SGBS – Gemeinde: Gott sendet

Christus liebte die Gemeinde und hat sich selbst für sie hingegeben. Epheser 5:25
  • Jesus versprach der kleinen Schar seiner Nachfolger: “Ich will meine Gemeinde bauen.”, Matthäus 16:18.
  • Nach seiner Auferstehung befahl Jesus der Gemeinde: “So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistesund lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.”, Matthäus 28:19-20.
  • Zu Pfingsten nahmen 3000 Menschen das Wort bereitwillig auf, ließen sich taufen und wurden der Gemeinde hinzugetan. “Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.”, Apostelgeschichte 2:41-42.
  • Was ist die Gemeinde?
    • Die Gemeinde ist kein heiliges Gebäude.
    • Die Gemeinde ist keine Eucharistiegesellschaft.
    • Die Gemeinde ist nicht die Moralpolizei einer Gesellschaft.
    • Die Gemeinde ist kein wöchentliches Treffen.
    • Die örtliche Gemeinde ist eine Gemeinschaft von wiedergeborenen Gläubigen, die Jesus Christus als Herrn bekennen. Im Gehorsam zur Heiligen Schrift organisieren sie sich unter qualifizierter Leitung, versammeln sich regelmäßig für Predigt und Anbetung, feiern die biblischen Sakramente Taufe und Abendmahl, sind vereint durch den Heiligen Geist, gezüchtigt für Heiligkeit, und schwärmen aus um den großen Befehl (Matthäus 22:37-39) und den großen Auftrag (Matthäus 28:19-20) als Missionare in der Welt zu Gottes Ehre und für ihre Freude zu erfüllen. Apostelgeschichte 2:42-47
  • Was sind die Merkmale der Gemeinde?
    • In der universellen Gemeinde sind alle Gläubigen aus allen Zeiten und Orten.
    • Örtliche Gemeinden sind kleinere Versammlungen der universellen Gemeinde, wo sich Christen als Volk Gottes versammeln.
    • Das Wort für Gemeinde im Neuen Testament (ekkelesia) bedeutet Zusammenkunft, Treffen, Versammlung.
    • 8 grundlegende Merkmale der Gemeinde aus Apostelgeschichte 2
      • Die Gemeinde besteht aus wiedergeborenen Gläubigen.
      • Die Gemeinde organisiert sich unter qualifizierter und fähiger Leitung.
      • Die Gemeinde trifft sich regelmäßig, um Gott Wort gepredigt zu hören und darauf in Anbetung zu antworten. Anbetung ist:
        • Lobpreis und Verkündigung der Größe Gottes und seiner großen Taten
        • Gehorsam und Dienst im Einklang mit der Heiligen Schrift
        • Teilnahme am göttlichen Leben und der göttlichen Mission
        • proskuneo (Niederfallen) und leitourgeo (Dienst)
      • In der Gemeinde werden regelmäßig die biblischen Sakramente Taufe und Abendmahl als sichtbare Zeichen des Evangeliums gefeiert.
      • Die Gemeinde ist vereint durch das Bekenntnis und das gemeinsame Leben mit Christus durch den Heiligen Geist.
        • theologische Einheit (feste und offene Themen)
        • relationale Einheit (Liebe für einander)
        • philosophische Einheit (Gemeindekultur)
        • missionale Einheit (das Ziel der Gemeinde)
        • organisatorische Einheit (Satzung)
      • Die Gemeinde wird zur Heiligkeit gezüchtigt. Das Herz von Züchtigung ist Jüngerschaft. Die Leiter benutzen das Wort Gottes um zu lehren, zurechtzuweisen, zu trainieren und auszurüsten. Wenn ein Gläubiger sündigt, ist er aufgerufen, seine Sünde zu bekennen und umzukehren. Wenn jemand nicht umkehrt, muß die Gemeinde und ihre Leiter auf liebevolle Weise Gemeindezucht anwenden mit der Hoffung, daß der Sünder zur Umkehr und zur Erneuerung seiner Beziehung zu Gott und seinem Volk geführt wird.
      • Die Gemeinde gehorcht dem großen Befehl zu lieben.
        • Zuerst sollen wir Gott lieben (Matthäus 22:39).
        • Zweitens sollen wir unsere Familie lieben (Epheser 5:25).
