Werktagsgottesdienst – Rolle von Mann und Frau (Epheser 5)


Themen im Epheserbrief
  • Wir sind Teil einer größeren Geschichte:
    • Gott hat uns vor Beginn erwählt, um an uns seine Gnade zu verherrlichen (Kapitel 1).
    • Gott hat uns aus einer sündigen Welt herausgerettet, um uns in seinem Reich zu gebrauchen und seine Liebe über uns auszuschütten (Kapitel 2).
    • Gott erfüllt durch uns seinen Heilsplan, daß Juden und Nichtjuden in Christus eins werden (Kapitel 3).
    • Gott möchte nun, daß wir die die Lebensweise der Gottlosen ablegen und aus den Gaben des Heiligen Geistes leben (Kapitel 4).
    • Gott möchte, daß wir in seiner Liebe und in seinem Licht wandeln (Kapitel 5).
    • Die Ehe ist ein Bild für Christus und die Gemeinde (Kapitel 5:32).
  • Ein wiederkehrender Gedanke: Wir sollen nicht mehr so wie die Gottlosen leben (Kapitel 2:2,3,10; 4:1,17,22-32; 5:1-20). Wir können uns als in unseren Ehen nicht an dem Muster der Welt orientieren.
  • Paulus ordnet die Beziehung eines Christen zu seinem Ehepartner, seiner Familie und seiner Arbeit (Kapitel 5:21-6:9). Keine der Ordnungen ist auf das 1. Jahrhundert beschränkt, sondern für alle Zeiten gültig.
  • Wir leben in einer Situation der Anfechtung (Kapitel 6:10-20). Auch die Ehe wird immer wieder angefochten.

21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!
  • Wir sollen die Bedürfnisse und Interessen anderer über unsere eigenen setzten (Herzenseinstellung 1; Philipper 2:3,4).
  • Das schließt aber nicht unterschiedliche Rollen aus, sondern die unterschiedlichen Rollen sind eine Erfüllung dieser Ermahnung.
22 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;
  • Ein starkes Wort (hypotasso), welches Gehorsam ausdrückt. Es wird von Jesus und seinen Eltern gebraucht (Lukas 2:51), den Bürgern gegenüber der Obrigkeit (Römer 13:1), alle Dinge gegenüber Jesus (1. Korinther 15:27), Christen gegenüber geistlichen Leiter (1. Korinther 16:16), Knechten gegenüber ihren Herren (Titus 2:9), unser Gehorsam gegenüber Gott (Hebräer 12:9; Jakobus 4:7).
  • Die Art des Gehorsams gegenüber dem Ehemann soll der Art gleichen, wie wir uns dem Herrn unterordnen und ihm gehorchen.
  • Hier werden Frauen direkt angesprochen. Es ist also nicht ein Befehl, den Männer immer wieder ihren Frauen geben sollten, sondern den Frauen selber aus der Bibel erfahren können.
23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.
  • Der Mann hat Autorität (kephale) über die Frau, wie Christus über die Gemeinde (vgl. Epheser 1:22).
  • Das Rollenverständnis entstammt für Paulus dem Wesen Gottes, nicht dem 1. Jahrhundert.
  • Die Autorität des Mannes soll zum Wohle der Frau dienen (2. Korinther 8:9).
  • Rechte sind Pflichten für den Mann.
24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.
  • Christus hat Liebe und Gehorsam miteinander verbunden (Johannes 14:21).
  • In allem heißt erstmal in allem. Ausgenommen der Sünde (Apostelgeschichte 4:19; Epheser 5:11).
  • Die Frauen sollen alle christlichen Tugenden erfüllen, aber ihre spezielle Tugend/Rolle gegenüber dem Ehemann ist die des Gehorsams.
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,
  • Die Männer sollen alle christlichen Tugenden erfüllen, aber ihre spezielle Tugend/Rolle gegenüber der Ehefrau ist die der Liebe.
  • Das Maß der Liebe ist die Liebe des Christus (Johannes 15:13).
26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,
  • Die Liebe des Christus dient zur Heiligung der Gemeinde. So soll auch die Liebe des Mannes zur Heiligung der Frauen dienen.
  • Ein Mittel zur Heiligung und Reinigung ist das Wort Gottes. Es sollte einen festen Platz im Leben der Familie haben.
27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.
28 Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
  • Das Maß der Liebe eines Mannes für seine Frau soll nicht nur das Beispiel von Jesus sein, sondern auch das Maß seiner Selbstliebe.
  • Worin gehen meine größten Kräfte und Energien, woraus beziehe ich die meiste Freude? Mit der selben Leidenschaft soll ich mich als Mann für meine Frau einsetzen.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.
  • Mit der gleichen Fürsorge, mit der wir für uns sorgen, sollen wir als Männer auch für unsere Frauen sorgen.
  • Welche Dinge leiste oder gönne ich mir? Bin ich bereit, das Gleiche und noch mehr meine Frau zu gewähren?
30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.
  • Jesus sorgt für uns, weil wir Glieder seines Leibes sind. Er sorgt für uns, weil er sich um sich selbst sorgt. Wir sind Teil seines Selbst geworden.
31 “Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein”.
  • Mann und Frau sind schon auf tiefster Ebene eins geworden. Das ist kein Gefühl, sondern ein Handeln Gottes.
  • Wir sind schon eins und sollen aus dieser Einheit heraus leben.
32 Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.
  • Die Beziehung von Mann und Frau spiegelt die Beziehung von Christus und der Gemeinde wieder (Einheit – Fürsorge – Unterordnung).
33 Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!
  • Zusammenfassung:
    • Christus ist das Vorbild (“doch auch ihr”).
    • Wir sollen unsere Frauen mit dem selben Eifer und dem selben Einsatz lieben, wie uns selbst.
    • Für die Frau ist die Furcht und der Respekt Gottes ein Maß für den Respekt und Gehorsam gegenüber dem eigenen Ehemann.

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