Predigt vom 13.09.2015: Stefan Beyer – Galater 5:22-25 – Die Frucht des Geistes

  • Vom Heiligen Geist geleitet zu sein (Vers 18), heißt verändert zu werden in den Charakter Gottes.
  • Da wir als Christen im Kern von der neuen Natur, dem Geist, geprägt sind, ist diese Veränderung auch genau das, was wir wollen.
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
  • Indem Paulus nicht von den Werken, sondern von der Frucht des Geistes spricht, macht er folgendes deutlich:
    • geistliches Wachstum geschieht graduell
    • geistliches Wachstum ist unvermeidlich
    • geistliches Wachstum hat interne Wurzeln
      • es zeigt sich nicht an äußerlichen Gaben
        • 1 Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts! (1. Korinther 13:1-3)
    • geistliches Wachstum ist symmetrisch
      • Die Früchte des Geistes sind nichts anderes als der Charakter Gottes und deshalb wachsen sie zusammen, indem wir Gott ähnlicher werden.
        • 20 Wenn jemand sagt: “Ich liebe Gott”, und haßt doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? (1. Johannes 4:20)
      • Das unterscheidet die Früchte des Geistes von natürlichen Charaktereigenschaften. Sie stehen immer im Zusammenhang mit dem ganzen Charakter Gottes.
  • Die Früchte des Geistes im Einzelnen:
    • Liebe (agape)
      • die Bestätigung und Hinwendung zu einer Person und ihrem Wohl in dem Heiligen
    • Freude (chara)
      • das Entzücken an Gott wegen seiner schieren Schönheit und seines Wertes
    • Friede (eirene)
      • die Gewißheit und Ruhe in der Weisheit und Kontrolle Gottes
    • Langmut (makrothymia)
      • die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu durchstehen
    • Freundlichkeit (chrestotes)
      • die Bereitschaft, anderen zu dienen
    • Güte (agathosyne)
      • einen rechtschaffenen, beständigen Charakter haben
    • Treue (pistis)
      • verläßlich sein und zu seinem Wort stehen
    • Sanftmut (prautes)
      • seine Kraft unter Kontrolle haben und sie nicht zur Schau stellen
    • Selbstbeherrschung (enkrateia)
      • die Fähigkeit, das Wichtige statt dem Dringlichen zu tun
23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
24 Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
  • Wie kann die Frucht des Geistes in unserem Leben wachsen?
    • Wir erkennen an, daß wir nicht aufgrund unserer Heiligkeit Christus angehören, sondern aufgrund seiner Heiligkeit.
      • Dadurch sind werden wir befreit, ehrlich mit unserem Versagen umzugehen.
    • Wir kreuzigen des Fleisch mit seinen falschen Götzen.
      • Das Abwenden von der falschen Freude in den Götzen und das streben nach der wahren, tiefen Freude in Gott.
    • Hinter unserem Ungehorsam gegenüber Gott steht immer eine Leidenschaft, eine Lust.
    • Hinter jedem Gehorsam gegenüber Gott steht eine tiefe Liebe und Freude in Gott.
      • 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Johannes  14:20-21)
    • Das Fleisch zu kreuzigen heißt nicht, äußerliche Genüsse aufzugeben (wie im Asketentum oder der lutherischen Fastenzeit), denn es geht um eine inwendige Veränderung hin zu Gott.
    • Das Fleisch zu kreuzigen heißt falsche Leidenschaften und Freuden mit der Leidenschaft und Freude in Gott zu bekämpfen.
25 Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
  • Im Geist zu wandeln ist der aktive Prozeß, immer mehr Freude in Gott und seiner Herrlichkeit zu bekommen.
  • Durch die Hilfe des Heiligen Geist, sein Wort und seine Gemeinde können wir immer mehr Freude in Jesus empfinden.
    • Freude in Gott durch den Heiligen Geist  
      • 37 Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke ! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. (Johannes 7:37-39)
    • Freude in Gott durch Gottes Wort
      • 16 Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o HERR, du Gott der Heerscharen! (Jeremia 15:16)
    • Freude in Gott durch die Gemeinde
      • 24 Nicht daß wir Herren sein wollten über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht fest im Glauben. (2. Korinther 1:24)

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