Werktagsgottesdienst: 2. Timotheus 2 – Nachfolge



Arbeite zielstrebig und kontinuierlich (Verse 3-7)
3 Du nun erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi!
·     Timotheus sollte nicht furchtsam vor den Widrigkeiten zurückschrecken, sondern sie erdulden und durchhalten.
·     Das Vorbild ist ein Soldat in seiner Strapazierfähigkeit.
o    Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gemäß den früher über dich ergangenen Weissagungen, damit du durch sie gestärkt den guten Kampf kämpfst. (1. Timotheus 1:18)

4 Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in Dienst gestellt hat.
·     Der Soldat ist auch ein Vorbild für Widmung, Zielstrebigkeit und Ausrichtung. Die alltäglichen Dinge sollten ihn nie von seiner wirklichen Mission ablenken (wörtlich ihn verflechten).
o    Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. (Lukas 8:14)

·     Gott wird hier als derjenige beschrieben, der uns zum Dienst eingezogen hat (siehe die Berufung aus 2. Timotheus 1:9).
·     Wir können und wir sollen Gott durch unser Handeln gefallen.
o    Darum suchen wir auch unsere Ehre darin, daß wir ihm wohlgefallen, sei es daheim oder nicht daheim. (2. Korinther 5:9)

·     Gott ist ein Vater, dem man leicht gefallen kann. Aus seiner Güte heraus freut er sich über jeden Gehorsamsschritt seiner Kinder. Aber er ist auch ein Vater, der schwer zufriedenzustellen ist. Deshalb brauchte es das Opfer Jesu an unserer statt, der seinen Willen vollkommen erfüllt hat.
o    Da sprach ich: Siehe, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben -, um deinen Willen, o Gott, zu tun!” (Hebräer 10:7)

·     Gott wünscht sich Wachstum in unserem Leben mit ihm und ist trotzdem gnädig und barmherzig mit jedem kleinen Schritt den wir tun.

5 Und wenn sich auch jemand an Wettkämpfen beteiligt, so empfängt er doch nicht den Siegeskranz, wenn er nicht nach den Regeln kämpft.
·     Ein Athlet sollte ein Vorbild an Disziplin und Regeltreue sein.
·     Wenn er die Regeln bricht, sind seine ganzen Anstrengen umsonst gewesen und der Sieg wird ihm aberkannt.
·     Timotheus sollte sein Leben treu nach dem Wort Gottes ausrichten und jedwede Abweichung vermeiden.
o    24 Wißt ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, daß ihr ihn erlangt! 25 Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem – jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 26 So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, 27 sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde. (1. Korinther 9:24-27)

6 Der Ackersmann, der sich mit der Arbeit müht, hat den ersten Anspruch auf die Früchte.
·     Ein Ackersmann ist ein Vorbild für kontinuierliche Arbeit. Im geistlichen Leben gibt es keine schnellen Erfolge.
·     Wir überschätzen, was wir in einem Jahr erreichen können. Aber wir unterschätzen, was wir in fünf bis zehn Jahren erreichen können.
·     Geistliche Arbeit trägt reiche Frucht.
o    Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen. (Johannes 15:16)

·     Ein geistlicher Arbeiter hat Anspruch auf die Früchte seiner Arbeit.
o    17 Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre wert geachtet werden, besonders die, welche im Wort und in der Lehre arbeiten. 18 Denn die Schrift sagt: “Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt!”, und “Der Arbeiter ist seines Lohnes wert”.  (1. Timotheus 5:17-18)
o    Es hat ihnen gefallen, und sie sind es ihnen auch schuldig; denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil erhalten haben, so sind sie auch verpflichtet, jenen in den leiblichen zu dienen. (Römer 15:27)

7 Bedenke die Dinge, die ich sage; und der Herr gebe dir in allem Verständnis!
·     Gott schenkt Weisheit für den geistlichen Dienst und das Leben in der Nachfolge.
o    Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. (Jakobus 1:5)


Gefäße zur Ehre Gottes (Verse 20-23)
20 In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre.
·     Paulus möchte, daß sich Timotheus dem Dienst für Jesus weiht und ihm in seinem Leben Ehre bringt.

21 Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet.
·     Paulus möchte, daß Timotheus sich mit Menschen umgibt, die ihm geistlichen weiterhelfen, ihn ermutigen und herausfordern.
o    17 Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, 18 und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. (2. Korinther 6:17,18)
o    Der Umgang mit den Weisen macht weise, wer sich aber mit Narren einläßt, dem geht es schlecht. (Sprüche 13:20)

22 So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen!
·     Timotheus soll sich nicht nur von unheilvollen Menschen absondern, sondern auch von unheilvollen Lüsten und Begierden.
·     Dabei geht es nicht nur um sexuelle Triebe, sondern auch um Macht, Reichtum, Einfluß, Ansehen und Rechthaberei.
·     Stattdessen soll er sich an die halten, die Gott suchen und ihn anbeten.

23 Die törichten und unverständigen Streitfragen aber weise zurück, da du weißt, daß sie nur Streit erzeugen.
·     Die Prophezeiung von Paulus an die Ältesten von Ephesus war eingetreten.
o    29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. (Apostelgeschichte 20:29-30)

·     Timotheus sollte reif im Glauben werden und unterscheiden können, welche Debatten er führt und wo er sich fernhalten soll.
o    Damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen. (Epheser 4:14)
o    21 Prüft alles, das Gute behaltet! 22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt! (1. Thessalonicher 5:21,22)

·     Timotheus sollte seinen Sinn mit dem Wort Gottes füllen und nicht mit fremden Eingebungen.


Stark durch die Gnade und durch andere Menschen (Verse 1-2)
1 Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist.
·     Paulus betrachtete Timotheus immernoch als sein Kind im Glauben, für das er Verantwortung übernahm, in das er investierte.
·     Timotheus sollte seine Schwachheit überwinden und im Herrn Stärke und Entschlossenheit für seinen Dienst finden.
o    Habe ich dir nicht geboten, daß du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! (Josua 1:9)
o    Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. (Philipper 2:13)

2 Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren.
·     Timotheus sollte sich in das Leben von anderen auf die gleiche Weise investieren, wie Paulus es bei ihm getan hat.
·     Er sollte es ihnen das Evangelium und die Lehren der Bibel anvertrauen (vorlegen). Das schließt eine intensivere Beziehung ein.
·     Das Kriterium für die Menschen, in die sich Timotheus besonders investieren sollte, war daß sie treu sind. Sie sollte ihre Aufgaben treu erfüllen und sich verfügbar für den Dienst und Lehre mit Timotheus machen. Außerdem sollten sie fähig sein werden, andere zu lehren. Die beste Voraussetzung dafür war, daß sie selber lernbereit waren und die Dinge in die Praxis umsetzten, die Timotheus ihnen anvertraute.
·     Treu, Verfügbar, Lehrbar (FAT – faithful, available, teachable)

·     Timotheus sollte die Lehre von Paulus an mehrere Generationen von neuen Jüngern anvertrauen (Multiplikation).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: