Johannes 7:14-31 – Christus der Lehrer

 

14 Als aber das Fest schon zur Hälfte verflossen war, ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte. 15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Woher kennt dieser die Schriften? Er hat doch nicht studiert! 16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und doch tut keiner von euch das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu töten? 20 Die Menge antwortete und sprach: Du hast einen Dämon! Wer sucht dich zu töten? 21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. 22 Darum [sage ich euch:] Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vätern), und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat. 23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Moses nicht übertreten wird, was zürnt ihr mir denn, daß ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? 24 Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil! 25 Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? 26 Und siehe, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wirklich erkannt, daß dieser in Wahrheit der Christus ist? 27 Doch von diesem wissen wir, woher er ist; wenn aber der Christus kommt, so wird niemand wissen, woher er ist. 28 Da rief Jesus, während er im Tempel lehrte, und sprach: Ja, ihr kennt mich und wißt, woher ich bin! Und doch bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern der ist wahrhaftig, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. 29 Ich aber kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er hat mich gesandt. 30 Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. 31 Viele aber aus der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun als die, welche dieser getan hat?
  • Jesus ist der gottgesandte Lehrer
    • Jesus lehrte im Tempel. (Vers 14)
    • Er kannte die Schriften gut. (Vers 15)
    • Jesu Lehre ist nicht von ihm selbst, sondern von Gott. (Vers 16)
    • Man muß ein Herz haben, daß bereit ist, Gottes Willen zu tun, um zu erkennen, daß Jesu Lehre von Gott ist. (Vers 17)
    • Jesus sucht mit seiner Lehre nicht seine eigene Ehre, sondern Gottes Ehre. Darum ist er wahrhaftig und in ihm ist keine Ungerechtigkeit. (Vers 18)
    • Jesu Lehre ist beständig und vertrauenswürdig.
      24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet. 26 Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein, und sein Einsturz war gewaltig. (Matthäus 7:24-27)
  • “Keiner von euch tut das Gesetz.” (Vers 19)
    • Das Herz des natürlichen Menschen ist Gott nicht untertan.
      7 weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; (Römer 8:7)
    • Gott muß durch seinen Heiligen Geist ein neues Herz in uns schaffen.26 Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; 27 ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut. (Hesekiel 36:26-27)
    • Auch als Christen kann unser Herz verstockt werden und muß von Gott erneuert werden.

      13 Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es “Heute” heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde! (Hebräer 3:13)

      12 Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern! 13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14 Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist! (Psalm 51:12-14)
  • künstliche, religiöse Regeln zerstören die Freude im christlichen Leben
    • Das Bild der Pharisäer im Neuen Testament ist das Bild von Eiferern für das Gesetz ohne wirkliche Freude an Gott.
    • Jeder von uns kann zu einem Pharisäer werden. (Buch Accidental Pharisees – Larry Osborne)
    • Jesus hatte einige Kapitel vorher (Johannes 5:1-16) einen Gelähmten am Sabbat geheilt und die Juden waren immernoch zornig. (Vers 23)
    • Jesus wirft ihnen vor, daß sie nur nach dem Augenschein richten. (Vers 24)
    • Das ist der Kern des Problems der Pharisäer: Es geht nur um das Äußerliche, um den Augenschein.
    • Der Kern der Frucht des Heiligen Geistes ist aber Freude und Liebe zu Gott (Galater 5:22,23).
    • Eine starke Fixierung auf äußerliche Erscheinungen und Rituale dämpft die innere Frucht des Heiligen Geistes.

      17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist; (Römer 14:17)

      19 Den Geist dämpft nicht! (1. Thessalonicher 5:19)
  • “wird er wohl mehr Zeichen tun”
    • Was hindert dich an der Entscheidung, Jesus als Herrn und Retter in dein Leben einzuladen und ihm ganz zu folgen?

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