Epheser 6:1-9 – Gottes Richtlinien für Beruf und Familie




Einschub zu Epheser 5:22-33 – Wie finde ich den richtigen Ehepartner?
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! 22 Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen. (1. Mose 1:18,22)
  • Die Ehe ist Gottes Idee.
  • Er sucht Eva für Adam aus und führt sie zu ihm.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. (1. Mose 2:24)
  • Der Mann soll Verantwortung übernehmen.
7 Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an! (1. Samuel 16:7)
  • Die Entscheidung sollte von Gott geführt werden.
12 Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Herrlichkeit, wer in Lauterkeit wandelt, dem versagt er nichts Gutes. (Psalm 84:12)
  • Gott wird uns nichts versagen, was für unser Leben gut ist (siehe Sprüche 18:22).
27 Besorge zuerst draußen deine Arbeit und bestelle dir dein Feld, danach magst du dein Haus bauen. (Sprüche 24:27)
  • Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen hat zunächst Priorität.
30 Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den HERRN fürchtet, die wird gelobt werden. (Sprüche 31:30)
  • Die wichtigste Eigenschaft, nach der man suchen soll, ist die Furcht des Herrn.
7 Erregt und erweckt nicht die Liebe, bis es ihr gefällt! (Hoheslied 2:7)
  • Nutze die Zeit des Ledigseins im Dienst für den Herrn (siehe 1. Korinther 7:32-34)

