehört, und haue das Aschera-Standbild um, das dabei ist, 26 und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf dem Gipfel dieser Bergfeste durch Aufschichtung einen Altar; und nimm den zweiten Stier und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Aschera-Standbildes, das du umhauen wirst!
  • Gideon sollte mit dem besten Stier seines Vaters den Götzenaltar seines Vaters niederreißen.
  • Dieser Götzenaltar wurde von der ganzen Stadt benutzt.
  • Dann sollte er einen Gedenkaltar für den Herrn errichten, den Stier darauf opfern und ein Feuer aus den Überresten des Aschera-Standbildes anfachen.
  • Das heißt, Gideon sollte sich gegenüber seiner Familie und seinem Stamm ganz offen von den alten Götzen absagen und zu dem wahren Gott bekennen.
  • Er sollte dadurch aber auch den wahren Grund der Unterdrückung durch die Midianiter offenlegen und den Beginn für eine nationale Buße machen.
  • Bevor er in den Dienst für Jahwe treten konnte, mußte er zunächst alle falschen Götzen aus seinem Leben vertreiben.
  • Auf unsere Erfahrung des rettenden Glaubens an das Evangelium muß das Bekenntnis mit dem Mund folgen und die Umkehr mit dem Leben.
    • 9 Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. (Römer 10:9)
    • 37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? 38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. (Apostelgeschichte 2:37-38)
  • Eine nationale Erweckung erwächst nur aus lokaler Buße und Erneuerung.
27 Da nahm Gideon zehn Männer von seinen Knechten und machte es so, wie der HERR es ihm gesagt hatte; weil er sich aber vor dem Haus seines Vaters und vor den Leuten der Stadt fürchtete, dies bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht. 28 Als nun die Leute der Stadt am Morgen früh aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal niedergerissen und das Aschera-Standbild dabei umgehauen, und der zweite Stier war als Brandopfer auf dem neuerbauten Altar geopfert worden. 29 Da sprachen sie zueinander: Wer hat das getan? Und als sie forschten und nachfragten, wurde gesagt: Gideon, der Sohn des Joas, hat es getan! 30 Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus! Er muß sterben, weil er den Altar des Baal niedergerissen und das Aschera-Standbild daneben umgehauen hat!
  • Gideon gehorchte dem Herrn in dieser schweren Prüfung.
    • Glaube wird stark, wenn er geprüft wird.
  • Aus Furcht handelt er bei Nacht. Diese Furcht sollte man aber nicht zu stark verurteilen.
  • Die Stadt ist geschockt von der Tat Gideons.
  • Sie finden Gideon als Täter heraus. Vielleicht hat einer der Knechte das Geheimnis offenbart.
  • Nun wird Gideons Tot verlangt.
  • Aber der Herr wird auf wunderbare Weise eingreifen.
31 Joas aber sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr für Baal einen Rechtsstreit führen? Wollt ihr ihn erretten? Wer für ihn einen Rechtsstreit führt, der soll bis morgen sterben! Ist er Gott, so soll er einen Rechtsstreit für sich selbst führen, weil sein Altar niedergerissen ist! 32 Von dem Tag an nannte man ihn Jerub-Baal, indem man sprach: Baal führe mit ihm einen Rechtsstreit, weil er seinen Altar niedergerissen hat!
  • Plötzlich ergreift Gideons Vater für ihn Partei und stellt sich gegen die Leute der Stadt.
  • Seine Argumentation erinnert an Gamaliel, der die jüdischen Führer zur Zeit der Apostel versöhnte.
    • 38 Und jetzt sage ich [Gamaliel] euch: Laßt von diesen Menschen ab und laßt sie gewähren! Denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen ist, so wird es zunichte werden; 39 ist es aber von Gott, so könnt ihr es nicht vernichten. Daß ihr nicht etwa als solche erfunden werdet, die gegen Gott kämpfen! 40 Und sie fügten sich ihm und riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie. 41 Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen; 42 und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus, zu verkündigen. (Apostelgeschichte 5:38-42)
  • Hätte Gideon nicht auf den Herrn vertraut, ihm gehorcht und ihn mutig bekannt, hätte er dieses Eingreifen Gottes nie erlebt.
  • Trotzdem ging und geht es nicht allen Diener Gottes so. Manche werden für ihren Glauben umgebracht.
    • 32 Und was soll ich noch sagen? Die Zeit würde mir ja fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon und Barak und Simson und Jephta und David und Samuel und den Propheten, 33 die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, die Rachen der Löwen verstopften; 34 sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwertes entkommen, sie sind aus Schwachheit zu Kraft gekommen, sind stark geworden im Kampf, haben die Heere der Fremden in die Flucht gejagt. 35 Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder; andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen; 36 und andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis; 37 sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, sie erlitten den Tod durchs Schwert, sie zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Mißhandlung; 38 sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Löchern der Erde. (Heb 11:32-38 SCL)
  • Gideon ist ein Bild für den Sohn des Menschen, der das Haus seines Vaters von den Götzen befreit und später vom Volk dafür umgebracht wird.
