Predigt vom 13.12.2015: Stefan Beyer – Richter 2:19-3:6 – Der Mensch unter der Sünde

Stefan Beyer – Richter 2:19-3:6 – Der Mensch unter der Sünde

  • Die Auswirkungen der Sünde werden gemeinhin unterschätzt.
  • Oft wird Sünde als kleine Übertretung von Gottes Gesetz gesehen.
    • Dabei ist sie ein kosmischer Verrat gegenüber dem Herrn des Universums.
  • Zum anderen erachtet man die Natur des Menschen als nur geringfügig beeinflußt von der Sünde.
    • Dabei stellt die Bibel die Natur des Menschen als unter der vollkommenen Kontrolle der Sünde dar.
  • Deshalb entsteht vor dem biblischen Hintergrund über den Zustand des Menschen die Notwendigkeit eines Retters.
    • Jesus ist nicht gekommen, um uns gute Hinweise für unser Leben zu geben.
    • Oder uns die Hand auszustrecken, um gemeinsam mit ihm unser Heil zu erwirken.
  • Der Mensch der Bibel steht unter der absoluten Herrschaft der Sünde und braucht deshalb einen allmächtigen Retter, der ihn befreit.
19 Wenn aber der Richter starb, so handelten sie wiederum verderblich, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachfolgten, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie ließen nicht ab von ihrem Treiben und ihrem halsstarrigen Wandel.
  • Die Israeliten sind immer wieder sofort vom Herrn abgewichen, sobald der jeweilige Richter starb.
  • Statt dem Herrn folgten sie anderen Göttern nach und taten den Willen dieser Götter.
  • Sie waren vollkommen vom Hang zum Götzendienst beherrscht.
  • Ihr Wandel wird als halsstarrig beschrieben.
20 Darum entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er sprach: Weil dieses Volk meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und sie meiner Stimme nicht folgen,
  • Weil die Israeliten der Stimme des Herrn nicht gehorchten, standen sie unter dem Zorn des Herrn.
  • Sie haben den Bund mit ihm übertreten, nachdem sie ihm die Treue geschworen hatten.
21 so will auch ich in Zukunft niemand mehr von den Völkern, die Josua bei seinem Tod übriggelassen hat, vor ihnen vertreiben, 22 damit ich Israel durch sie prüfe, ob sie den Weg des HERRN bewahren und darin wandeln werden, wie ihre Väter ihn bewahrten, oder nicht!
  • Gott verspricht, die Kanaaniter nicht mehr zu vertreiben, sondern Israels Gehorsam durch sie zu prüfen.
  • In dieser Prüfung werden sie wie Adam radikal versagen.
23 So ließ der HERR diese Völker verbleiben und vertrieb sie nicht schnell aus ihrem Besitz, wie er sie auch nicht in die Hand Josuas gegeben hatte.
3:1 Das sind aber die Völker, die der HERR übrigbleiben ließ, um durch sie alle diejenigen Israeliten zu prüfen, welche alle die Kämpfe um Kanaan nicht erlebt hatten;
2 nur um den Geschlechtern der Söhne Israels davon Kenntnis zu geben und sie die Kriegführung zu lehren, weil sie zuvor nichts davon wußten: 3 die fünf Fürsten der Philister und alle Kanaaniter und Zidonier und Hewiter, die auf dem Libanon-Gebirge wohnten, vom Berg Baal-Hermon an bis nach Lebo-Hamat. 4 Und sie dienten dazu, daß Israel durch sie geprüft wurde, damit es sich zeigte, ob sie den Geboten des HERRN folgen würden, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte.
  • Gott wollte, daß die neue Generation der Israeliten die Kriege mit den Kanaaniter selbst erfährt und lernt, auf den Herrn zu vertrauen und ihm gehorsam zu sein.
5 Als nun die Söhne Israels mitten unter den Kanaanitern, Hetitern, Amoritern, Pheresitern, Hewitern und Jebusitern wohnten, 6 da nahmen sie deren Töchter zu Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern.
  • Statt sich von den Kanaanitern und ihrem Götzendienst zu distanzieren, stürzen sich die Israeliten kopfüber in den Götzendienst.
  • Sie heiraten kanaanitische Frauen und dienen ihren Göttern.
Anwendung
  • Die Bibel stellt das menschliche Herz als durch und durch von der Sünde beherrscht dar.
    • 5 Als aber der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, 6 da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. (1. Mose 6:5-6)
  • Im Neuen Testament wird der Mensch als so von der Sünde beherrscht dargestellt, daß er als tot bezeichnet wird.
    • 1 – auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; 3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen. (Epheser 2:1-3)
  • Wir brauchen zu unserer Erlösung ein doppeltes Wunder Gottes.
    • Wir brauchen einen Erlöser, der an unserer Stelle das Gesetz erfüllt, weil wir es nie selber schaffen werden.
      • 4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, 5 damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. (Galater 4:4-5)
    • Wir brauchen eine Neugeburt, damit wir aus unserem geistlichen Tod zu geistlichen Leben kommen, und damit erst fähig werden, die Erlösung anzunehmen.
      • 4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! (Epheser 2:4-5)

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