        • Drittens sollen wir uns auf ehrbare und respektvolle Art verhalten, daß unsere Gemeindeleiter Freude daran finden, uns zu führen. Das ist ein praktischer Weg, sie zu lieben (Hebräer 13:17).
        • Viertens sollen wir andere Christen lieben (1. Johannes 3:14).
        • Fünftens sollen wir unseren Nächsten lieben, auch wenn er eine schwierige Person ist (Lukas 10:30-37).
        • Sechstens sollen wir Fremde lieben (Hebräer 13:2).
        • Siebtens sollen wir sogar unsere Feinde lieben (Matthäus 5:43-45).
      • Die Gemeinde gehorcht dem großen Auftrag zu evangelisieren und Jünger zu machen.
    • Es muß immer zwischen Prinzip und Methode unterschieden werden. Diese acht Prinzipien sind in jeder Kultur und zu jeder Zeit gleich. Aber zeitgemäße Methoden müssen sich an die jeweilige Kultur anpassen. Das ist das Wesen einer missionalen Gemeinde die ihren Dienst kontextualisiert.
    • Denn obwohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um desto mehr Menschen zu gewinnen.Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz, damit ich die unter dem Gesetz gewinne;denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz — obwohl ich vor Gott nicht ohne Gesetz bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen —, damit ich die gewinne, die ohne Gesetz sind.Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben. 1. Korinter 9:19-23
  • Was ist die Beziehung von Jesus zur Gemeinde?
    • Jesus war ein himmlischer Missionar, der auf die Erde kam, um in der Kraft des Heiligen Geist das Evangelium zu verkünden (Johannes 20:21).
    • Wir sollen weder synkretistische Liberale noch separatistische Fundamentalisten sein, sondern Jesus und seinen Dienst nachahmen.
    • Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Johannes 17:18
    • Als Gemeinde sind wir wie Jesus geisterfüllt und geistgeleitet (Lukas 3:21-22; Apostelgeschichte 2:1-4), um befähigt zu sein, die Mission Jesu in dieser Welt fortzusetzen.
    • Aber Jesus allein bleibt:
      • Das Haupt der Gemeinde (Epheser 1:22).
      • Der Apostel, der eine Gemeinde gründet (Hebräer 3:1).
      • Der Leiter, der die Gemeinde baut (Matthäus 16:18).
      • Der oberste Hirte, der die Gemeinde führt (1. Petrus 5:4).
      • Gegenwärtig bei seiner Gemeinde (Matthäus 28:20).
      • Der Richter der Gemeinde (Offenbarung 2:5).
  • Was ist das Evangelium der Gemeinde (Apostelgeschichte 2)?
    • Offenbarung: Was Gott getan hat
    • Antwort: Was wir tun müssen
    • Folgen: Was Gott schenkt
  • Wer leitet eine Gemeinde?
    • Jesus ist der oberste Hirte einer Gemeinde.
    • Es gibt drei Ämter in einer Gemeinde: Älteste/Pastoren – Diakone – Gemeindemitglieder.
    • Ein Amt ist eine Position von Verantwortung und Autorität, etwas Anvertrautes oder eine Pflicht, die von der Gemeinde einer Person für das gemeinsame Wohl zugewiesen wird.
    • Das Amt eines Ältesten/Pastor ist das höchste Amt in einer örtlichen Gemeinde mit der Verantwortung, die lehrmäßige und geistliche Gesundheit einer Gemeinde aufzusehen.
      • Die Aufgaben eines Ältesten beeinhalten pastorale Fürsorge (Zurüstung der Christen für den Dienst und Aufsehen der Gemeinde, Apostelgeschichte 20:28; Epheser 4:11-16) und das Leiten und Schützen der Lehre der Gemeinde (einschließlich der Predigt des Wortes wenn die Gemeinde sich versammelt, 1. Timotheus 5:17).
      • Die Ältesten bilden die Leitung einer Gemeinde und führen sie in Bezug auf geistliche Gesundheit, Ressourcen und Lehre. Sie sollen die Gemeinde aber nicht beherrschen, sondern ihr dienen (Matthäus 20:25-28).