  • Der Name Jerub-Baal ist verhängnisvoll, denn obwohl Gideon jetzt gegen Baal gewonnen hat, wird er später wieder von Baal gefesselt und begründete neuen Götzendienst in in Ophra.
33 Als sich nun alle Midianiter und Amalekiter und die Söhne des Ostens vereinigt hatten und herübergezogen waren und sich in der Ebene Jesreel lagerten, 34 da kam der Geist des HERRN auf Gideon; und er stieß ins Schopharhorn, und die Abiesriter wurden zusammengerufen, daß sie ihm nachfolgten; 35 und er sandte Boten in ganz Manasse umher, und auch sie wurden zusammengerufen, daß sie ihm nachfolgen sollten; und er sandte Boten nach Asser und Sebulon und Naphtali; die zogen ihnen auch entgegen.
  • Die Richter bezogen ihre Kraft aus zwei Tatsachen:
    • Der Zusage Gottes, daß Er mit ihnen ist.
    • Der Befähigung durch den Geist Gottes.
  • Der Geist Gottes “bekleidet” Gideon und befähigt ihn zu seinem Richterdienst.
  • Er führt auch dazu, daß seine Familie, sein Stamm und andere Stämme ihm folgten.
  • Vermutlich wurde die Tat Gideons mit den Götzen in Ophra durch den Boten weitererzählt.
  • Wenn Gott jemanden für einen Dienst beruft, erweckt er auch Menschen, die die Berufung anerkennen und an ihr mitwirken.
    • 5 Da machten sich die Familienhäupter von Juda und Benjamin auf, und die Priester und Leviten – jeder, dessen Geist Gott erweckte, um hinaufzuziehen und um das Haus des HERRN zu bauen, das in Jerusalem ist. (Esra 1:5)
36 Und Gideon sprach zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, wie du gesagt hast, 37 siehe, so will ich ein Wollvließ auf die Tenne legen. Wenn der Tau nur auf dem Vließ sein, der ganze Boden ringsum aber trocken bleiben wird, so werde ich erkennen, daß du Israel durch meine Hand erretten wirst, wie du gesagt hast. 38 Und es geschah so; denn als er am anderen Morgen früh aufstand und das Vließ ausdrückte, da konnte er Tau aus dem Vließ pressen, eine ganze Schale voll Wasser. 39 Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht gegen mich, daß ich nur noch einmal rede; ich will es nur noch einmal versuchen mit dem Vließ: Das Vließ allein soll trocken bleiben und Tau liegen auf dem ganzen übrigen Boden! 40 Und Gott machte es so in jener Nacht: allein das Vließ blieb trocken, und Tau lag auf dem ganzen übrigen Boden.
  • Gideon bittet nicht für ein Zeichen von Gott, um seinen Willen zu erkennen.
  • Er hat den Willen Gottes durch das Wort des Herrn erfahren.
    • Auf diese Weise erfahren wir primär auch den Willen Gottes.
      • 2 Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (Römer 12:2)
  • Stattdessen bittet Gideon hier für eine zusätzliche Bestätigung für die Macht Gottes und die Bereitschaft seines Eingreifens.
  • Gideon braucht Bestätigung für seinen Glauben.
  • Auch diese Handlung Gideons kann man kritisch sehen, wenn man bedenkt, wie oft Jesus die Jünger für ihren Kleinglauben schilt.
    • 26 Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille. (Matthäus 8:26)
  • Auf der anderen Seite kann man Gideons Ersuchen aber auch nachvollziehen angesichts der Größe seines Auftrags.
  • Der Herr geht in seiner Barmherzigkeit auf Gideon ein und stärkt und bestätigt seinen Glauben.
    • 23 Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst – alles ist möglich dem, der glaubt! 24 Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr; hilf mir, loszukommen von meinem Unglauben! (Markus 9:23-24)
Anwendungsfragen
  • Wo ruft dich Jesus auf, dich mutiger zu ihm zu bekennen?
  • Welche Elemente deines Lebens vor Christus bestimmen dich noch? Welche Götzen mußt du niederreißen?
  • Welche Aufgabe hat Gott dir gegeben, die Mut und Vertrauen erfordert?
  • Bist du bereit, für deinen christlichen Glauben abgelehnt zu werden und zu leiden?
  • Bist du dir der Kraft und der Befähigung des Heiligen Geistes bewußt?
  • Lebst du aus der Gewißheit, daß der Herr mit dir ist?
  • Welche Berufung hat Gott in dein Leben gegeben und wer hilft dir dabei?
  • Brauchst du Bestätigung und Stärkung deines Glaubens?

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