Predigt vom 23.08.2015: Stefan Beyer – Galater 5:6-12 – Mit Ausharren laufen

Predigt vom 23. August 2015

Galater 5:6-12 – Mit Ausharren laufen (mp3)

6 denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.
  • Paulus beginnt wieder mit einer grundlegenden Aussage.
  • Vor Gott zählt nicht moralische Leistung oder moralisches Versagen.
  • Das ist ein radikales Prinzip und widerspricht grundsätzlich dem, was in den meisten Kirchen und Gemeinde verkündigt wird.
  • Gottes Liebe ist gegründet auf das Erlösungswerk Christi, nicht auf uns Werk oder unser Versagen.
  • Das sollte uns großen Frieden und Ausgeglichenheit im christlichen Leben geben.
  • Auch für unsere innere Veränderung oder ein liebendes Herz kommt es nicht auf moralische Taten oder moralisches Versagen an.
  • Das einzige, was etwas bewirkt, ist Glaube, das heißt Vertrauen auf Christus.
  • Dieser Glaube ist die Kraft für neue Liebe in unserem Leben.
  • Der Glaube ist der Handelnde und dadurch Christus in uns.
  • Durch Glauben ergreifen wir die Verheißungen Gottes im Evangelium und durch den Glauben an die Verheißungen leben wir auch als Christen.
    •  24 Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. 25 Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuß der Sünde zu haben, 26 da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an. 27 Durch Glauben verließ er Ägypten, ohne die Wut des Königs zu fürchten; denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn. 28 Durch Glauben hat er das Passah durchgeführt und das Besprengen mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeborenen nicht antaste. (Hebräer 11:24-28)
  • Durch das Evangelium lernen wir die Gnade und die Schönheit Gottes kennen und lieben.
  • Wir lieben Gott für die Person, die er ist.
  • Durch die Freude in Gott werden wir zu Gehorsam bewegt.
  • Deswegen ist Freude in Gott eine der zentralsten Aufgaben, die wir als Christen haben.
    • 2 Dient dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel! (Psalm 100:2)
  • Der Kampf des Glaubens im Neuen Testament ist demnach primär ein Kampf für Freude in Gott.
  • Das Evangelium befreit uns dazu, unsere Freude in Gott zu suchen und zu finden.
    • 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen, 4 daß ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Laute, o Gott, mein Gott! (Psalm 43:3-4)
7 Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht?
  • Das christliche Leben, der gute Kampf des Glaubens, der Kampf um Freude in Gott ist ein lebenslanger Marathonlauf.
  • Es gibt einen großen Aufruf im Neuen Testament, den Lauf des Glaubens gut zu vollenden.
    • 1 Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so laßt uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und laßt uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt. (Hebräer 12:1)
  • Auch hier ist der Gedanke, daß wir den Lauf vollenden, indem wir zu Christus und der Freude in Gott aufschauen.
    • 2 Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. (Hebräer 12:2)
  • Was sind die großen Mächte, die uns vom Lauf abbringen, uns aufhalten, wollen?
    • Die sündige Welt (Kultur).
      • 10 Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. (2. Timotheus 4:10)
    • Unsere sündhafte Natur.
      • 14 Sondern jeder einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. (Jakobus 1:14-15)
    • Der Teufel.
      • 8 Seid nüchtern und wacht ! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; (1. Petrus 5:8)
    • Falsche Lehrer.
      • 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. (2. Korinther 11:14-15)
8 Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat!
  • Gott möchte, daß unser Glaube gelingt und er gibt uns alle Ressourcen dazu.
  • Die drei wichtigsten Ressourcen in unserem Leben sind:
    • der Heilige Geist, der in uns wirkt (siehe Kapitel 5)
    • Gottes Wort
      • 16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2. Timotheus 3:16-17)
    • die Gemeinde
      • 24 Und laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, 25 indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht! (Hebräer 10:24-25)
9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.
  • Paulus, wie früher Jesus (Matthäus 16:6), warnt davor, daß sich falsche Lehre schnell ausbreitet.
  • Deswegen haben wir in der Gemeinde eine theologische Grundlage und die Herzenseinstellungen als Schutz vor falscher Lehre.
  • Außerdem praktizieren wir Gemeindezucht, wenn diese Grundlagen auf Dauer nicht erfüllt werden.
    • 15 Und achtet darauf, daß nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, daß nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden. (Hebräer 12:15)
10 Ich traue euch zu in dem Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei.
  • Menschen, die Christen im Glauben verwirren und falsche Lehre verbreiten, werden hart bestraft werden.
    • 6 Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, daß ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. 7 Wehe der Welt wegen der Anstöße zur Sünde! Denn es ist zwar notwendig, daß die Anstöße zur Sünde kommen, aber wehe jenem Menschen, durch den der Anstoß zur Sünde kommt! (Matthäus 18:6-7)
11 Ich aber, ihr Brüder, wenn ich noch die Beschneidung verkündigte, warum würde ich dann noch verfolgt? Dann hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehört!
  • Ein großer Grund, warum Christen ihren Lauf nicht vollenden und/oder falschen Lehren folgen ist, daß sie nicht bereit sind, daß Ärgernis (skandalon) des Kreuzes zu tragen.
    • 10 Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen ? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus. (Galater 1:10)
  • Die Welt lehnt Christus und seine Nachfolger ab, weil
    • sie nicht zur Welt mit ihren sündigen Werten gehören
      • 19 Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt. 20 Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort argwöhnisch achtgehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch achthaben. (Johannes 15:19-20)
    • weil sie Gott nicht kennen
      • 21 Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. (Johannes 15:21)
  • Mir müssen bereit sein, die Ablehnung der Welt zu ertragen, d.h. die Schmach Christi zu tragen, um Jesus nachzufolgen.
    • 19 Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium Juden herbei; die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus in der Meinung, er sei gestorben. 20 Doch als ihn die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und am folgenden Tag zog er mit Barnabas fort nach Derbe. 21 Und nachdem sie in dieser Stadt das Evangelium verkündigt und eine schöne Zahl Jünger gewonnen hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück; 22 dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen. (Apostelgeschichte 14:19-22)
12 O daß sie auch abgeschnitten würden, die euch verwirren!
  • Paulus geht mit Sarkasmus mit den falschen Lehrern um.
  • Wenn sie soviel auf Beschneidung vertrauen, sollen sie doch am besten gleich alles abschneiden.
  • Dadurch macht Paulus nochmal deutlich, daß man Glaube und Werke nicht mischen kann.
  • Wenn man durch Werke gerecht werden will, dann ist kein Raum für den Glauben.

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