SGBS – Bild: Gott liebt

26 Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild… 27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 1. Mose 1:26,27
  • Was bedeutet es, Mensch zu sein? Was unterscheidet uns von unserem Schöpfer und von der restlichen Schöpfung?
  • Die biblische Sicht: Gott rettet uns zu seiner Ehre, macht uns teil seiner Gemeinde, damit wir in Heiligkeit wachsen, durch seine Gnade.
  • Die heutige, weltliche Sicht: Wir retten uns selbst, indem wir uns selbst lieben und anzunehmen lernen und dem Rat der Psychologen folgen. Das Ziel ist nicht Gottes Ehre, sondern das Erreichen unseres Potentials, das Erleben unsere Größe, das Leben für uns selbst.
  • Die Religion der meisten Christen und Nichtchristen im Westen ist moralistischer (wir sind gute Menschen, die besser werden können, nicht Sünder, die einen Retter brauchen), therapeutischer (Beratung und Therapie, nicht Gott und die Gemeinde verändert uns) Deismus (Gott ist nicht wirklich involviert in unserem Leben).
  • Was offenbart die Bibel über den Ursprung des menschlichen Lebens?
    • Wir sind durch die Dreieinigkeit geschaffen (1. Mose 1:26). Theologisch sollen wir in einer Beziehung mit Gott leben. Psychologisch sollen wir in einer Beziehung mit uns selbst leben und erkennen, wer Gott möchte, daß wir sind. Sozial sollen wir in einer Beziehung mit anderen Leben, einer Gemeinschaft. Und von der Umwelt aus gesehen sollen wir in Beziehung mit allem Leben, was Gott unter unsere Herrschaft gegeben hat, einschließlich den Tieren.
    • Wir sind als Personen von einem persönlichen Gott geschaffen (1. Mose 2:7).
    • Gott schuf die Menschen ursprünglich ohne Sünde (1. Mose 1:31). Deshalb ist jede Sünde in der Verantwortung der Geschöpfe, nicht des Schöpfers.
    • Gott segnet uns (1. Mose 1:28). Gott ist ein freudiger Geber.
    • Wir sind nicht wie die Tiere nach ihrer Art geschaffen, sondern im Bilde Gottes. Deshalb ist das menschliche Leben anders und über allen anderen geschaffenen Dingen. Wir haben eine besondere Würde und Wert.
    • Gott gibt uns Befehle, weil er uns als moralische Bildnisträger gemacht hat.
    • Gott hat uns zu neugierigen Abenteurern gemacht und uns die Erlaubnis gegeben, die Schöpfung zu erforschen, durch ein Teleskop als auch durch ein Mikroskop (1. Mose 1:28).
    • Gott hat uns kreativ geschaffen und uns eingeladen, Kultur zu entwickeln (1. Mose 1:28).
    • Gott hat uns reproduzierend geschaffen, damit wir Kinder haben (1. Mose 1:28).
    • Gott hat uns geschaffen, sinnvolle Arbeit zu verrichten (1. Mose 2:15-17).
    • Gott hat uns in seinem Bilde geschaffen, nicht weil er uns brauchte, sondern um uns seine Wohltaten zu gewähren.
    • Gott hat uns geschaffen, coram Deo (vor dem Angesicht Gottes) zu leben. Wir leben in der Gegenwart Gottes, unter der Autorität Gottes, nach dem Wort Gottes und zur Ehre Gottes.
    • Auch in ihrem sündlosen Zustand, waren Adam und Eva abhängig von Gott und mußten von ihm hören.
  • Was bedeutet es, daß wir in Gottes Bild geschaffen worden sind?
    • Ein Bild spiegelt die unsichtbaren Eigenschaften Gottes, seine Güte und seine Herrlichkeit,  zur Welt.
    • Alle Menschen spiegeln Gott wieder, Christen mehr als Nichtchristen und reife Christen noch mehr (Römer 8:29).
    • Wir sind nicht leere Becher, die immer wieder von Gott gefüllt werden müssen, sondern zerbrochene Spiegel, die wieder durch Wiedergeburt und Heiligung wiederhergestellt werden. Gott existiert nicht, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen, sondern wir existieren, um Gottes Wesen wiederzuspiegeln.
    • Wir spiegeln Gottes moralisches Bild wieder, indem wir Entscheidung treffen, Herrschaft über die Schöpfung ausüben, in Gemeinschaft leben, Gefühle empfinden, lieben, dienen und kommunizieren.
    • Wir spiegeln Gottes nicht-moralisches Bild wieder, indem wir unseren Verstand benutzen, kreativ sind, und auch indem wir unsterblich in unseren Seelen sind wie Gott.
    • Gottes Eigenschaften, die er nicht mit uns teilt:
      • Allgegenwart (5. Mose 31:6)
      • Allwissenheit (Hiob 42:2)
      • Allmacht (Hiob 42:2)
      • Unwandelbarkeit (4. Mose 23:19)
      • Ewigkeit (Psalm 90:2)
      • Souveränität (2. Samuel 7:28)
    • Gottes Eigenschaften, die er mit uns teilt:
      • Heiligkeit (2. Mose 3:5)
      • Liebe (2. Mose 34:7)
      • Wahrheit (4. Mose 23:19)
      • Rechtschaffenheit (1. Mose 18:25)
      • Barmherzigkeit (2. Mose 34:6,7)
      • Schönheit (Psalm 27:4)
  • Was bedeutet es, daß wir männlich und weiblich geschaffen wurden?
    • Das einzige, was vor dem Sündenfall nicht gut war, war die Einsamkeit Adams (1. Mose 2:18).
    • Adam brauchte ein Gegenüber, um die Gemeinschaft der Dreieinigkeit wiederzuspiegeln.
