Werktagsgottesdienst vom 03.12.2015: Stefan Beyer – 2. Mose 20:12 – Du sollst Vater und Mutter ehren!

Stefan Beyer – 2. Mose 20:12 – Du sollst Vater und Mutter ehren!

12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! (2. Mose 20:12)
Die Familie in der Schöpfung
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! 19 Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. 20 Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte. 21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch. 22 Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen. 23 Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll “Männin ” heißen; denn vom Mann ist sie genommen! 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht. (1. Mose 2:18-25)
  • Ehe und Familie ist Gottes Idee (Vers 18).
  • Gott schafft Familie mit festen Rollen (Vers 18).
  • Ehe und Familie haben einen Auftrag: Gottes Werk in dieser Welt zu fördern:
    • 28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde! (1. Mose 1:28)
  • Ehe und Familie ist das intimste Verhältnis, das es gibt (Vers 21).
  • Gott führt Familie zusammen (Vers 22).
  • Ehe und Familie kann ein sehr großer Segen sein und zu viel Freude führen (Vers 23).
  • Aus Familie entstehen neue Familien (Vers 24).
  • Die Aufgabe des Mannes ist es, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich mit seiner Frau zu verbinden (Vers 24).
  • Die neue Familie hat immer Priorität vor der alten Familie (Vers 24).
  • Ehe und Familie ist der Ort, wo man ganz man selbst sein und alles teilen kann (Vers 25).
Die Familie im Sündenfall
12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! 13 Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen! 14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang! 15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. 16 Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen! 17 Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: “Du sollst nicht davon essen!”, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren! (1. Mose 3:12-19)
  • In die gute Schöpfungsordnung Gottes ist die Sünde eingebrochen.
  • Die Sünde führt zur Entfremdung von Gott und untereinander (Vers 12).
  • Ehe und Familie sind dem Angriff des Teufels ausgesetzt (Vers 14).
  • Heilung für die Familie kommt aus dem Evangelium (Vers 15).
  • Die Sünde führt zu Schwierigkeiten und Problemen in der Familie und zum Widerstand gegen die gottverordneten Rollen (Verse 16-19).
    • Die Frau wird Schmerzen in der Schwangerschaft haben (Vers 16).
    • Sie wird in falscher Weise den Mann beherrschen wollen (Vers 16).
    • Der Mann wird seine Autorität mißbrauchen (Vers 16).
    • Die Arbeit wird eine schwere Belastung für den Mann (Verse 17-19).
  • Das Ziel in der Schöpfung Gottes war eine Familie, in der jeder im Rahmen seiner Rollen und Aufgaben lebt, gemeinsam Gott anbetet und ihn in der Welt widerspiegelt.
    • Die Sünde hat diese Schöpfungsordnung verkehrt und entzweit.
Die Familie im Alten Testament
12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben! 13 Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. 14 Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was willst du? 15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Südland gegeben; so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen. (Richter 1:12-15)
  • Die Familie im Alten Testament steht in der Spannung zwischen guter Schöpfungsordnung und Sündenfall.
  • Da, wo sie nach der Ordnung und in der Gemeinschaft mit Gott lebt, entsteht großer Segen.
  • Da, wo sie sich von dieser Ordnung entfernt, entsteht großes Leid.
  • Kaleb und seine Familie sind ein Vorbild einer Familie in Bundestreue.
  • Kaleb war selbst Gott treu im Glauben und sucht nun einen treuen Ehemann für seine Tochter.
  • Er übernimmt Verantwortung für sein eigenes Leben im Glauben und nun auch für seine Familie.
  • Otniel erweist sich als treuer Anwärter auf Kalebs Tochter, der bereit ist, Gottes Willen und Berufung zu tun und sich Kaleb unterzuordnen.
  • Es entsteht eine Großfamilie mit festen Rollen, die sich gegenseitig stärkt und aufbaut.
  • Achsa setzt ihre Gaben im Rahmen ihrer Rolle als Gehilfin ein und unterbreitet einen guten Vorschlag.
  • Kaleb geht großzügig auf diesen Vorschlag ein.
  • Das 5. Gebot ist nun gedacht, inmitten der von Sünde gezeichneten Welt, die Stabilität und den Segen der Schöpfungsordnung zu erhalten.
  • Es wendet sich gegen die Selbstbezogenheit und ruft den Mann zur Verantwortung auf.
  • Es setzt die Bundestreue der Eltern voraus und ihre Verantwortung, die großen Werke Gottes an die Kinder weiterzugeben.
    • 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, 7 und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; 8 und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; 9 und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. (5. Mose 6:6-9)
  • Das 5. Gebot erkennt an, daß die kleinste Einheit im Land nicht die Person, sondern die Familie ist.
Die Familie im Reich Gottes
34 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. (Matthäus 10:34-38)
  • Im Neuen Testament steht Familie unter dem Vorzeichen und der Spannung des Reiches Gottes.
  • Das Reich Gottes und die Christusnachfolge haben Priorität über die Beziehungen in der Familie.
  • Familie wird in den Evangelien oft als Konkurrenz zur Nachfolge Jesu geschildert.
    • 61 Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! 62 Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes! (Lukas 9:61-62)
  • Im Neuen Testament ist die Perspektive individueller, weil jeder Einzelne unabhängig von den anderen in seiner Familie zur Christusnachfolge gerufen wird.
  • Trotzdem bleibt das alttestamentliche Familienbild im Rahmen der Gemeinde erhalten, steht aber immer unter dem Zeichen der Verantwortung des Einzelnen vor Gott.
    • 1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. 2 “Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren”, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: 3 “damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden”. 4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. (Epheser 6:1-4)
    • 12 So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. (Römer 14:12)
Die Familie in der Ewigkeit
29 Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel. (Matthäus 22:29-30)
  • Die Ehe ist ein Schatten der Beziehung von Christus zur Gemeinde und wird in der Ewigkeit durch die Wirklichkeit ersetzt werden.
Konsequenzen für unser Leben
  • Segen und Frieden entsteht, wenn wir uns im Rahmen der Schöpfungsordnung Gottes und unseren Rollen und Berufungen bewegen.
  • Ein Fokus der Bibel ist das Thema Verantwortung.
    • Ich habe Verantwortung für mein eigenes Leben.
    • Meine Eltern haben Verantwortung für mein Leben.
    • Ich habe Verantwortung für das Leben meiner Eltern.
    • Ich habe Verantwortung für meine Familie.
    • Die Verantwortung hört zeitlebens nicht auf.
  • Christusnachfolge hat Priorität vor der Bindung an die Familie.
    • Die Wahrheit von Christus muß aber immer in Liebe vermittelt werden (siehe Epheser 4:15).

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