Predigt vom 12.07.2015: Stefan Beyer – Galater 4:8-11 – Von Gott erkannt sein

  • eine Gegenüberstellung zwischen dem Glauben an das Evangelium und weltlicher Religion
  • Paulus hat ein tiefes Interesse daran, daß der Glaube der Galater gelingt und Frucht bringt
    • 11 Ich fürchte um euch. (Galater 4:11)
  • drei Hauptablenkungen im christlichen Jüngerschaftsprozeß:
    • eine Beziehung, die nicht von Gott kommt
    • eine Arbeit in einem neuen Umfeld
    • Einflüße aus dem Leben vor Christus, die wiederkehren
8 Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind.
  • Viele der Galater hatten in Götzentempeln angebetet und damit verbunden ein unmoralisches Leben geführt.
9 Jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wieso wendet ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Grundsätzen zu, denen ihr von neuem dienen wollt?
  • Die falschen Lehrer versuchten die Galater jetzt nicht damit, daß Gesetz Gottes so wie in ihrem früheren Leben zu ignorieren, sondern das ganze Gesetz des Alten Testaments zu erfüllen.
  • Paulus macht deutlich, daß das Bestreben, die eigene Errettung durch akribische, biblische Moralität zu verdienen, genauso eine Versklavung an Götzen ist wie offener Götzendienst.
  • Der religiöse Mensch ist genauso verloren und versklavt wie der nichtreligiöse.
    • Beide wollen ihr eigener Retter und Herr sein.
    • Beide leben nach den Grundsätzen der Welt (Vers 3), die schwach und armselig sind.
      • Der Grundsatz der Welt ist, daß wir uns selbst retten können.
      • Wir müssen nur das, was wir als wichtigstes für uns Leben empfinden, manipulieren und auf unsere Seite ziehen.
      • Manchmal können hinter unseren Götzen in Wirklichkeit Dämonen stecken.
        • 20 Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! (1. Korinther 10:20)
      • Falsche Götter bringen uns in geistliche Knechtschaft.
  • Wir können versuchen, unser Heil auf unzählige Weisen selbst zu erlangen.
    • Wir streben nach beruflichem Erfolg.
    • Wir wollen in einer Gruppe angesehen sein.
    • Wir wollen unserer Familie gefallen.
    • Wir wollen ein moralisches Leben führen.
  • Jede falsche Religion schafft ihre falschen Retter.
  • Paulus nennt diese neue Religion Sklavendienst und der neue Retter ist ein Sklaventreiber.
  • Ohne das Evangelium sind wir immer in Knechtschaft unter einem Götzen.
  • Oft ist der Götzendienst von religiösen Menschen schwerer zu erkennen.
10 Ihr beachtet Tage und Monate und Zeiten und Jahre.
  • Paulus hat Angst um die Galater, weil sie jetzt religiöse Feste des Alten Testaments einhalten.
  • Ihre jetzige Knechtschaft unter Dinge, die keine Götter sind, würde schwerer zu erkennen sein als in ihrem früheren Leben.
  • Sie würden nicht wissen, daß sie sich vom Vater entfernt hatten.
11 Ich fürchte um euch, daß ich am Ende vergeblich um euch gearbeitet habe.
Die Gewißheit, von Gott erkannt zu sein
  • In Vers 9 weist Paulus die Galater wieder zu einer richtigen Beziehung mit dem Vater.
  • Er vergleicht die Knechtschaft an einen unpersönlichen, nichtexistierenden Götzen mit der persönlichen Beziehung zu dem wahren Gott.
  • Sie haben Gott persönlich kennengelernt.
    • 3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17:3)
  • Aber noch viel wichtiger, Gott hat sie persönlich erkannt.
  • Erkennen in der Bibel bedeutet mehr als nur intellektuelles Wissen. Es bedeutet, in eine enge Beziehung treten.
  • Wir sind Christen, weil Gott schon seine Liebe auf uns gerichtet hat und uns erkannt hat.
    • 3 Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. (1. Korinther 8:3)
    • 29 Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. (Römer 8:29)
  • Unser Erkennen von Gott steigt und fällt in Abhängigkeit von vielen Dingen. Aber Gottes Erkennen von uns ist absolut sicher und fest.
  • Wir können absolut sicher und gewiß in der Liebe Gottes sein.
  • Unser Götzendienst als Christen stammt von unserer Unsicherheit, und die beständige Liebe Gottes in der Erwählung ist das beste Gegenmittel.
  • Wir schauen oft auf unser Erkennen von Gott anstatt auf sein Erkennen von uns, was viel wichtiger ist.
    • 12 Nicht daß ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. (Philipper 3:12)
  • Das Evangelium zeigt uns, daß wir keinen schönen Anstrich brauchen, weil Gott uns schon erkannt hat.
    • 3 Mir aber ist es das Geringste, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht selbst. 4 Denn ich bin mir nichts bewußt; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt. (1. Korinther 4:3-4)
  • Paulus lebt aus dieser Gewißheit: Weil Gott mich erkannt hat und Christus sieht wenn er auf mich schaut, kümmere ich mich nicht um dein Urteil über mein Leben und noch nicht mal um mein eigenes.
  • Die große Grundlage christlicher Gewißheit ist nicht, wie sehr unser Herz auf Gott ausgerichtet ist, sondern wie unveränderlich sein Herz auf uns ausgerichtet ist.
  • Desto mehr wir ergreifen, daß wir von Gott erkannt sind, desto weniger müssen wir unser Selbstbild und unserern Stand vor ihm durch eigene Werke aufpolieren.
  • Wir werden keinem Götzen dienen, sondern dem, der uns liebt und erkannt hat.
Anwendungsfragen
  • Welchen Götzen stehst du in der Gefahr zu dienen?
  • Wie gibt dir das Erkanntsein von Gott Gewißheit?
  • Wie befreit dich das Erkanntsein von Gott von der Versuchung, fremde Götzen anzubeten
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