2. Timotheus 1:6-12 – Entfache die Gabe



Öl ins Feuer gießen (Verse 6-8)
6 Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes wieder anzufachen, die durch Auflegung meiner Hände in dir ist;
·     Timotheus hatte von Gott eine Gnadengabe des Predigens, Lehrens und Evangelisierens erhalten.
o    10 Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. (1. Petrus 4:10)

·     Er hatte aber scheinbar aufgehört, diese Gabe zu entwickeln und einzusetzen. Er hatte sich von den Widerständen entmutigen lassen.
·     Paulus möchte, daß Timotheus wieder neu das Feuer in seinem Herzen entzündet und seine Gabe im Dienst des Reiches Gottes einsetzt.

7 denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.
·     Timotheus fürchtete womöglich vor der römischen Verfolgung, vor dem Widerstand in seiner eigenen Gemeinde oder vor den falschen Lehrern, die von außen die Gemeinde angriffen.
·     Gott hat aber seinen Heiligen Geist in uns gegeben und rüstet damit die Gläubigen mit allen aus, was sie zum treuen Dienst brauchen.
·     Gott wirkt mit mächtiger Kraft in uns.
o    Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt. (Epheser 3:20)

·     Er erfüllt uns mit übernatürlicher Liebe.
o    Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Römer 5:5)

·     Er bewirkt in uns einen beständigen Charakter.
o    23 Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. 24 Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegenbleiben; denn der HERR stützt seine Hand. (Psalm 37:23,24)

8 So schäme dich nun nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, auch nicht meinetwegen, der ich sein Gefangener bin; sondern leide mit uns für das Evangelium in der Kraft Gottes.
·     Timotheus sollte sich nicht für das Evangelium schämen und auch nicht für Paulus, der es verkündigte und dafür gefangen genommen wurde.
·     Er sollte bereit sein, für das Evangelium Leiden auf sich zu nehmen.
·     Gott würde die Kraft dafür schenken.
o    Mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden. (Kolosser 1:11)

Kraft aus dem Evangelium (Verse 9-10)
9 Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde,
·     Unsere Rettung kommt von Gott. Er hat sie vor Anbeginn der Welt an beschlossen.
·     Er hat uns schon vor Beginn der Welt zum Heil erwählt und uns in Christus Jesus Gnade gegeben.
o    13 Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, 14 wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt. (2. Thessalonicher 2:13,14)

·     Dieser Vorsatz war unabhängig unserer Werke oder eines Glaubens, den Gott vorhergesehen hat.
·     Aufgrund dieser Erwählung hat uns Gott mit einem heiligen Ruf zu sich gerufen und uns rettenden Glauben geschenkt.
o    Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. (Römer 8:30)

·     Diese reißfeste Kette der Erwählung soll dem gläubigen Timotheus eine felsenfeste Grundlage der Zuversicht geben. Er ist errettet. Dieses Heil ist ewig und kann auf keinerlei Weise mehr von ihm weggenommen werden.

10 die jetzt aber offenbar geworden ist durch die Erscheinung unseres Retters Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,
·     Die ewige Gnade und der ewige Vorsatz Gottes sind sichtbar geworden durch das Kommen des Messias. Gott hat seine Versprechen wahr gemacht.
·     Jesus hat unseren größten Feind, den Tod, besiegt. Wir brauchen vor nichts anderem mehr Angst zu haben.
o    14 Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, 15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. (Hebräer 2:14,15)

·     Jesus hat uns schon das wichtigste Gut vermacht, was wir uns jemals wünschen könnten, das ewige Leben. Unsere Widersacher können uns nichts von Wert mehr nehmen.
o    Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. (1. Johannes 5:13)

Das Vorbild des Paulus (Verse 11-12)
11 für das ich als Verkündiger und Apostel und Lehrer der Heiden eingesetzt worden bin.
·     Paulus hatte ähnlich wie Timotheus Gaben und eine Berufung von Gott erhalten. Er sollte ein Verkündiger, Apostel und Lehrer des Evangeliums sein.
·     Auch Paulus stand aufgrund der Widrigkeiten und Drangsale in der Gefahr, an Christus und seinem Dienst für Christus zu verzweifeln und seine Gnadengabe verkümmern zu lassen.
o    Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, daß wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über unser Vermögen hinaus, so daß wir selbst am Leben verzweifelten. (2. Korinther 1:8)

12 Aus diesem Grund erleide ich dies auch; aber ich schäme mich nicht. Denn ich weiß, an wen ich glaube, und ich bin überzeugt, daß er mächtig ist, das mir anvertraute Gut zu bewahren bis zu jenem Tag.
·     Die feste Gewißheit seiner Berufung half Paulus in schwierigen Zeiten auszuhalten.
·     Er schämte sich nicht des Evangeliums, weil er einen festen Glauben an Gott hatte.
o    Darum seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, daß es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist. (Apostelgeschichte 27:25).

·     Paulus wußte, daß sein Heil niemals gefährdet sein würde. Nichts konnte ihn mehr von Gott trennen. Jesus würde den Sieg schenken und ihn im Glauben bewahren.
o    37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Römer 8:37-39)

·     Paulus verstand das ewige Leben und das Evangelium, welches er erkennen durfte, als ein anvertrautes Gut, für das er als Haushalter Rechenschaft würde geben müssen.

o    Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen. (Römer 14:10)

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