    • Gott schuf Eva als Ehefrau und Gehilfin (1. Mose 2:19-25). Das Wort Gehilfe wird auch auf Gott angewandt (Psalm 10:14).
    • Die Frau ist der Partner des Mannes, nicht hinter ihm (Chauvinismus) oder vor ihm (Feminismus).
    • Mann und Frau sind beide im Ebenbild Gottes und haben daher gleich Würde und Wert.
    • Gott schuf den Ehebund als ein Mann und eine Frau. Nur er definiert, was Ehe ist.
    • 1. Mose 2:24 berichtet, wie ein Mann sein Ledigsein überwinden kann. Zuerst sollte er das Haus seiner Eltern verlassen und ein eigenständiger Mann werden. Danach sollte er eine Frau heiraten, die ihn liebt und die den Herrn liebt. Drittens, sollte ihre Ehe intim sein und sie verbringen ihr restliches Leben damit, immer mehr “eins” zu werden. Im Neuen Testament wird dieser Prozess für Ehe immer wieder aufgegriffen (Matthäus 19:5; Markus 10:7,8; Epheser 5:31).
    • Gott richtet eine Ordnung in der Familie ein und setzt den Ehemann als Leiter und Haupt ein. Das wird durch folgende fünf Dinge deutlich:
      • Gott nennt die menschliche Rasse “Adam” (1. Mose 1:26; 5:2).
      • Indem Adam Eva ihren Namen gab, übte er Autorität über sie aus (1. Mose 2:23).
      • Obwohl die Frau zuerst gesündigt hat, kam Gott und rief Adam und zog ihn zur Verantwortung (1. Mose 3:8,9).
      • Es ist Adams Sünde, die der Menschheit zugeschrieben wird und nur durch Jesus weggenommen werden kann, der “der letzte Adam” (Römer 5:12-21) genannt wird.
      • Als Echo der Schöpfung ruft die Bibel wiederholt die Ehemänner auf, ihre Familie als Christus-ähnliche Häupter zu führen und die Frauen, sich ihren Männern unterzuordnen (Epheser 5:21-33).
    • Diese Sicht wird Komplementarismus genannt, in der Männer und Frau gleich sind mit komplementären Rollen (wie die rechte und linke Hand zusammenarbeiten, obwohl eine führt).
  • Was sind die verschiedenen Aspekte unserer Menschlichkeit?
    • im Alten Testament:
      • nefesch (lebendige Seele)
      • ruach (Atem, Synonym für Seele)
      • basar (Fleisch, der menschliche Körper)
      • dam (Blut, das körperliche Leben)
      • leb (Herz, der Kern der Persönlichkeit)
    • im Neuen Testament:
      • psyche (Seele)
      • pneuma (Geist, Synonym für Seele)
      • kardia (Herz, der Kern der Persönlichkeit)
      • nous (Verstand, Weltanschauung)
      • syneidesis (Gewissen)
    • Wir bevorzugen eine dichtomisches Bild, in der der Mensch hauptsächlich aus einem sichtbaren Aspekt (Körper) und einem unsichtbaren Aspekt (Seele) besteht.
    • Wir helfen Menschen primär durch Seelsorge und medizinische Fürsorge.
  • Was sind die meist verbreiteten Fehler bezüglich der Lehre der Gottesebenbildlichkeit?
    • Vertauschen der Schöpfungsordnung. Der Mensch ist unter Gott und über den Tieren.
    • Überbetonung eines Aspektes des Menschseins. Wir sind als Geist, Körper und Seele im Ebenbild Gottes geschaffen.
    • Betonung von dem was wir tun und unserem Umfeld über dem was wir in Gottes Ebenbild sind.
  • Wann beginnt das menschliche Leben?
    • Wir sind nicht nur Menschen, sondern Sünder, von der Empfängnis an (Psalm 51:7).
    • Gott berief Jesaja und Jeremia zum prophetischen Dienst vom Mutterleib an (Jeremia 1:5).
    • 13 Denn du hast meine Nieren gebildet4; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
      14 Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! 15 Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden. 16 Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war. Psalm 139:13-16
    • Das gleiche griechische Wort (brefos) wird für den ungeborenen Johannes den Täufer (Lukas 1:41,44), Jesus im Mutterleib (Lukas 2:12) und für die Kinder gebraucht, die zu Jesus gebracht werden (Lukas 18:15).
  • Wer ist das beste Ebenbild Gottes?
    • Jesus, ist das Ebenbild Gottes (2. Korinther 4:4).
    • Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kolosser 1:15).
    • Er ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens (Hebräer 1:3).
    • Jeder, der Jesus sieht, sieht den Vater (Johannes 12:45; 14:9).
  • Wie können wir am besten Gott wiederspiegeln?
    • Wir werden Jesus ähnlicher.
    • Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Römer 8:29
    • Das Ebenbild Gottes in uns wird wiederhergestellt.
    • Den neuen [Menschen], der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. Kolosser 3:10
    • Veränderung geschieht durch das Sehen der Herrlichkeit Gottes.
    • Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. 2. Korinther 3:18
  • Wie sieht ein Leben aus, daß Gott wiederspiegelt?
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir in eine Beziehung mit ihm treten durch Umkehr und Glauben an Jesus Christus.
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir uns Autorität unterordnen, wie innerhalb der Dreieinigkeit.
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir ihm dienen und sein Reich ausbreiten.
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir jede Form menschlichen Lebens respektieren.
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir in Gemeinschaft leben.
    • Wir spiegeln Gott wieder, indem wir gut leiden. So wie Jesus Gott in seinem Leiden verherrlichte, sollen auch auch wir Gott dadurch verherrlichen, daß wir unser Kreuz auf uns nehmen, und Jesus nachfolgen (Markus 8:34).

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