Predigt vom 15.11.2015: Stefan Beyer – Richter 1:9-36 – Halbherziger Gehorsam

Stefan Beyer – Richter 1:9-36 – Halbherziger Gehorsam

  • Wären die Israeliten Gott treu gewesen, hätten sie mit seinem Eingreifen rechnen und großen Frieden erleben können
    17 Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig. (Jesaja 32:17)
  • Gott ist der kleine, tägliche Gehorsam wichtig.
    21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! (Matthäus 25:21)
  • Halbherzige Nachfolge ist eine instabile Lebensform.
    5 Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz gegeben in Israel; und er gebot unseren Vätern, es ihren Kindern zu verkünden, 6 damit das spätere Geschlecht es wisse, die Kinder, die noch geboren werden sollten, damit auch sie aufständen und es ihren Kindern erzählten; 7 damit diese auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen und seine Gebote befolgten 8 und nicht würden wie ihre Väter, ein trotziges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte, und dessen Geist nicht treu war gegen Gott. 9 Die Söhne Ephraims waren wie gerüstete Bogenschützen, die sich umwenden am Tag der Schlacht. 10 Sie bewahrten den Bund Gottes nicht und weigerten sich, nach seinem Gesetz zu wandeln. 11 Und sie vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte sehen lassen. (Psalm 78:5-11)
9 Danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die auf dem Bergland und im Negev und in der Schephela wohnten. 10 Juda zog auch gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; Hebron aber hieß vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und Talmai. 11 Von dort zogen sie gegen die Einwohner von Debir; Debir aber hieß vor Zeiten Kirjat-Sepher.
  • Juda nimmt die verschiedenen Gebiete seines zugeteilten Loses ein.
12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben! 13 Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. 14 Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was willst du? 15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Südland gegeben; so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.
  • Wir haben hier ein Vorbild einer treuen Familie im Glauben.
  • Kaleb war einer der treuen Kundschafter, der das Volk zum Vertrauen auf Gott aufrief.
    30 Kaleb aber beschwichtigte das Volk gegenüber Mose und sprach: Laßt uns doch hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir werden es gewiß bezwingen! (4. Mose 13:30)
  • Nun sorgt er sich darum, sein zugeteiltes Erbe auch tatsächlich einzunehmen.
    36 Nur Kaleb, der Sohn Jephunnes, er soll es sehen; und ihm und seinen Kindern will ich das Land geben, das er betreten hat, weil er dem HERRN völlig nachgefolgt ist. (5. Mose 1:36)
  • Das neutestamentliche Gegenstück dazu wäre, im Glauben wirklich wachsen und den Willen und die Berufung Gottes tun zu wollen.
    13 Bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, 15 sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus. (Epheser 4:13-15)
  • Er sorgt sich um einen guten Ehemann für seine Tochter Achsa.
  • Otniel, sein Neffe, erobert im Vertrauen auf Gott die wichtige Stadt Hebron.
  • Achsa achtet ihre besondere Rolle als Frau und nutzt zur gleichen Zeit ihre Kreativität und Weisheit, um ihrer Mann einen guten Vorschlag zu machen.
  • Schließlich spricht sie mit ihrem Vater und erbittet in weiser Voraussicht ein zusätzliches Stück Land mit Wasserquellen.
  • Kaleb geht großzügig auf diese weise Bitte ein.
  • Die Familie Kalebs ist ähnlich wie die Familie von Boas ein Bild für Bundestreue zu Gott und in der Familie.
16 Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt in die Wüste Juda hinaufgezogen, die südlich von Arad liegt; und so gingen sie hin und wohnten bei dem Volk. 17 Juda aber zog hin mit seinem Bruder Simeon; und sie schlugen die Kanaaniter, die in Zephat wohnten, und vollstreckten an ihnen den Bann und nannten die Stadt Horma. 18 Dazu eroberte Juda Gaza samt seinem Gebiet und Askalon samt seinem Gebiet und Ekron samt seinem Gebiet. 19 Und der HERR war mit Juda, so daß er das Bergland eroberte; aber die Bewohner der Ebene vertrieb er nicht aus ihrem Besitz, denn sie hatten eiserne Streitwagen.
  • Ab hier fängt die nachlassende Bundestreue an und der halbherzige Gehorsam setzt ein.
  • Die Beduinen aus der Familie von Mose siedeln sich bei den Kanaanitern an und vertreiben sie nicht.
  • Juda besiegt noch einige Städte mit der Hilfe des Herrn, scheitert aber an den eisernen Streitwagen der Bewohner der Ebene.
  • Dieses Versagen ist auf einen Mangel an Glauben zurückzuführen, denn Gott hatte zugesagt, daß er selbst gegen fortgeschrittene Militärtechnik helfen würde.
    1 Wenn du gegen deinen Feind in den Krieg ziehst und Rosse und Streitwagen siehst, ein Volk, das größer ist als du, so fürchte dich nicht vor ihnen; denn der HERR , dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, ist mit dir. (5. Mose 20:1)
  • Juda mußte, um Gott gehorsam zu sein, seinen Versprechen vertrauen.
20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie es Mose gesagt hatte; und dieser vertrieb daraus die drei Söhne Enaks. 21 Aber die Söhne Benjamins vertrieben die Jebusiter nicht, die in Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Söhnen Benjamins in Jerusalem bis zu diesem Tag.
