Werktagsgottesdienst – Die Kraftquelle der Ehe

Prediger: Stefan Beyer

Datum: 28.08.2014

Text: Epheser 5,21-33

  • Die Ehe ist ein großes Geheimnis (megamysterion, Epheser 5:32).
  • Sie ist ein Bild für das Evangelium.
  • Gegenseitige Erfüllung durch gegenseitiges Opfer.
  • Das Evangelium hilft uns, die Ehe zu verstehen, und umgekehrt.
 
“Ordnet euch einander unter; so ehrt ihr Christus.” (Epheser 5:21)
 
Laßt euch von Gottes Geist erfüllen
  • Vers 21 ist der letzte Teilsatz des vom Geist erfüllten Lebens.
  • Nur wer gelernt hat, anderen in der Kraft des Heiligen Geistes zu dienen, ist in der Lage, den Herausforderungen der Ehe zu begegnen.
  • Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit (Johannes 14:17,26; 16:14).
  • Der Dienst des Heiligen Geistes besteht darin, daß er uns Wahrheiten über Jesus aufschließt und ins Herz schreibt – so sehr, daß sie uns in unserem Innersten trösten, stärken und verändern.
  • In einer funktionierenden Ehe treffen nicht zwei Vakueen aufeinander, sondern zwei Menschen, die mit Gott verbunden und mit dem Heiligen Geist erfüllt sind.
Einander unterordnen
  • Beide Partner sind aufgerufen, dem anderen aufopferungsvoll zu dienen (Philipper 2:3,4).
  • Entweder ich diene dem Ehepartner mit Freuden, in frostiger Stimmung und widerwillig oder ich beharre auf dem, was ich will.
  • Sich auch dienen lassen können (Gnade annehmen).
Das Problem der Ichbezogenheit
  • Liebe ist das Gegenteil von Ichbezogenheit (1. Korinther 13:4,5).
  • Der Partner reagiert auf Ichbezogenheit mit Ichbezogenheit.
  • Die “Ökonomie der Liebe”: Ich muß bei Gott auftanken, bevor ich in der Ehe geben kann.
  • Die Freude, die aus dem Freude-Machen kommt.
  • Das Leben verlieren, um es zu erhalten (Matthäus 16:25).
  • Die Gemeinschaft der Dreieinigkeit wird in der Ehebeziehung wiedergespiegelt (Johannes 17).
  • Eheprobleme fangen oft mit Ichbezogenheit an.
  • Paulus benutzt immer wieder das Bild eines Soldaten, der seine Recht aufgibt.
  • Grundregel: Bevor ich etwas wirklich besitzen kann, muss ich es zuerst abgeben. Hingabe und Dienst kommt vor Erfüllung und Glück.
Die Wunden, die wir mitbringen
  • Verletzungsgeschichte
  • Kälte und Gefühllosigkeit der Eltern.
  • Verwundete Menschen leiden an Selbstzweifeln, Schuldgefühlen, Bitterkeit und Enttäuschung. Sie haben es schwer, dem anderen Geschlecht zu vertrauen, und gleichzeitig tiefe Zweifel an der eigenen Urteilskraft und Charakterfestigkeit.
  • Verletzungen lassen uns mit uns selber beschäftigt sein.
  • Unsere Kultur sagt: Denk an dich selber.
  • Christus sagt: Die Verletzungen haben die Ichbezogenheit nur vertieft. Die Wurzel ist die Sünde im Herzen.
Der eigenen Ichbezogenheit ins Auge sehen
  • “Und Christus ist deshalb für alle gestorben, damit alle, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für Christus, der für sie gestorben und auferstanden ist.” (2. Korinther 5:15)
  • Unsere Verletzungen lassen uns unseren eigenen Egoismus kleinreden.
  • Wenn beide so denken, gibt es entweder Krieg oder einen unschönen Waffenstillstand.
  • Ich ändere mich nicht, dafür brauchst du dich auch nicht zu ändern (Kuhhandel).
  • Stattdessen: “Ich werde ab jetzt meine Ichbezogenheit als das größte Problem für unsere Ehe betrachten.”
Veränderung fängt immer bei einem selbst an
  • Wenn einer anfängt, läßt sich der andere oft inspirieren. Und selbst wenn nicht, ist es immer noch besser, als wenn keiner etwas macht.
  • Das traditionelle Modell: Geschlechterrollen, aber beide bleiben ichbezogen
  • Das moderne Modell: keine Geschlechterrollen und beide sind ichbezogen
  • Selbstlosigkeit: Ich denke nicht höher und niedriger von mir, sondern weniger an mich.
  • Die Begeisterung über das Evangelium befreit zu selbstloser Liebe.
Die Furcht Christi
  • “Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.” (Epheser 5:21)
  • Furcht bedeutet in der Bibel, daß man von etwas oder jemand überwältigt und ergriffen ist (Psalm 130:4).
  • Was mich vor Gott wertvoll macht, ist Jesus, und nicht diese Dinge.
  • Gott gießt seine Liebe in unsere Herzen (Römer 5:1,5).
  • Wenn ich von meiner Ehe erwarte, daß sie die innere Leere füllt, die der leere Platz Gottes in meinem Herzen hinterlassen hat, bin ich unfähig, meinem Partner zu dienen.
In der Furcht des Herrn wachsen
  • Das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist und die Furcht des Herrn sind letztlich das Gleiche.
  • Die staunende Freude über das Opfer und die Liebe Christi ist die Motivation hinter allen neutestamentlichen Aufrufen.
  • Wie würden wir leben, wenn wir in unseren Lebenssituationen instinktiv und wie von selber wüßten, wie Jesus sie sieht und über sie denkt?
  • Jahre des Nachdenkens, des disziplinierten Gebets und des Bibelstudiums. Gespräche mit Freunden, von Gottes Kraft erfüllte Gottesdienste.
Lehm oder Kiesel?
  • Es ist möglich, bis über beide Ohren in jemanden verliebt zu sein, und in Wirklichkeit zieht es mich nur zu jemanden hin, der meine Bedürfnisse, innere Unsicherheit und Selbstzweifel stillen kann.
  • In so einer Beziehung werde ich nicht dienen und geben, sondern verlangen und kontrollieren.
  • Hinwendung zu Jesus: “Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.” (1. Johannes 4:19)
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