SGBS – Anbetung: Gott verändert

Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Johannes 4:23
  • Menschen beten an.
  • Was ist Anbetung?
    • Die Dreieinigkeit gießt sich beständig in Kommunikation, Liebe, Freundschaft und Freude zueinander aus.
    • Menschen, die in Gottes Bild geschaffen sind, sind beständige Anbeter, die sich ausgießen.
    • Anbetung ist das Wesen unseres Daseins als Gottes Ebenbild.
    • Jeder betet zu jeder Zeit an.
    • Anbetung ist das kontinuierliche Ausgießen von allem was ich bin, allem was ich tue und allem was ich jemals werden kann im Licht eines ausgewählten Gottes.
    • Durch ihn laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen! 

      Wohlzutun und mitzuteilen vergeßt nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl! 
      Gehorcht euren Führern und fügt euch ihnen; denn sie wachen über eure Seelen als solche, die einmal Rechenschaft ablegen werden, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch! (Hebräer 13:15-17)
    • Anbetung schließt Lob, Verkündigung (Lippen, die seinen Namen bekennen), Dienst (Gutes tun als Demonstration des Evangeliums vor der Welt), Teilen (mit anderen als Demonstration der Gnade vor der Welt), Opfer (das Geben von Zeit, Talenten und Besitz) und Unterordnung (das Respektieren von geistlichen Leitern, die Gott über uns gestellt hat, damit wir in Weisheit und Heiligkeit wachsen können) ein.
    • Ehrt unsere Anbetung Gott oder entehrt sie ihn:
      • Wen oder was lobst du am leidenschaftlichsten und öftesten?
      • Wie oft und wie klar bekennst du Jesus Christus in den Worten die du sprichst, schreibst und singst?
      • Bist du jemand, der anderen mit Freunde dient als Antwort auf Gott, der dir so treu dient? Oder bist du jemand, der lieber bedient wird, als selbst zu dienen? Dienst du auch, wenn es unbequem oder unbemerkt ist, oder selbst wenn du unmotiviert bist?
      • Bist du ein aktiver Teilnehmer am Leben deiner Gemeinde und Gesellschaft? Gibst du deine Zeit, dein Talent und deinen Besitz, um Gottes Liebe mit andere auf greifbare Weise zu teilen?
      • Für wen oder was opferst du deine Zeit, deine Gesundheit, deine Gefühle, dein Geld und deine Energie? Was offenbaren diese Handlungen der Anbetung über das, was du entschieden hast in deinem Leben zu einem Gott zu machen?
      • Ordnest du dich göttlicher Autorität unter oder tendierst du dazu, göttliche Autorität zu ignorieren oder dagegen zu rebellieren (z.B. den Eltern, Lehrern, Pastoren oder Vorgesetzten)?
  • Was ist Götzendienst?
    • Christen werden definiert durch den Gott, den sie anbeten.
    • Anbetung ist ein biblisch treues Verständnis von Gott verbunden mit einer biblisch treuen Antwort auf ihn.
    • Götzendienst ist ein biblisch untreues Verständnis von Gott und/oder eine biblisch untreue Antwort auf ihn.
    • Götzendienst ist das Abwenden von Gott und das Hinwenden zum Selbst.
    • Sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! (Römer 1:25)
    • Anbetung basiert auf einer Zweiteilung von Schöpfer und Geschöpf. Das Geschöpf dient dem Schöpfer.
    • Götzendienst basiert auf einer Einheit von Schöpfer und Geschöpf (Monismus). Auf materialistischer Ebene wird diese Sicht zum Atheismus, geistlich zum New Age / Esoterik.
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Gott dem Schöpfer und der Schöpfung (Pantheismus).
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Gott und der Menschheit (Arroganz).
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Gut und Böse.
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Menschen und Tieren.
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Menschheit und Schöpfung (Anbetung der Natur).
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen.
      • Es gibt keine Unterscheidung zwischen den Religionen.
  • Wie schadet Götzendienst Individuen und Gesellschaften?
    • Sünde ist nicht nur das tun von etwas Schlechtem, sondern auch das Verwandeln von etwas Gutem in etwas Ultimatives.
    • Alles, worauf wir unsere Identität und Wert aufbauen, wird vergöttlicht. Es bestimmt, was wir schätzen und wofür wir leben.
    • Aber diese Götzen zerbrechen unter der Last, unser Gott zu sein.
    • Götzen führen zu Angst vor dem Verlieren und zu Süchten der Aufrechterhaltung.
    • Wenn wir etwas vergöttern, fangen wir an, das Gegenteil zu verteufeln.
  • Was wird von gemeinsamen Gottesdienst verlangt?
    • Gott Volk versammelt sich, weil der Heilige Geist ein tiefes Verlangen gibt, Gott gemeinsam anzubeten.
    • Wir wollen Gottes Volk sehen, von Gottes Wirken hören, einander dienen and Teil von etwas Größerem sein.
    • Gott muß so angebetet werden, wie er es sich wünscht, nicht wie wir wünschen. Gott bestraft die Menschen, die ihn äußerlich mit falschen Formen anbeten (3. Mose 10:1,2) oder innerlich mit einem sündigen Herzen (Jesaja 1:11-17).
    • Anbetung schließt Dienst ein (Gottesdienst) und Verbeugung (Verehrung).
    • Anbetung geschieht permanent.
    • Und laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen. (Hebräer 10:24-25)
