Werktagsgottesdienst vom 21.05.2015: Stefan Beyer – Psalm 15 – Gott liebt Heiligkeit

Einleitung
  • Psalm 15 ist das Gegenstück zu Psalm 2, denn hier geht es um Menschen, die es begehren, auf Gottes heiligem Berge zu wohnen.
  • Er steht auch im Gegensatz zu Psalm 14, denn er handelt von Menschen, die nach Gott fragen.
  • David fragt, was einen echten Frommen ausmacht. Im Neuen Testament behandelt der 1. Johannesbrief dieses Thema.
  • Die zwei zentralen Merkmale echten Glaubens sind Heiligkeit und Liebe.
    • 5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. 6 Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; 7 wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. (1. Johannes 1:5-7)
    • 14 Wir wissen, daß wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. (1. Johannes 3:14)
  • Wer mit Gott Gemeinschaft haben will, muß einen Charakter wie Gott haben.
    • 3 Gehen auch zwei miteinander, ohne daß sie übereingekommen sind? (Amos 3:3)
  • Wir bekommen diese Heiligkeit als Geschenk der Gnade Christi.
    • 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung, (1. Korinther 1:30)
  • Dieses heilige Wesen müssen wir jetzt aber immer wieder aktiv ausleben.
    • 8 Jetzt aber legt auch ihr das alles ab – Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, häßliche Redensarten aus eurem Mund. 9 Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen 10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. (Kolosser 3:8-10)
  • Wir müssen diese doppelte Spannung aushalten, denn wenn wir nur die persönliche Heiligkeit betonen kommen wir in Werksgerechtigkeit. Wenn wir nur die Gabe Christi betonen folgt Oberflächlichkeit und unechter Glaube.
  • Das Ziel ist die Gegenwart Gottes und Gemeinschaft mit ihm.
    • 2 Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! 3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und vor Gottes Angesicht erscheinen ? (Psalm 42:2-3)
    • 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen, 4 daß ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Laute, o Gott, mein Gott! (Psalm 43:3-4)
  • Heiligkeit ist dazu die Bedingung.
1 Ein Psalm Davids. HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?
  • David sprach vom Anbrechen des Reiches Gottes in Psalm 14:7.
    • 7 Ach, daß aus Zion die Rettung für Israel käme! Wenn der HERR das Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein! (Psalm 14:7)
  • Jetzt stellt er die Frage, wer an dieser Rettung Anteil haben wird.
  • Der Mann nach Gottes Herzen sehnt sich zu wissen, wie er mit Gott Gemeinschaft haben kann.
  • Er möchte dort sein, wo Gott wohnt.
    • 22 sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, 23 zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, 24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels. (Hebräer 12:22-24)
2 Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen;
  • Die mit Gott Gemeinschaft haben wollen, müssen vollkommen sein.
    • 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist! (Matthäus 5:48)
    • 15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. (1. Petrus 1:15)
  • Sie müssen Wahrheit leben und Gott von Herzen anbeten.
    • 8 “Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. (Matthäus 15:8)
    • 6 Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. (1. Johannes 2:6)
3 wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge, wer seinem Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht;
  • Echter Glaube und das Streben nach Heiligkeit ist von Liebe zu anderen Menschen geprägt.
  • Dazu zählt nichts Böses über andere zu reden.
    • 1 Erinnere sie, daß sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und gehorsam sind, zu jedem guten Werk bereit; 2 daß sie niemand verlästern, nicht streitsüchtig sind, sondern gütig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Sanftmut erweisen. (Titus 3:1-2)
4 wer den Verworfenen als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den HERRN fürchten; wer, wenn er etwas zu seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält;
  • Der Gerechte hat eine tiefe Liebe zu allen Dingen, die Gott liebt, und lehnt die Dinge ab, die Gott ablehnt.
    • 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!” (Hebräer 1:9)
  • Ein Heiliger hält Wort, denn darin gleicht er seinem Bundesgott.
    • 4 Denn das Wort des HERRN ist wahrhaftig, und all sein Tun ist Treue. (Psalm 33:4)
  • Der christliche Geschäftsmann zeichnet sich nicht durch maximalen Gewinn aus, auch wenn Schlauheit nicht verboten ist, sondern durch Wahrhaftigkeit und Treue.
5 wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen; wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken.
  • Der Heilige ist uneigennützig und unbestechlich. Er zieht nicht Vorteil aus der Not seiner Brüder.
  • Auch hierin gleicht er Gott, der allen gern gibt.
    • 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5:44-45)
  • Heiligkeit ist ein Lebensstil, der Bestand hat.
    • 15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. 17 Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (1. Johannes 2:15-17)
  • “Die im Psalm genannten Eigenschaften sind solche, die Gott in einem Menschen schafft, nicht solche, die er in ihm findet.” (D. Kidner)
  • Menschen, die in ihrem Glauben diese Eigenschaften nicht zeigen, werden irgendwann von den wahren Gläubigen getrennt werden.
    • 12 Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. (Matthäus 3:12)
    • 13 Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. (Matthäus 22:13)
  • Der Kern dieser elf Eigenschaften ist das Vertrauen auf Gott.
    • 4 Siehe, der Vermessene – unaufrichtig ist seine Seele in ihm; der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. (Habakkuk 2:4)
Der Segen von Heiligkeit im Alten Testament
14 Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen: “Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?” – 15 Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet; wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen; wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen; wer seine Ohren verstopft, um nicht von Blutvergießen zu hören; wer seine Augen verschließt, um Böses nicht mit anzusehen – 16 der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie. 17 Deine Augen werden den König in seiner Schönheit schauen; du wirst das Land erweitert sehen. (Jesaja 33:14-17)

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