Wie Gemeinde die innere Einheit wahrt (Apostelgeschichte 15:1-29)

Erkennen von Gesetzlichkeit
  • Paulus kam gerade von einer Missionsreise zurück und erzählte der Gemeinde in Antiochia, was Gott getan hat und wie Menschen zum Glauben gekommen sind, Apg 14:27.
  • Wir  dürfen annehmen, daß sich die ganze Gemeinde gefreut hat, so wie auch die Gemeinden in Phönizien und Samarien, in denen Paulus von den Wundern berichtete, die Gott getan hatte, Vers 3.
  • Es gab aber einige aus Judäa, die diese Freude nicht teilen konnten, sondern nun darauf bedacht waren, daß das Gesetz eingehalten würde, Vers 1.
  • Sie lehrten, daß Beschneidung notwendig zur Errettung sei, Vers 1.
  • An diesen Lehrern sind drei Dinge auffällig: von ihnen wird nicht berichtet, daß sie selbst Menschen von Jesus erzählten und einen ähnlichen Dienst wie Paulus hatten; sie wollten Dinge zum Gesetz erklären, die Jesus nie betont hat und die Jesus teilweise selbst übertreten hat; sie konzentrieren sich auf äußeres Verhalten und nicht auf inwendige Veränderung.
  • Wahre Beschneidung ist die Beschneidung des Herzens, in der eine wirkliche, tiefe Veränderung durch den Heiligen Geist bewirkt wird, Römer 2:28,29.
  • Die Forderung der gesetzlichen Lehrer spiegelt ihre Prägung wieder, Vers 5.
  • Die Gesetzlichkeit wird als ein Joch beschrieben, daß weder die Juden noch die Lehrer selbst tragen können, Vers 10; Matthäus 23:4.
  • Die Apostel wollen den neuen Christen keine Lasten auferlegen (Vers 19), sondern fordern nur, was das Gesetz selbst verlangt (Vers 20) und was die Rücksicht auf ihre gläubigen, jüdischen Brüder erfordert (Römer 14:13-23).
  • Die falschen Lehrer stifteten mit ihren Aussagen Verwirrung und machten die Seelen der Jünger unsicher (Vers 24).
  • Sie waren nicht beauftragt dazu (Vers 24).
  • Paulus und Barnabas werden dagegen als Männer beschrieben, die ihr Leben für Jesus eingesetzt haben, Vers 26.
  • Außer den notwendigen Dingen, sollte den Jüngern keine Last auferlegt werden, Vers 28.
Fokus auf die Verkündigung des Evangeliums
  • Das Evangelium ist die zentrale Aussage der Bibel. Wir sind durch unsere Sünden von Gott getrennt (Jesaja 59:2), aber indem Jesus Christus für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist (1. Korinther 15:3,4), können wir durch Vertrauen auf ihn, wieder Gemeinschaft mit Gott haben (Johannes 1:12).
  • Die Gemeinde in der Apostelgeschichte begann mit der Verkündigung des Evangeliums (Apg 2), und die Verkündigung ist die zentrale Geschichte, die in der Apostelgeschichte erzählt wird.
  • Auch diesem Abschnitt geht eine Missions/Verkündigungsreise des Apostels Paulus voraus, Apg 14:26,27.
  • Auch das zentrale Anliegen von Jesus war die Verkündigung des Evangeliums (Matthäus 4:23) und dazu hat er auch die Jünger ausgesandt (Johannes 20:21).
  • Weil die Verkündigung des Evangeliums das Hauptanliegen der Gemeinden war, freuten sie sich auch, als sie von der Bekehrung der Heiden hörten, Apg 15:3.
  • Der Fokus der Gesetzeslehrer lag auf den Zeremonien und äußeren Ordnungen (Vers 5), während es für Petrus und Jakobus hauptsächlich um die Verkündigung und Ausbreitung des Evangeliums ging (Verse 7-9; 13-17).
  • Der gemeinsame Fokus auf das Evangelium half der Gemeinde, diese Krise zu bewältigen und die Einheit zu wahren (Verse 28,29).
  • Sollte dieser einheitliche Fokus fehlen, oder andere Dinge in den Mittelpunkt gerückt werden, können solche Krisen schwer bis gar nicht gelöst werden.
Anerkennen der Souveränität Gottes
  • Innere Einheit ist dann gefährdet, wenn Menschen das Wirken Gottes kontrollieren oder kanalisieren wollen.
  • Die Perspektive von Paulus (Vers 4), Petrus (Vers 7-9) und Jakobus (Vers 13-18) war es, dass Gott hier am wirken ist und die Gemeinde das anerkennen muss.
  • Die Gesetzeslehrer wollten dieses Wirken Gottes nun in alttestamentliche Kanäle pressen (Vers 1), die sie selber nicht verstanden, denn auch im alten Testament war Beschneidung nicht notwendig, um gerettet zu werden (Römer 4).
  • Indem sie somit Gottes wirken kontrollieren wollten, hätten sie fast die organische Dynamik der neuen Gemeinde abgewürgt.
  • Einheit wird gewahrt, wenn wir Gott Freiheit zugestehen, zu wirken, wie er will und nur dann einschreiten, wenn klare biblische Gebote verletzt werden (Hebräer 3:13).
  • Fragen, die bei grauen Bereichen helfen:
    • Ist es nützlich (1. Korinher 6:12)?
    • Bringt es unter falsche Kontrolle (1. Korinther 6:12)?
    • Erbaut es auf im christlichen Wandel (1. Korinther 10:23)?
    • Bringt es Gott Ehre (1. Korinther 10:31)?

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