Werktagsgottesdienst: Kolosser 2:9-15 – Standhaftigkeit durch ein reiches Evangelium

Einleitung:
  • Ablenkung vom Evangelium:
    • im Galaterbrief durch eine religiöse Kultur: Jesus plus
    • im Kolosserbrief durch eine säkular-esoterische Kultur: Jesus mal
      • Jesus ist ein Faktor neben gnostischer Erkenntnis und asketisch/libertinistischem Lebenswandel.
9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;
  • Nur in Jesus ist die Fülle (pleroma) nach der wir uns sehen.
  • Jesus hat die ganz Fülle Gottes, die er unserer Seele vermitteln kann.
  • Deswegen brauchen wir uns nicht nach Weisheit und Genüssen der Welt ausstrecken und vom Evangelium ablenken lassen.
10 und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.
  • Jesus hat uns im Evangelium zu einem Reichtum gebracht.
  • Wir brauchen diesen Reichtum nicht mehr woanders suchen, sondern müssen ihn nur immer tiefer erforschen.
  • Jesus ist das Haupt all der Weisheit und Freude, die wir in weltlichen Dingen suchen.
11 In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus,
  • Christus ist der einzige, der uns wirklich inwendig verändern kann.
  • Alle weltlichen Ergötzungen können uns nur von außen ansprechen.
12 da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.
  • Die Taufe ist ein handfestes Symbol, daß mein altes Leben mit dem Streben nach Fülle in weltlichen Dingen begraben ist.
  • Gott hat uns durch den Glauben neues Leben geschenkt und mit der gleichen Macht in uns gewirkt, wie in Jesus bei seiner leibhaftigen Auferstehung.
13 Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab;
  • Unser Zustand vor Christus war ein vollkommenes Beherrschtsein von unserer sündhaften Natur.
  • Gott hat ein Wunder an uns getan, indem
    • er uns geistliches Leben schenkte (Wiedergeburt, Erneuerung, Regeneration)
    • und unsere Schuld vergab (Rechtfertigung).
14 und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.
  • Die Grundlage dieses Wunders ist die Erlösung, die Jesus am Kreuz bewirkt hat.
  • Er hat für unsere konkreten Sünden als Stellvertreter bezahlt.
15 Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben.
  • Zur gleichen Zeit hat er die Mächte und Gewalten, die uns eine falsche Fülle in dieser Welt versprechen, öffentlich zur Schau gestellt und überwunden.
    • Das Bild erinnert an römische Kaiser, die ihre Siege offen in einem Festzug feierten – gefolgt von ihren gefesselten Feinden.
    • Christus hat durch seine Auferstehung alle falschen Götzen überwunden.
Wir sind eingeladen, in die Fülle dieses Evangeliums immer tiefer einzutauchen. Dadurch werden wir gewappnet, die falschen Versprechen dieser Welt zu entlarven und unsere Fülle allein in Christus zu finden.

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