Gottesdienst vom 10.05.2015: Stefan Beyer – Epheser 4:11-16 – Warum Gemeinde?

Einleitung
  • Die Heilstaten Gottes im Evangelium schaffen eine Gemeinde.
    • Gott erwählt sich ein Volk (Epheser 1).
    • Gott erweckt sein Volk zu geistlichem Leben (Epheser 2).
    • Gott eint sein Volk durch das Evangelium (Epheser 3).
  • Der Auftrag der Gemeinde ist es, dieser Berufung würdig zu leben (Epheser 4-6).
    • Der zweite Auftrag der Gemeinde ist es, das Evangelium zu verkünden (Matthäus 28:18-20).
      • Aber hier konzentriert sich Paulus auf die Heiligkeit unseres Lebens als zentrale Auswirkung des Evangeliums.
    • Würdig heißt, ein Lebensstil, der zu diesem großen Evangelium paßt, der angemessen ist.
    • Wir bringen Gott Ehre durch ein Leben, das heilig ist.
      • 9 Und um das bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen, 10 damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus, 11 erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt werden zur Ehre und zum Lob Gottes. (Philipper 1:9-11)
  • Wir brauchen die Gemeinde, um dieses würdige Leben zu führen.
    • 24 und laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, 25 indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht! (Hebräer 10:24-25)
    • 13 Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es “Heute” heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde! (Hebräer 3:13)
Berufene Menschen in der Gemeinde fördern meine Gaben
11 Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer,
  • Apostel und Propheten bildeten bis zur Entstehung des Neuen Testaments die Grundlage der Gemeinde.
    • 19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist. (Epheser 2:19-20)
  • Die zwei zentralen Ämter in der heutigen Gemeinde sind Evangelisten und Pastoren (Hirten+Lehrer).
    • Evangelisten sind Verkündiger des Evangeliums, die nicht auf der Stufe eines Apostels stehen.
    • Pastoren lehren die Gemeinde und kümmern sich seelsorgerlich um sie.
    • Beide Dienste sind für eine Gemeinde wichtig und dürfen nicht getrennt werden.
      • 2 Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! 5 Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus! (2. Timotheus 4:2,5) 
12 zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus,
  • Die große Aufgabe der berufenen Ämter in der Gemeinde ist es, nicht selbst den Dienst zu tun, sondern die Gemeinde zum Dienst zuzurüsten.
  • Auch hier sieht man die zwiefältige Aufgabe der Gemeinde: Dienst und Erbauung.
13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus;
  • Die Vision des Paulus für jeden Christen ist es, daß er zu einer Reife im Glauben und in der Erkenntnis Jesu kommt.
  • Es geht ihm darum, daß Christus durch reife Christen geehrt wird.
    • 28 Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen. 29 Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht. (Kolosser 1:28-29)
  • Menschen zu Jüngern zu machen ist ein Dienst, in dem Paulus arbeitet und ringt.
  • 1-1 Mentoringbeziehungen sind ein wichtiges Mittel in diesem Prozeß.
    • 10 Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, im standhaften Ausharren, 11 in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich ertragen, und aus allen hat mich der Herr gerettet! (2. Timotheus 3:10-11)
Berufene Menschen in der Gemeinde warnen mich vor falschen Wegen
14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,
  • Als Christ kann ich auf viele Abwege im Glaubensleben kommen (vgl. Die Pilgerreise).
  • Nicht jeder Prediger mit vielen Nachfolgern und einem coolen Dienst verbreitet gesunde Lehre.
  • Wir starten unser christliches Leben als unreife Christen (Kinder) und brauchen die Hilfe von anderen Christen, um den richtigen Weg zu erkennen.
    • 8 Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter! 9 Denn sie sind ein schöner Kranz für dein Haupt und ein Schmuck um deinen Hals. 10 Mein Sohn, wenn dich Sünder überreden wollen, so willige nicht ein, 11 wenn sie sagen: “Komm mit uns, wir wollen auf Blut lauern, wir wollen dem Unschuldigen ohne Ursache nachstellen! 12 Wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich die Lebendigen, als sänken sie unversehrt ins Grab. 13 Wir wollen allerlei kostbares Gut gewinnen und unsere Häuser mit Raub füllen. 14 Schließ dich uns auf gut Glück an, laß uns gemeinsame Kasse führen!” 15 Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad! 16 Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, um Blut zu vergießen. 17 Denn vergeblich wird das Netz ausgespannt vor den Augen aller Vögel; 18 sie aber lauern auf ihr eigenes Blut und stellen ihrem eigenen Leben nach. 19 So geht es allen, die nach ungerechtem Gewinn trachten: er kostet seinen Besitzern das Leben! (Sprüche 1:8-19)
  • Es gibt viele Verführer und wie brauchen solide Lehrer in der Gemeinde, um auf dem richtigen Weg zu bleiben.
    • 10 Denn es gibt viele widerspenstige und leere Schwätzer und Verführer, besonders die aus der Beschneidung. 11 Denen muß man den Mund stopfen, denn sie bringen ganze Häuser durcheinander mit ihrem ungehörigen Lehren um schändlichen Gewinnes willen. (Titus 1:10-11 SCL)
15 sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.
  • Paulus geht es um eine Liebe der Wahrheit, nicht um Eifer ohne Erkenntnis.
    • 2 Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis. (Römer 10:2)
  • Das Ziel für Paulus war immer ein gemeinsames Hinwachsen zu Christus.
    • 29 Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. (Römer 8:29)
  • Die Gemeinde ist der beste Ort, wo dieser Wachstumprozeß gelingen kann.
Die Gemeinde hilft mir, meine Berufung im Reich Gottes zu entdecken und zu erfüllen
16 Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.
  • Um die Berufung für mein Leben zu finden brauche ich:
    • ein persönliches Verlangen
      • 1 Glaubwürdig ist das Wort: Wer nach einem Aufseherdienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit. (1. Timothsu 3:1)
    • die Bestätigung der Gemeinde
      • 1 Und in Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus. 2 Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe! 3 Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. (Apostelgeschichte 13:1-3)
  • eine Möglichkeit zum Dienst
    • 9 Denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend; und es gibt viele Widersacher. (1. Korinther 16:9)
  • Der beste Ort, meine Berufung zu finden und zu erproben ist die Gemeinde.
  • Jeder Christ hat Gnadengaben geschenkt bekommen, für die er aber auch die Verantwortung trägt, sie in der Gemeinde einzusetzen.
    • 10 Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes: (1. Petrus 4:10)
  • Durch die gemeinsame Verbundenheit zu Jesus stärkt sich die Gemeinde gegenseitig in ihrem Dienst für ihn.
    • 22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig, 23 und die Glieder am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre, und unsere weniger anständigen erhalten um so größere Anständigkeit; 24 denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, daß er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab, 25 damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen. 26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. 27 Ihr aber seid der Leib des Christus, und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil. (1. Korinther 12:22-27)

Anwendungsfragen

  • Bist du Teil einer Gemeinde, die dir hilft, im Glauben zu wachsen? Wenn nein, warum nicht?
  • Wo brauchst du die Zurüstung und Begleitung berufener Diener Christi in deinem Leben und wie kannst du dein Leben dafür öffnen?
  • Wie kannst du in der Gemeinde dazu beitragen, daß der Leib auferbaut wird und zu Christus hinwächst?

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