Gehorsam und Verantwortung in der Familie (Epheser 6:1-4)
1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. 2 “Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren”, das ist das erste Gebot mit einer Verheißung: 3 “damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden”. (Epheser 6:1-3)
  • Wir sollen ein Zeugnis für den Herrn durch unsere Familien sein (siehe 2. Mose 19:6).       
    • 4 Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein! 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. (5. Mos 6:4,5)
  • Die Sünde hat zur Verdammnis und zu einer sündhaften Wesen in unserem Herzen geführt (siehe Römer 5:12).     
    • 15 Torheit steckt dem Knaben im Herzen, aber die Rute der Zucht wird sie ihm austreiben. (Sprüche 22:15)
    • 3 Das ist das Schlimme bei allem, was unter der Sonne geschieht, daß allen dasselbe begegnet; daher wird auch das Herz der Menschen voll Bosheit, und Tollheit ist in ihren Herzen ihr Leben lang, und danach geht es zu den Toten! (Prediger 9:3)
    • Ich möchte was ich will, wenn ich es will (Ivelet, Sprüche 22:15). Ich verdiene es zu haben (Holela, Prediger 9:3). Ich möchte dich nicht unbedingt verletzen, aber wenn du mir in den Weg kommst, dann werde ich (Ra’, Prediger 9:3).
    • Die Bibel verortet das Böse nicht im Unterbewußten (Psychologie), oder der Gesellschaft (Soziologie), sondern im Herzen des Menschen.
  • Weil die Sünde das größte Problem ist, ist auch die Erlösung in Christus Jesus das wichtigste Ziel.
  • Die Welt mit ihren Maßstäben sollte nicht automatisch das Vorbild der christlichen Familie werden.    
    • 3 Ihr sollt nicht so handeln, wie man es im Land Ägypten tut, wo ihr gewohnt habt, und sollt auch nicht so handeln, wie man es im Land Kanaan tut, wohin ich euch führen will, und ihr sollt nicht nach ihren Satzungen wandeln. 4 Nach meinen Rechtsbestimmungen sollt ihr handeln und meine Satzungen halten, daß ihr in ihnen wandelt; denn ich, der HERR, bin euer Gott. (3. Mose 18:3,4)
  • Kinder sind ein Segen des Herrn und sollte in der Familie und in der Gemeinde als solcher behandelt werden.
    • 3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN (Psalm 127:3)
  • Ein gerechter und weiser Sohn kann seinen Eltern viel Freude bringen.  
    • 24 Freudig frohlockt ein Vater über einen rechtschaffenen Sohn, und wer einen Weisen gezeugt hat, freut sich über ihn. (Sprüche 23:24)
  • Kinder sollen ihr Leben lang ihre Eltern ehren und ihren Rat beherzigen.
  • Das ist ein Zeichen für ihren Gehorsam gegen über dem Herrn.
  • Der Gehorsam erstreckt sich zunächst erstmal auf alle Dinge.
    • 20 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! (Kolosser 3:20)
  • Sie sollen ihnen aber nicht in die Sünde folgen.
    • 19 Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott! (Apostelgeschichte 4:19)
  • Die Bibel spricht nicht nur von den Rechten der Kindern, sondern auch von ihrer Verantwortung.
  • Indem sie ihre Eltern ehren und ihnen gehorchen, lernen Kinder Verantwortung für ihr eigenes Leben und später für das Leben anderer zu übernehmen.
  • Auf einem gehorsamen Leben liegt ein großer Segen.
  • Der Gehorsam und die Ehrung schließt auch die Pflege im Alter mit ein.
  • Ein Herz kann nur aus der Kraft des Heiligen Geistes gehorchen und ehren (siehe Epheser 5:18).
4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. (Epheser 6:4)
  • Eltern sollen ihre Kinder lieben und sie nicht kontinuierlich falsch behandeln.
  • Zum Zorn reizen kann durch Gefühlslosigkeit oder durch gefühlvolle Bevormundung geschehen.
  • Eltern sollen ihre Kinder nicht untereinander bevorzugen oder mit anderen vergleichen.
  • Eltern sollen ihre Kinder nicht zu Leistungen zwingen, für die sie einfach nicht begabt sind.
  • Kinder brauchen Zuspruch und Ermutigung.
  • Kinder sollten sich nicht als Ballast oder Störung empfinden, sondern gewollt und geliebt.
  • Kinder sollten in einem gesunden Tempo aufwachsen dürfen (nicht zu langsam und nicht zu schnell).
  • Die Liebe der Eltern sollte nicht als Druckmittel eingesetzt werden.
  • Kinder sollten nicht körperlich oder verbal mißhandelt werden (Sarkasmus, Rechthaberei).
  • Die Väter tragen genauso eine Verantwortung für die Erziehung wie die Mütter, werden hier sogar bevorzugt angesprochen.
  • Auf der anderen Seite sollen die Eltern ihre Kinder erziehen und lehren.     
    • 24 Wer seine Rute spart, der haßt seinen Sohn, wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn beizeiten. (Sprüche 13:24)
  • Laut dem Buch der Sprüche sollen die Eltern ihren Kindern Sorgfalt, Arbeitswilligkeit, Gerechtigkeit, Großzügigkeit, Selbstbeherrschung, Rechtschaffenheit, Ehrlichkeit, Weisheit im Auswählen der Freunde, Weisheit im Auswählen des Ehepartners, Vorsicht, Umsicht, Sanftmut, Zufriedenheit, Integrität, Demut, Zurückhaltung, Treue, Reinheit, Liebe zur Wahrheit, Fähigkeiten bei der Arbeit und Geduld beibringen.
  • Das Buch der Sprüche legt mehrere Ebenen der Züchtigung nahe:
    • Ebene 1: Gutes Verhalten ermutigen (Sprüche 1:8,9)
    • Ebene 2: Schlechtes Verhalten aufzeigen (Sprüche 1:10-15)
    • Ebene 3: Die negativen Konsequenzen von Sünde erklären (Sprüche 1:18,19)
    • Ebene 4: Sanft ermahnen (Sprüche 4:1,2)
    • Ebene 5: Sanft zurechtweisen (Sprüche 3:12)
    • Ebene 6: Körperliche Züchtigung, die keine Verletzungen zufügt (Sprüche 13:24)
    • Ebene 7: Körperliche Züchtigung mit Verletzung – nicht durch Eltern, sondern durch Konsequenzen der Sünde im Leben (Sprüche 10:31)
    • Ebene 8: Tod – eine Konsequenz der Sünde durch ihre Folgen im Leben oder durch den Staat (Sprüche 19:18)
  • Weise Eltern benutzen die niedrigste Ebene, die notwendig ist. Sie benutzen eine Vielfalt von Erziehungsmethoden. Sie ermutigen gutes Verhalten durch Beispiele. Sie disziplinieren das Kind aus Liebe und mit dem Wohl des Kindes im Sinn. Sie erkennen die Grenzen der Züchtigung an.
  • Die wichtigste Form der Erziehung ist das Hinweisen auf den Herrn und sein Wort.
    •  6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, 7 und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; 8 und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; 9 und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. (5. Mose 6:6-9)
          Die Beziehung von Kindern und Eltern ist von gegenseitiger Verantwortung geprägt. Kinder               haben  die Verantwortung, ihre Eltern zu lieben und ihnen zu gehorchen. Eltern haben die                   Verantwortung,  ihre Kinder zu lieben und sie zu erziehen.
5 Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; 6 nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun; 7 dient mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen, 8 da ihr wißt: Was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier. 9 Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegenüber und laßt das Drohen, da ihr wißt, daß auch euer eigener Herr im Himmel ist und daß es bei ihm kein Ansehen der Person gibt. (Epheser 6:5-9)
  • Sehr ähnlich zu den Beziehungen in der Familie sind die Beziehungen auf der Arbeit durch gegenseitiger Verantwortung aufgebaut.
  • Arbeitnehmer (Studenten) haben die Pflicht, sich an die Regeln im Betrieb zu halten, ihren Aufgaben zu erfüllen und letztlich ein Bild für die Gemeinde und Christus zu sein.
  • Der Wille des Arbeitgebers ist, wenn er nicht zur Sünde verführt, der Wille Gottes, der freudig getan werden soll.
  • Gott vermittelt seine Autorität über mein Leben unter anderem durch die Ehe, die Familie und die Arbeit.
  • Gehorsam wird einen großen Lohn von Gott empfangen.
  • Arbeitnehmer sollen ihre Angestellten wohlwollend und fair behandeln. 

    • 1 Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist, da ihr wißt, daß auch ihr einen Herrn im Himmel habt! (Kolosser 4:1)
  • Letztlich werden sich alle vor Gott verantworten müssen (2. Korinther 5:10).
  • Ein guter Ehemann, ein gutes Elternteil und ein guter Arbeitnehmer kann man nur durch die Kraft des Heiligen Geistes sein.

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