SGBS – Dreieinigkeit: Gott ist

“16 Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. 17 Und siehe, eine Stimme [kam] vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!” Matthäus 3:16,17
  • Unsere Sehnsucht nach Liebe, Einheit in der Vielfalt, Kommunikation, Gemeinschaft, Demut, Frieden und Selbstlosigkeit ist eine geschaffene Sehnsucht nach dem dreieinigen Gott und einer Welt, die diese Dreieinigkeit wiederspiegelt.
  • Sünde führt dazu, daß wir diese Sehnsucht an anderen Quellen zu stillen versuchen.
  • Gott ist die vollkommene Gemeinschaft.
  • Das Wort Dreinigkeit wurde erstmals vom Kirchenvater Tertullian (155-220 n.Chr.) gebraucht.
  • Die Dreieinigkeit ist ein Gott, der ewig als drei unterschiedliche Personen existiert – Vater, Sohn und Geist, die jeder vollkommen und zugleich Gott sind und in einer ewigen Beziehung zueinander stehen.
  • Eine Person – im Gegensatz zu einer unpersönlichen Macht – denkt, handelt, fühlt, spricht und knüpft Beziehungen.
  • Die Lehre der Dreieinigkeit verbindet drei wesentliche biblische Wahrheiten:
    • Es gibt nur einen wahren Gott. Niemand ist ihm gleich.
      • Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 1. Mose 1:1
      • Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! 5. Mose 6:4
      • Was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, daß ein Götze in der Welt nichts ist, und daß es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen. 1. Korinther 8:4
      • Wer ist dir gleich unter den Göttern, o Herr? Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit, furchtgebietend in Ruhmestaten, Wunder vollbringend? 2. Mose 15:11
    • Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist werden in der Schrift als Gott bezeichnet.
      • So gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn. 1. Korinther 8:6
      • Der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein. Philipper 2:6
      • 16 Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen. 17 Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18 Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. 2 Korinther 3:16-18
    • Obwohl sie alle ein Gott sind, werden der Vater, der Sohn und der Heilige Geist als drei eigene Personen vorgestellt.
      • Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Römer 1:7
      • Der Heilige Geist ist nicht nur eine unpersönliche Macht, sondern eine Person, die betrübt (Epheser 4:30), widerstrebt (Apostelgeschichte 7:51) und geschmäht (Hebräer 10:29) werden kann.
  • Wie ist der dreieinige Gott der Bibel?
    • Gott ist Liebe. 1. Johannes 4:8
      • Gottes Liebe wird innerhalb der Dreieinigkeit ausgegossen.
      • Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Johannes 3:35
      • Damit aber die Welt erkennt, daß ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und laßt uns von hier fortgehen! Johannes 14:31
    • Sein Name ist Jahwe. Er ist der Held der Bibel.
      • 6 Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; 7 der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft läßt. 2. Mose 34:6,7
      • Er ist Herr. Er beansprucht Autorität.
      • Er ist eine Person. Keine vage Macht, wie in vieler zeitgenössischer Religiöstität und Esoterik.
      • Er ist barmherzig mit Menschen, die Leid tragen.
      • Er ist ein Gott, der eingreift und hilft.
      • Er ist langsam zum Zorn. Er läßt sich nicht leicht reizen.
      • Er ist von großer Gnade. Er sorgt für uns.
      • Er ist von großer Treue. Er ist vertrauenswürdig.
      • Er vergibt. Er nimmt unsere Sünde ernst, ist aber bereit, sie zu vergeben.
      • Er ist gerecht. Er wird unbußfertige Menschen richten.
      • Jesus offenbart Jahwe.
      • Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes 1:14
    • Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind an unserer Errettung beteiligt.
      • 5 Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. 13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Epheser 1:5,6,13
    • Die ganze Dreieinigkeit ist daran beiteilgt, uns geistliche Gaben zu schenken.
      • 4 Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist;