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll Gott-zentriert sein (Matthäus 4:8-10).
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll verständlich sein (1. Korinther 14:1-12).
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll sensibel für Neulinge sein (1. Korinther 14:20-25).
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll nicht selbstsüchtig sein (1. Korinther 14:25).
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll geordnet sein (1. Korinther 14:40).
      • Gemeinsamer Gottesdienst soll missional sein (1. Korinther 9:19-23).
    • Musik und Kunst sind Ausdruck der Anbetung, sie führen nicht zur Anbetung.
    • Bestandteile von gemeinsamen Gottesdienst sind:
      • Predigt (2. Timotheus 4:2)
      • Taufe und Abendmahl (1. Korinther 11:17-34)
      • Gebet (1. Timotheus 2:1)
      • Schriftlesung (1. Timotheus 4:13)
      • Finanzielles Geben (2. Korinther 8-9)
      • Singen und Musik (Kolosser 3:16)
    • Es gibt keine feste Liturgie in der Bibel und auch keine aufgezeichnete Liturgie aus der Urgemeinde.
  • Wie werden wir zu dem, was wir anbeten?
    • Was Menschen verehren werden sie ähneln.
    • Die Israeliten beteten das Kalb an und wurde selber hartnäckig (2. Mose 32:9; 33:3,5; 34:9).
    • Israel zur Zeit Jesu betete ihr Religion und ihre Tradition an.
    • In der Apostelgeschichte beteten die Juden den Tempel an.
    • Auch heute beten Christen ihre Konfession, Gemeindehaus, Liturgie, Bibelübersetzung, Lobpreismusik, Pastor, theologisches System, Lieblingsautor oder Gemeindeprogramm an.
    • Weil Menschen ihren Götzen anhaften, wird Veränderung oft vehement bekämpft.
    • Es gibt Vergötterung von Wahrheit, Gaben und Moral.
    • 1. Korinther 10 beschreibt den Prozeß, wie wir immer ähnlicher zu unserem Götzen werden.
    • Götzendienst beeinflußt jede Beziehung, die wir haben, sowohl zu Christen als auch zu Nichtchristen.
    • Religiöser Götzendienst benutzt Gott, um Gesundheit, Wohlstand und Erfolg zu bekommen.
  • Wie steht die Wiedergeburt und Anbetung mit einander in Verbindung?
    • Wir brauchen nicht bloße Veränderung, sondern eine neue Natur.
    • Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! (Johannes 3:3)
    • Durch unsere erste Geburt sind wir physisch lebendig aber geistlich tot. Die zweite Geburt schenkt uns auch geistliches Leben.
    • Auch moralische Menschen müssen von Neuem geboren werden.
    • Wir brauchen nicht Religion, sondern neues Leben (Regeneration – Erneuerung, Titus 3:5).
    • Gottes Rettung ist sein Wirken am Kreuz und sein Wirken in uns durch den Heiligen Geist.
    • Neutestamentliche Bilder für die Wiedergeburt sind “Teilhaber an der göttlichen Natur” (2. Petrus 1:4), “neue Schöpfung” (2. Korinther 5:17), “neuer Mensch” (Epheser 2:15), “lebendig mit Christus” (Epheser 2:5) und “geschaffen in Christus Jesus” (Epheser 2:10).
    • Regeneration geschieht unwürdigen (böswürdigen) Sündern. Deshalb ist es ein Geschenk der Gnade.
    • Da hat er uns – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit – errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes. (Titus 3:5)
    • Regeneration ist ein Werk des Heiligen Geistes für uns (Johannes 3:5-8). Ohne können wir Gott nicht anbeten.
    • Ohne Regeneration ist kein ewiges Leben in Gottes Reich möglich (1. Korinther 2:6-16).
    • Die Regeneration wird begleitet von:
      • Der Gott der Bibel wird zum eigenen Herrn und ersetzt die Götzen (1. Johannes 5:18).
      • Menschen werden zu neuen Geschöpfen auf dem tiefsten Level ihres Wesens (2. Korinther 5:17).
      • Einer neuen Identität (Epheser 4:22-24).
      • Einem neuen Sinn, der die Schrift liebt und Gott immer mehr versteht (Römer 7:22).
      • Neuen Gefühlen, so daß man Gott liebt, andere Christen, Fremde und sogar die eigenen Feinde (1. Johannes 4:7).
      • Einem neuen Verlangen nach Heiligkeit, und das tiefste Verlangen ist nicht mehr nach Sünde und Torheit (Galater 5:16,17).
      • Einer neuen Gemeinschaft mit anderen Christen als Glieder der Gemeinde (1. Johannes 1:3).
      • Einer neuen Kraft, Gott zu folgen (Römer 8:4-13).
      • Einer neuen Freiheit, Sünde zu überwinden (Römer 6:6; 7:6).
      • Einem neuen Leben der Anbetung (Galater 5:19-23).
    • Habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt! (Psalm 37:4)
  • Wie verändert uns Anbetung?
    • Weil wir uns in die Sünde hinein anbeten, müssen wir uns aus ihr auch wieder heraus anbeten.
    • Buße ist das Abkehren von der Sünde und das Hinwenden zu Gott.
    • Nicht einen Freund oder einen Freundin anbeten, sondern Jesus.
    • Nicht andere Menschen fürchten, sondern den Herrn.
    • Nicht sich selbst richten, sondern das Gericht bzw. die Vergebung von Jesus annehmen.
    • Nicht Besitz zu unserem Gott machen, sondern davon loslassen und Jesus anbeten.
    • Nicht Bequemlichkeit anbeten, sondern Jesus.
    • Andere Menschen lieben, anstatt sie zu benutzen.
    • Das menschliche Herz ist eine Götzenfabrik. Johannes Calvin

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