      • Bedingungen, um Ältester zu sein sind (1. Timotheus 3:1-7):
        • ein gottesfürchtiger Christ, der treu Jesus nachfolgt
        • ein gottesfürchtiger Ehemann (falls verheiratet)
        • ein gottesfürchtiger Vater
        • ein gottesfürchtiger Mann in allen anderen Bereichen seines Lebens
      • Wir vertreten ein komplementäres Rollenverständnis in der Gemeinde. Nur qualifizierte Männer dürfen Älteste und Pastoren sein. Frauen sind aber aufgerufen, ihre geistlichen und natürlichen Gaben in vollem Maße einzusetzen, so wie alle andere nicht-Älteste in der Gemeinde.
      • Obwohl die Bibel von einem Leiter innerhalb der Ältesten spricht, ist er doch nur der erste unter gleichen und selbst Rechenschaft pflichtig gegenüber den anderen Ältesten (1. Petrus 5:1).
    • Das griechische Wort für Diakon bedeutet Diener. Die Anforderung für Diakone sind in 1. Timotheus 3:8-13 aufgeführt und ähneln denen der Ältesten, ausgenommen der Predigt- und Lehrfähigkeiten. Diakone können sowohl Männer als auch Frauen sein (1. Timotheus 3:11; Römer 16:1). Diakone unterstützen die Arbeit der Ältesten, sind aber unter der Leiterschaft der Ältesten (1. Timtheus 3:8,12).
  • Was ist Gemeindemitgliedschaft?
    • Wir sind ein Leib und Teil des Haushaltes Gottes (1. Korinther 12:12-27).
    • Gemeindemitgliedschaft ist eine Verpflichtung des Mitgliedes gegenüber der Gemeinde und umgekehrt.
    • Das Gemeindemitglied verpflichtet sich, seine Ressourcen in der Gemeinde einzubringen, in ihr zu dienen und ein gottesfürchtiges Leben zu führen.
    • Die Gemeinde verpflichtet sich dazu, das Mitglied zu stärken, auszurüsten, zu ermutigen und zu trösten.
    • Um Mitglied zu werden, muß man getauft sein und einen Mitgliedskurs durchlaufen haben, der die Lehre, Organisation und Dienstphilosophie der Gemeinde erklärt.
    • Obwohl nur Gemeindemitglieder Kernbereiche der Gemeinde aufsehen dürfen, sind Nichtmitglieder bei vielen Gelegenheiten eingeladen, in der Gemeinde als Anknüpfungspunt für das Evangelium zu dienen.
  • Warum ist Predigt wichtig?
    • Gott schuf die Welt durch die Predigt. Er predigte zu Adam. Dann predigte auch der Teufel und verdrehte das Wort Gottes. Er predigt bis heute durch falsche Propheten und Lehrer.
    • Der Dienst Jesu beeinhaltete Heilungen und praktischen Dienst, aber er begann und konzentrierte sich auf das Predigen (Matthäus 4:17,23; 9:35; 11:1,5).
    • Als Jesus die 12 aussandte, sollten sie die Botschaft des Reiches verkündigen (Matthäus 10:7).
    • Die Predigt des Petrus war die erste Aktivität der neuen Gemeinde (Apostelgeschichte 2:14-36). Der Rest der Apostelgeschichte gibt den Lehr- und Predigtdienst der Apostel wieder. Andere Dienste der Gemeinde unterstützen den Predigtdienst.
    • Wir sollen das Wort Gottes predigen, nicht nur gute Ratschläge geben (1. Thessalonicher 2:13), Menschen werden dadurch gerettet und zur Reife geführt (1. Thessalonicher 1:5), die Kraft der Predigt kommt nicht durch schöne Worte, sondern durch den Heiligen Geist (1. Korinther 1:17-2:7), Predigt erzeugt Glauben (1. Korinther 2:4-5) und ist geistliche Nahrung für die Gemeinde (1. Petrus 2:2).
    • Paulus warnte vor einer Zeit, wenn Menschen die Predigt nicht tolerieren werden (2. Timotheus 4:3-4).
  • Was sind Taufe und Abendmahl?
    • Taufe und Abendmahl sind sichtbare Zeichen des Evangeliums.
    • Sie werden Sakramente genannt, weil sie sichtbare Symbole von unsichtbaren Realitäten sind.
    • Taufe ist nur für gläubige Christen (Römer 6:1-10). Sie werden im Wasser eingetaucht, um den Tod und die Auferstehung Jesu für ihre Sünden wiederzuspiegeln. Taufe geschah unmittelbar nach der Bekehrung (Apostelgeschichte 2:38-41).