  • Im Gegensatz zu Kaleb, der sein Erbteil einnahm und die Riesen vertrieb, scheitern die Söhne Benjamins an der oberen Stadt Jerusalems und die Jebusiter bleiben über Jahrhunderte dort wohnen.
22 Auch das Haus Joseph zog hinauf, nach Bethel, und der HERR war mit ihnen. 23 Und das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; die Stadt hieß aber früher Lus. 24 Und die Späher sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen und sprachen zu ihm: Zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen können, so wollen wir dir Gnade erweisen! 25 Da zeigte er ihnen, wo die Stadt zugänglich war, und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes; den Mann aber und seine ganze Sippe ließen sie gehen. 26 Da zog der Mann in das Land der Hetiter und baute eine Stadt und nannte sie Lus; das ist ihr Name bis zum heutigen Tag.
  • Das Haus Joseph wollte Bethel erobern, wie Josua einst Jericho eroberte.
  • Das war aber augenscheinlich nicht der Wille Gottes für sie.
  • Statt auf ihre eigene Weisheit zu vertrauen, sollten sie auf sein mächtiges Eingreifen vertrauen.
  • Sie schicken Kundschafter, welche ähnlich zur Geschichte mit Rahab, einen Bund mit einem Einwohner der Stadt schließen.
  • Der große Unterschied besteht aber darin, daß der so begnadigte keinen Glauben an den Gott Israels bewiesen hat und sich folglich auch nicht der Bundesgemeinschaft anschließt.
    9 Und [Rahab] sprach zu ihnen: Ich weiß, daß der HERR euch das Land gegeben hat; denn es hat uns Furcht vor euch überfallen, und alle Einwohner des Landes sind vor euch verzagt. (Josua 2:9)
  • Stattdessen gründet er eine neue Stadt und setzt den Götzendienst dort fort.
  • Statt auf Gott zu vertrauen, hat das Haus Joseph pragmatisch gehandelt und dadurch den Willen Gottes und seine Ehre verfehlt.
27 Manasse aber vertrieb die Einwohner von Beth-Schean und seinen Tochterstädten nicht, auch nicht diejenigen von Taanach und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Dor und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Jibleam und seinen Tochterstädten, noch die Bewohner von Megiddo und seinen Tochterstädten; sondern es gelang den Kanaanitern, in diesem Land zu bleiben.
  • Die Kanaaniter können sich zusehends besser gegen die Stämme Israels behaupten.
28 Und als Israel erstarkte, machte es die Kanaaniter fronpflichtig; aber es vertrieb sie nicht aus ihrem Besitz. 29 Und Ephraim vertrieb die Kanaaniter nicht, die in Geser wohnten; sondern die Kanaaniter blieben in ihrer Mitte in Geser. 30 Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron nicht, auch nicht die Bewohner von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und wurden fronpflichtig. 31 Asser vertrieb die Bewohner von Akko nicht, auch nicht die Bewohner von Zidon, Achelab, Achsib, Helba, Aphik und Rechob; 32 sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, die im Land blieben; denn sie vertrieben sie nicht aus ihrem Besitz. 33 Naphtali vertrieb weder die Bewohner von Beth-Schemesch noch die Einwohner von Beth-Anat, sondern wohnte mitten unter den Kanaanitern, die das Land bewohnten; aber die Bewohner von Beth-Schemesch und Beth-Anat wurden ihnen fronpflichtig. 34 Und die Amoriter drängten die Söhne Dans auf das Bergland zurück und ließen sie nicht in die Ebene herabkommen. 35 Und es gelang den Amoritern, in Har-Heres, in Ajalon und in Saalbim zu bleiben; aber die Hand des Hauses Joseph wurde ihnen zu schwer, und sie wurden fronpflichtig. 36 Und die Grenze der Amoriter zog sich vom Skorpionensteig von dem Felsmassiv an aufwärts.
  • Zum Teil vertrieben die Israeliten die Kanaaniter nicht mangels Glauben.
  • Zum Teil machten sie sie gegen Gottes ausdrücklichen Willen fronpflichtig.
  • Zum Teil siedelten sie sich einfach mitten unter den Kanaanitern an. Das heißt, sie wollten sie gar nicht mehr vertreiben.
  • Gott wollte sich ein heiliges Volk schaffen. Nun hat dieses Volk aber das unheilige in seiner Mitte festgesetzt.
    1 Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommen wirst, um es in Besitz zu nehmen, und wenn er vor dir her viele Völker vertilgt, die Hetiter, die Girgasiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Pheresiter, die Hewiter und die Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du; 2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken; du sollst keinen Bund mit ihnen machen und ihnen keine Gnade erweisen. 3 Und du sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; du sollst deine Töchter nicht ihren Söhnen zur Frau geben noch ihre Töchter für deine Söhne nehmen; 4 denn sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, daß sie anderen Göttern dienen; und dann wird der Zorn des HERRN über euch entbrennen und euch bald vertilgen. 5 Vielmehr sollt ihr so mit ihnen verfahren: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen, ihre Gedenksteine zerbrechen, ihre Aschera-Standbilder zerschlagen und ihre Götzenbildnisse mit Feuer verbrennen. 6 Denn ein heiliges Volk bist du für den HERRN, deinen Gott; dich hat der HERR, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist. (5. Mose 7:1-6)
Anwendung
  • Gott möchte, daß ich ihm in den kleinen Dingen jeden Tag treu und gehorsam bin.
  • Gott möchte, daß ich ihm auch in großen Herausforderungen fest vertraue.
  • Gott möchte, daß ich das unheilige aus meinem Leben vollständig entferne.

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