Predigt vom 30.08.2015: Stefan Beyer – Galater 5:13-15 – Freiheit vom Gesetz, Freiheit zum Gesetz

  • Nachdem Paulus die Galater gewarnt hatte, die Freiheit des Evangeliums nicht zu verlieren, warnt er sie nun, sie nicht zu mißbrauchen.
  • Wenn wir in Gesetzlichkeit fallen, verlieren wir unsere Freiheit in Christus. Wenn wir dagegen in Zügellosigkeit fallen, mißbrauchen wir unsere Freiheit in Christus.
  • Christus hat uns freigemacht vom Gesetz, indem er den Fluch des Gesetzes an unserer Stelle getragen hat.
  • Aber Paulus weiß, daß manche daraus den Schluß ziehen werden, daß sie jetzt selbst die Normen ihres Verhaltens bestimmen können.
13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.
  • Die Freiheit in Christus soll nicht dazu gebraucht werden zu sündigen.
  • Gott hat sich im Evangelium als heilig und liebend offenbart.
    • Er ist heilig, deshalb straft er die Sünde bis aufs letzte.
    • Er ist liebend, deshalb gibt er seinen Sohn für uns.
  • Durch das Evangelium brauchen wir kein Leben voll Schuld leben, weil Gott uns durch Christus angenommen hat.
  • Aber das Evangelium führt uns auch dazu, ein heiliges Leben zu führen, denn der, der uns angenommen hat, ist heilig.
    • 15 Sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: “Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!” (1. Petrus 1:15,16)
  • Durch das Evangelium sind wir in eine Gemeinde gestellt, in der wir nun einander dienen sollen.
14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst”.
  • Indem wir einander in Liebe dienen, erfüllen wir das Gesetz.
  • In gewisser Hinsicht sind wir Christen also noch unter dem Gesetz.
    • Zwar nichtmehr als Mittel, um von Gott angenommen zu werden, jedoch als Richtschnur für unser Leben.
  • Der Glaube, der mich durch das Evangelium rechtfertigt, wird nun in der Liebe tätig.
  • Wir haben durch das Evangelium sogar noch mehr Ansporn, zu lieben, weil wir selber so viel Liebe empfangen haben.
    • 11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir es schuldig, einander zu lieben. (1. Johannes 4:11)
  • Das Gesetz zeigt uns den Weg, wie wir Gott gefallen können.
    • 9 Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, 10 damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend. (Kolosser 1:9-10)
  • Indem das Evangelium uns Gottes Liebe und Heiligkeit offenbart, gibt es uns den stärksten Antrieb, Gott zu gehorchen.
  • Wer darauf besteht, daß das Evangelium uns Freiheit zur Sünde gibt, hat es noch nicht verstanden und seine Kraft noch nicht erfahren.
  • Durch das Evangelium bekommen wir solch eine Fülle von Jesus, daß wir nicht mehr fragen “Was kann ich durch Sünde bekommen?”, sondern “Wie kann ich für Ihn leben?”
  • Wenn ich wissen möchte, wie ich für Gott leben kann und was sein Wille für mich ist, muß ich in das Gesetz schauen.
  • Das Evangelium befreit uns vom Gesetz hin zum Gesetz.
  • Statt das Gesetz um unserer selbst willen zu erfüllen, um uns Gottes Ansehen zu verdienen, erfüllen wir es nun aus Liebe, um anderen zu dienen.
15 Wenn ihr einander aber beißt und freßt, so habt acht, daß ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet!
  • Jetzt ist es aber so, daß wir zwar schon durch Christus verändert wurden und durch die Wiedergeburt eine neue Natur bekommen haben, aber noch nicht vollkommen von der alten Natur befreit wurden.
  • Wir leben im “schon jetzt” und im “noch nicht”.
  • Die Galater sind aufgerufen, aus der Freiheit des Evangeliums heraus einander in Liebe zu dienen.
  • Aber vielfach bestimmt sie noch ihre alte Natur, indem sie nicht lieben, sondern sich gegenseitig angreifen und schaden.
  • Wie können sie nun zunehmend aus der neuen Natur leben? Damit beschäftigt sich Paulus in den folgenden Versen.

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