    • Das Abendmahl spiegelt den Tod Jesu für unsere Sünden wieder, ruft uns zur Abtötung unserer Sünde auf, zeigt die Einheit der Gemeinde um die Person und das Werk Jesu und nimmt unsere Teilnahme am Hochzeitsmahl des Lammes vorweg.
    • In der Predigt wird das Evangelium verkündigt, in den Sakramenten gesehen und in der Gemeindezucht verteidigt.
  • Was ist Gemeindezucht?
    • Gemeindezucht ist formativ (Jüngerschaft) und restorativ (Zurechtweisung).
    • Jeder Christ ist ein Sünder. Wenn er aber sündigt sollte er von seiner Sünde durch den Heiligen Geist und die Gemeinde überführt werden, seine Sünde gegenüber Gott und anderen Menschen bekennen und Buße tun, das heißt von seiner Sünde umkehren. Danach sollte er möglichen Schaden erstatten und eine Versöhnung einleiten.
    • Gemeindezucht tritt ein, wenn jemand nicht zu diesem Prozeß bereitet ist oder wenn:
      • ein Christ gegen einen anderen Christen sündigt und nicht darüber hinweggesehen werden kann (Matthäus 18:15-22)
      • ein bekennender Christ in Sünde lebt und keine Buße tut (1. Korinther 5)
      • ein Christ fortwährend Gott lästert (1. Timotheus 1:18-20)
      • jemand falsche Lehre ermutigt oder verbreitet (Galater 1:6-9)
      • ein Christ beständig über Lehre diskutiert (2. Timotheus 2:14-26)
      • ein Christ nur falschen Lehrern zuhört (2. Timotheus 4:1-5)
      • ein Christ aufrichtig aber fehlgeleitet ist (2. Korinther 11:3-4)
      • ein Lehrer moralischen oder lehrmäßigen Fehler begeht (Jakobus 3:1)
      • ein Ältester moralische Sünde oder lehrmäßigen Fehler begeht (1. Timotheus 5:19-21)
      • ein Christ sich selbst zu Leiterschaft erwählt (3. Johannes 9-10)
      • ein Christ Spaltungen hervorruft (Titus 3:10-11)
      • ein Christ sich überall einmischt (2. Thessalonicher 3:6,11)
      • ein Christ Gesetzlichkeit verbreitet (Galater 5:7-15)
      • ein Christ sich weigert, zivile Gesetze zu befolgen (Römer 13:1-7)
    • 5 Schritte sollte bei Gemeindezucht angewandt werden:
      • Berücksichtige die Straftat (zivil in der Gemeinde, strafrechtlich bei der Polizei)
      • Wichte das Vergehen (übersehen oder nicht)
      • Ermahne (persönlich)
      • Weise zurecht (zu zweit oder zu dritt, dann über die Gemeinde)
      • Trenne dich
    • Das Ziel ist immer die Umkehr und Versöhnung des Sünders mit Gott und der Gemeinde (Römer 12:8).
  • Wieso sollte Christen einer Gemeinde beitreten?
    • Erlösung bedeutet Vergebung und eines neues Leben in einer Gemeinschaft von Gläubigen.
    • Jesu Nachfolger werden als Volk Gottes bezeichnet, die zusammen bleiben sollen (eine Herde (Johannes 10:11-16), ein Leib (1. Korinther 12:12-30), eine Familie (Galater 6:10) und ein Haushalt (Epheser 2:19-22).
    • Echte Jünger verpflichten sich gegenüber einer Gemeinde, weil sie wissen, daß sie Hilfe brauchen, um Jesus nachzufolgen.
    • Die Lieblingsmethaper von Paulus für die Gemeinde ist ein Leib (1. Korinther 12).
    • Jünger wissen, daß sie für den Dienst ausgerüstet werden müssen (Epheser 4:12-16).
    • Wir brauchen andere, um nicht den Betrug der Sünde zu verfallen (Hebräer 3:13).
    • Jünger Jesu wollen Jesus nachfolgen und es riskieren, andere tief zu lieben.
    • Obwohl die Gemeinde unvollkommen ist, sollen wir sie stärken.
    • Wir sind im Bilde Gottes geschaffen, der in einer Gemeinschaft lebt (1. Mose 2.18).
    • Jesu Herz und Widmung zur Gemeinde sollte uns anspornen (Epheser 5:25).

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