Predigt vom 08.11.2015: Stefan Beyer – Richter 1:1-8 – Gottes Macht

Stefan Beyer – Richter 1:1-8 – Gottes Macht

1 Und es geschah nach dem Tod Josuas, da fragten die Söhne Israels den HERRN und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen?
  • Die Israeliten hatten unter Josua die Kerngebiete Kanaans eingenommen.
  • Gott hatte sich mächtig und treu erwiesen, wenn sie auf ihn gehört haben und seinen Weisungen gefolgt sind.
  • Sie hatten Niederlagen erlitten, als sie vorschnell gehandelt (Josua 9) oder Sünde in ihrem Lager zugelassen haben (Josua 7).
  • Der Segen Gottes regiert in unserem Leben, wenn wir beständig nach Gottes Willen trachten und uns von der Sünde abwenden.
  • Außerdem müssen wir im Glauben an Gottes Verheißungen leben, daß er mächtig ist, uns zu helfen.
    • 9 Habe ich dir nicht geboten, daß du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! (Josua 1:9)
  • Jetzt sind sie aufgefordert, sich nicht mit dem bisher erreichten zufrieden zu geben, sondern Kanaan ganz einzunehmen, und den Götzendienst vollkommen auszutreiben.
  • Viele Christen bleiben auf einem gewissen Glaubensniveau stehen und hören auf, weiter im Glauben und in der Heiligkeit zu wachsen.
  • Hier am Anfang des Richterbuches sehen wir die Israeliten noch in einem guten Licht:
    • Sie sind vereint.
    • Sie fragen den Herrn.
  • Beides wird im Laufe des Buches immer weiter abnehmen.
2 Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen! Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
  • Juda kommt seit der Verheißung Jakobs eine Schlüsselrolle zu.
    • 8 Dich, Juda, werden deine Brüder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein; vor dir werden sich die Söhne deines Vaters beugen. 9 Juda ist ein junger Löwe; mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, empor! Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin; wer darf ihn aufwecken? 10 Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorsam sein. (1. Mose 49:8-10)
  • Aus Juda wird der Messias kommen.
  • Gott ist mit seinem Volk, auch in dieser sündigen Richterzeit, weil er alles für das Kommen seines Sohnes vorbereitet.
  • Um seines Sohnes Willen erhält er Israel.
  • Um seines Sohnes Willen erhält er uns.
    • 10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. 11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! (Johannes 17:10-11)
  • Gottes Macht wird deutlich. Er hat vollkommen souveräne Macht über die Völker Kanaans.
    • 13 Ja, von jeher bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke – wer will es abwenden? (Jesaja 43:13)
    • 35 Gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (Daniel 4:35)
  • Mit dieser Macht wird Gott in unserem Leben wirken, wenn wir ihm treu sind, aber in seiner Gnade auch oft, trotz unserer Untreue.
3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und laß uns gegen die Kanaaniter kämpfen, so will ich auch mit dir in dein Los ziehen! Und Simeon zog mit ihm.
  • Das Los des Stammes Simeon war inmitten des Stammes Juda.
  • Obwohl Juda der größere Stamm war, ersucht er doch die Hilfe des kleineren Stammes Simeon.
  • Das ist ein wunderbares Bild der Gemeinde.
    • 20 Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib. 21 Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht! oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht! 22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig, 23 und die Glieder am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre, und unsere weniger anständigen erhalten um so größere Anständigkeit; 24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, daß er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab, 25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen. 26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. (1. Korinther 12:20-26)
4 Als nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Hand, und sie schlugen sie bei Besek, 10 000 Mann.
  • Wer auf Gott vertraut und seinem Wort Gehorsam ist, darf mit Gottes Eingreifen rechnen.
5 Und als sie den Adoni-Besek in Besek fanden, kämpften sie gegen ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und Pheresiter. 6 Und Adoni-Besek floh; aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und schlugen ihm die Daumen und die großen Zehen ab. 7 Da sprach Adoni-Besek: 70 Könige mit abgehauenen Daumen und großen Zehen lasen ihr Brot auf unter meinem Tisch. Wie ich gehandelt habe, so hat mir Gott wieder vergolten! Und man brachte ihn nach Jerusalem; und er starb dort.
  • Ein Volk wird repräsentiert durch einen Leiter und ist auch mit hineingenommen in die Taten des Leiters.
  • Adoni-Besek ist der erste Kanaaniter, der uns im Buch Richter persönlich begegnet.
  • Er ist ein Beispiel für die Grausamkeit und Gottlosigkeit, in der die Kanaaniter gelebt haben.
  • Gott sendet sein Gericht durch die Hand der Israeliten.
  • Das macht die Israeliten aber nicht besser. Auch sie werden für ihren Götzendienst gerichtet werden.
  • Aber die Kämpfe in Kanaan sind nicht vergleichbar mit dem heiligen Krieg im Islam.
    • Sie dienen nicht zur Ausbeutung und Bereicherung.
    • Sie erfolgen immer nur auf einen ausdrücklichen Befehl Gottes.
    • Sie treffen Völker, die tief in Götzendienst und Grausamkeit verstrickt sind und mit denen Gott lange Geduld hatte.
      • 16 Sie aber sollen in der vierten Generation wieder hierherkommen; denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll. (1. Mose 15:16)
    • Sie sind zeitlich und räumlich begrenzt.
  • Gott weiß, daß die Kanaaniter mit ihren Götzen eine Versuchung für die Israeliten darstellen werden.
    • 11 Da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des HERRN, und sie dienten den Baalen; 12 und sie verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und folgten anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den HERRN; 13 denn sie verließen den HERRN und dienten dem Baal und den Astarten. (Richter 2:11-13)
  • Er möchte, daß die Israeliten den Götzendienst in ihrem Umfeld vollkommen ausrotten.
    • Er möchte auch, daß wir die Götzen und auch die Versuchung zum Götzendienst aus unserem Leben entfernen.
8 Die Söhne Judas hatten nämlich gegen Jerusalem gekämpft und es erobert, und sie hatten die Einwohner mit der Schärfe des Schwertes geschlagen, die Stadt aber in Brand gesteckt.
  • Das zeitliche Gericht der Israeliten ist eine Andeutung und Schatten des ewigen Gerichtes, das uns erwartet.
    • 6 Und auch die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und so zum Untergang verurteilte, womit er sie künftigen Gottlosen zum warnenden Beispiel setzte, (2. Petrus 2:6)
  • Deswegen sollten uns die zeitlichen Gerichte in dieser Welt dazu aufrufen, zu Gott umzukehren.
    • 1 Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? 3 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen ! 4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, daß diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen? 5 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen! (Lukas 13:1-5)

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