        5 auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr; 6 und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. 1. Korinther 12:4-6
  • Was ist die Geschichte der Dreieinigkeit?
    • Alle christlichen Gruppen bekennen Gott als Dreieinigkeit.
    • Das apostolische Glaubensbekenntnis aus dem 2. Jhd. enthält ein Bekenntnis zur Dreieinigkeit.
    • Tertullian (150-220) führte die Begriffe Trinitas, persona und substantia ein.
    • Das erste Konzil von Nicäa (325) wurde zusammengerufen, um die Debatte über den Arianismus zu klären. Laut Arius war Jesus ein Geschöpf, ein Engel der das größte geschaffene Wesen ist, aber nicht Gott. Das Ergebnis des Konzils war eine Bestätigung, daß der Sohn vom gleichen Wesen wie der Vater ist (homoousios). Er ist nicht ähnlich wie Gott, sondern vollkommen und ewig Gott.
    • Im Konzil von Konstantinopel (381) wurde die Gottheit des Heiligen Geistes bestätigt und der Arianismus gänzlich verworfen.
    • Das Konzil von Chalcedon (451) behandelte des Verhältnis der menschlichen und göttlichen Natur Jesu (hypostatische Union). Jesus ist eine Person mit zwei Naturen. Daher ist er zur gleichen Zeit vollkommen Gott und vollkommen Mensch.
    • Das erste Konzil von Konstantinopel (381) fügte die Definition hinzu, daß der Heilige Geist “vom Vater ausgeht”. Diese Formulierung wurde offiziell im Konzil von Chalcedon (451) von der Kirche angenommen. Aber die Theologen der westlichen Kirche fügten die Phrase hinzu, daß der Heilige Geist “vom Vater und dem Sohn (filioque) ausgeht” hinzu. Diese Revision wurde am dritten Konzil von Toledo gemacht (589) und offiziell im Jahr 1017 angenommen. Der Einschub dieses einen lateinischen Wortes führte zu einer Krise, die schließlich zur Trennung der östlichen, orthodoxen Kirche von der westlichen, römischen Kirche führte (1054). Jedoch ging es letztlich mehr um Machtkämpfe über die Autorität des Papstes.
  • Wieso sollten wir die Lehre der Dreieinigkeit studieren?
    • Wir sollen Gott mit dem Herzen und dem Verstand lieben. Matthäus 22:37
    • Gott hat etwas herrliches über sein Wesen offenbart.
    • Wir lernen das große Werk der Erlösung besser zu schätzen.
    • Jesu letzte Worte vor der Kreuzigung waren größtenteils eine Erklärung der Dreieinigkeit (Johannes 13-17).
  • Was sind die hauptsächlichen Irrlehren bezüglich der Dreinigkeit?
    • Eines der drei Grundbekenntnisse wird angegriffen: Gott ist drei Personen, jede Person ist vollkommen Gott, es gibt nur einen Gott.
    • Modalismus (die Personen sind Wege, wie Gott sich offenbart, manche Pfingstler)
    • Arianismus (der Sohn ist ein Geschöpf, nicht göttlich, Zeugen Jehovas)
    • Tritheismus (es gibt drei unterschiedliche Götter, Mormonen)
  • Was sind die praktischen Folgen der Dreieinigkeit?
    • Das Leben mit der Dreieinigkeit demütigt uns, weil wir Gott nie vollkommen verstehen können.
    • Das Leben mit der Dreieinigkeit ist liebend.
    • Das Leben mit der Dreieinigkeit ist anbetend. Wir beten den Vater durch den Sohn in der Kraft des Heiligen Geistes an.
    • Das Leben mit der Dreinigkeit ist beziehungsortientiert. Wir leben in Beziehungen zueinander.
    • Das Leben mit der Dreinigkeit ist unterordnend. Wir tun den Willen Gottes.
    • Das Leben mit der Dreieinigkeit ist freudig. Weil Gott so schön ist, freuen wir uns an seiner seiner Schönheit. Er ist nicht primär nützlich (wir freuen uns daran, was er für uns tun kann), sondern herrlich (wir freuen uns an ihm, an seinem Wesen).

Kleingruppen

Diskussion

  • Wenn du gefragt würdest, wie würdest du Gott von den vielen falschen Göttern, die in unserer Welt angebet werden, unterscheiden?

Anwendung

  • Wie geht es dir mit den Sehnsüchten (Gemeinschaft, Beziehung, Demut, Frieden), die auf Gottes dreieinige Natur ausgerichtet sind?
  • Wieso ist ein richtiges Verständnis der Dreieinigkeit wichtig für unseren Glauben?
  • Wie beeinflußt die Lehre der Dreieinigkeit deine Anbetung?
  • Gibt es eine der theologischen Irrlehren oder falschen Sichtweisen von Gott, mit der du persönlich ringst?
  • Wie reflektiert dein Leben die Dreieinigkeit?
  • Welche der praktischen Folgen in dieser Einheit ist für dich am wichtigsten und warum?

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