Gottesdienst vom 24.06.2015: Stefan Beyer – Galater 3:1-5 – Ein gutes Ende im Glauben

Einleitung
  • Ein anfängliches Erkennen des Evangeliums garantiert noch nicht ein gutes Ende im Glauben.
  • Jesus warnt vor Einflüssen, die das Fruchtbringen des Glaubens behindern.
    • 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Die am Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird, und wenn sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in ihre Herzen gesät worden ist. (Markus 4:14-15)
      • Der Teufel verhindert, daß die gute Saat überhaupt Wurzeln schlägt.
    • 16 Und gleicherweise, wo auf steinigen Boden gesät wurde, das sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, sogleich mit Freuden aufnehmen; 17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch. Später, wenn Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, nehmen sie sogleich Anstoß. (Markus 4:16-17)
      • Menschen nehmen das Wort Gottes auf, aber wenn Schwierigkeiten oder Verfolgungen im Leben entstehen, wenden sie sich wieder ab.
    • 18 Und die, bei denen unter die Dornen gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören, 19 aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach anderen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. (Markus 4:18-19)
      • Das Wachstum des Samens kann durch Geschäftigkeit in weltlichen Dingen erstickt werden.
      • Man läßt sich in die bürgerliche Lebenseinstellung von persönlichem Frieden und Wohlstand ziehen.
      • Man nimmt einen Arbeit fern von einer guten Gemeinde an.
      • Eine Beziehung zum anderen Geschlecht entsteht, oft mit jemanden, der nicht denselben geistlichen Hunger hat.
      • Man fällt in weltliche Begierden zurück.
  • Wie bleibt man langfristig im Glauben stark und bringt Frucht?
    • Muß man sich mehr anstrengen oder ist das Evangelium die Lösung?
1 O ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorcht, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist?
  • Paulus ermahnt die Jünger in sehr persönlichen Tönen, dem Evangelium treu zu bleiben.
  • Seine zentrale Aussage ist: Wir werden durch das Evangelium nicht nur gerettet, sondern wir wachsen auch im Glauben durch das Evangelium.
  • Kapitel 3 und 4 handeln von diesem Thema: Welche Rolle spielt das Evangelium im Leben des Gläubigen?
  • Die Galater sind zum Glauben gekommen durch eine klare Verkündigung des Kreuzestodes Jesu.
  • Beim Evangelium geht es zuerst einmal darum, was Jesus getan hat, bevor es darum geht, was wir in unserem Leben tun sollen.
  • Die Botschaft des Evangeliums war klar und herzbewegend verkündet worden.
2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?
  • Die Galater hatten auf diese klare Evangeliumsverkündigung mit Glauben reagiert.
  • Glauben heißt nicht nur Anerkennen, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, sondern auch Aufhören, die Errettung selber verdienen zu wollen.
3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden?
  • Dieser ganz neue Ansatz soll nun auch unser Leben als Christen bestimmen.
    • Wir vertrauen nicht auf unsere Werke, sondern auf das Werk Jesu.
    • Wir erwarten unsere persönliche Erfüllung nicht von unseren Werken und Anstrengungen, sondern von Jesus.
  • Die Galater hatten den Geist erhalten, als sie dem Wort Gottes vertrauten.
    • Die Neugeburt durch den Geist geschieht durch das Wort Gottes.
      • 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! (Johannes 3:5)
      • 18 Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. (Jakobus 1:18)
  • Aber jetzt haben die Galater sich verzaubern lassen und sind töricht geworden.
    • 12 Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. (Sprüche 14:12)
    • Sie hatten des Evangelium und den Geist Gottes verlassen, um wieder auf ihre eigene Kraft und Prinzipien zu vertrauen.
4 So viel habt ihr umsonst erlitten? Wenn es wirklich umsonst ist!
5 Der euch nun den Geist darreicht und Kräfte in euch wirken läßt, tut er es durch Werke des Gesetzes oder durch die Verkündigung vom Glauben?
  • Der Geist Gottes wirkt in uns durch die Verkündigung des Evangeliums, die im Glauben aufgenommen wird.
  • Um im Glauben zu wachsen, muß man
    • in einer Gemeinde sein, die das Evangelium klar und bewegend verkündigt.
    • im Glauben auf diese Verkündigung reagieren.
Eine Reinszenierung des Evangeliums
  • Wir wachsen in unserem christlichen Leben nicht durch neue Systeme der Werksgerechtigkeit.
  • Stattdessen müssen wir kontinuierlich des Evangelium vor die Augen gemalt bekommen.
  • Auch wenn wir ein Lippenbekenntnis geben, daß Jesus unser Retter ist, nehmen oft andere funktionelle Retter seinen Platz in unserem Leben ein.
  • Statt unsere Hoffnung und Erfüllung in Jesus zu suchen, füllen wir unser Herz mit anderen Dingen.
  • Statt aus Jesus und seinem Evangelium alles zu erwarten, streben wir nach Bequemlichkeit, Anerkennung und Respekt.
  • Der Weg zur Veränderung ist nicht einfach nur das Gebet: Herr, nimm diese Sünde weg.
  • Stattdessen müssen wir auch von unseren funktionellen Rettern umkehren und zur Freude über das Werk und die Person Christi zurückkehren.
  • Indem wir auf den gekreuzigten Christus im Evangelium schauen, wird der Heilige Geist in uns wirken und die funktionellen Retter durch den Retter ersetzen.

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