Von Gott geliebt

Ich komme aus der Welt, aber ich bin nicht von dieser Welt. Jedenfalls nicht mehr..
Ich bin in einer atheistischen Familie in Ostdeutschland aufgewachsen. In einem Neubaublock. Gott hat in meinem Leben nie eine Rolle gespielt. In Fakt.. ich war durch und durch naturwissenschaftlich atheistisch geprägt.. ich dachte sogar, nach allem, was wir über die Welt wissen, in der wir leben. Nach all dem, was uns die Physik, Astronomie, Mathematik, Chemie und Biologie sagen, kann doch nicht wirklich noch jemand an etwas wie einen Mann in den Wolken glauben, der angeblich in diese bestehenden Naturgesetze eingreifen kann und uns hilft.. das ist doch wohl total rückständig und dumm!! Die Leute müssen entweder nicht sonderlich intelligent sein, oder brauchen eine psychische Krücke .. den Glauben. Wir wissen doch heute, dass alles Zufall ist.. dass wir aus dem Nichts kommen und ins Nichts gehen. Und alles, was wir haben ist hier in unserem Leben und wir müssen soviel wir können davon mitnehmen. Was stört es schon, wenn ich jemanden mal etwas mopse.. einen Film runterlade oder mit dem Freund meiner besten Freundin flirte? Ich hab halt meine Gefühle und denen muss ich doch folgen!??
Nun ich lag total daneben!!!
Nach einer gescheiterten Liebe und einem halben Studium, fragte ich mich, was ich hier überhaupt tue. Warum diesem von anderen Menschen gesetzten Standart folgen?? Wer bin ich eigentlich? Und was ist der Sinn von all dem??
Ich war zu der Zeit meines Lebens sehr deprimiert, habe stundenlang am Fenster gesessen und mich in meiner dunklen Stimmung vergraben.
Dann kam ich auf die Idee das Abenteuer zu suchen. Ich ging für ein Jahr nach Australien. Mit 22 hatte ich dort die Zeit meines Lebens. Aber ich wollte mehr .. ich wollte alles mit Jemandem teilen können. Ich war damals noch Jungfrau und das gefiel mir gar nicht. Ich war auf der Suche.. und ich fand was ich wollte.. doch wurde schnell klar, dass ich DAS nicht wollte..
Sex war für mich eine schreckliche Erfahrung, denn der Mann mit dem ich geschlafen hatte liebte mich nicht.. was ich eigentlich suchte war Liebe..
Ich habe das in der Nacht ganz genau gewusst.. doch die Sehnsucht und die Überzeugung, dass er sich ändern würde.. weil er ja dann nach einer Weile doch meinte mich zu lieben, ließen mich weiter in die Gefahr tauchen.. ich dachte ich könnte Liebe durch Sex kaufen.. Irrtum.. am Ende war es nur Sex und viel Dramatik von zwei jungen Erwachsenen, die nicht wissen, was sie tun.
Einen Tag bekam ich meine Regel nicht.. ich hatte unheimlich Angst, dass ich schwanger sein könnte.. das erste Mal wurde mir das Ausmaß meiner Handlungen bewusst. Plötzlich vor die Entscheidung gestellt zu sein mich für oder gegen ein Kind entscheiden zu müssen.. das zeigte mir erstmals, dass ich keine Verantwortung für mein Handeln übernehmen will und kann. Mein damaliger Freund hat mich überhaupt nicht verstanden, so lief ich weinend in Sydney umher.. ich fand mich in einer Kirche wieder.. wo sollte ich auch sonst hin, mitten in der Nacht und niemanden kennend. So saß ich da, tränenüberströmt, und betete: Gott wenn es dich wirklich gibt, dann mach, dass ich nicht schwanger bin. Ich glaub auch an dich!!
Tja das habe ich schnell vergessen, nachdem ich nicht schwanger war.. ich musste nach einem Jahr zurück nach Deutschland. Ich musste meine Vordiploms-Prüfungen ablegen.
Drei Wochen nachdem ich wieder zuhause war, gestand mir mein Freund, dass er mich betrogen hat.. alles in mir brach zusammen. Ich hatte viele Fragen.. und ich fühlte mich komplett zerstört. So saß ich damals oft im Park .. und plötzlich fühlte ich mich so glücklich.. ich kann nicht sagen woher es kam.. ich weinte immer noch jede Nacht und mein Körper schmerzte vor Sehnsucht nach meinem Ex. Aber ich war glücklich.. und dafür war ich unendlich dankbar!! Ja aber ich hatte niemanden, an den ich diesen Dank richten konnte.. ich beschäftigte mich damals viel mit Astronomie.. die Perfektion und Abgestimmtheit dieser Komplexität des Universums ließ mich schließlich erkennen, dass es mehr geben muss.. eine höhere Macht. Nur wollte ich es nicht Gott nennen, denn es hängen so viele Klischees an diesem Wort.. außerdem wurden wegen ihm Kriege gefochten.. nein danke.. aber es ließ mich einfach nicht los.. letztendlich war Gott das einzige richtige Wort für das, was da sein muss.(Connexxion) Sie fand die Idee süß und ging zu einer ihrer Diskussionsrunden, wo man über Gott und die Welt reden konnte. Sie meinte, ich würde ja so gerne philosophieren und dort könnte ich das mit anderen Leuten tun. Ich ging wöchentlich zur Bibeldiskussionsrunde, wo wir immer einen kurzen Text aus Jesus Leben lasen und dann diskutierten. Ich fand Jesus, wie er dort beschrieben war immer anziehend.. er schien mir allen anderen immer überlegen und weise.. nur hätte ich niemals an Wundertaten und übernatürliche Dinge glauben können. Das ließ sich ja überhaupt nicht mit meinem Wissen vereinbaren. Außerdem hatte ich immer das Gefühl die Leute sind zu freundlich, die wollen doch was von mir. Warum machen die das eigentlich? Wollen die mein Geld oder was?
Kurz darauf kam eine Gruppe nach Jena, die auf dem Markt Lieder sangen, um Gott zu loben und von ihm zu erzählen. Ich fragte ein Mädchen warum sie von Gott erzählen will. Und sie sagte: Seitdem Gott in meinem Leben ist hat sich alles gewendet. Ich verspüre so viel Frieden und Freude. Ich will, dass auch andere das erfahren können.
In dem Moment gingen meine Augen auf.. ich verstand, dass niemand etwas davon hat, wenn ich Christ werde. Sondern, dass es den Menschen wirklich um mich geht.
Beim nächsten Bibelstammtisch gab ich mein Leben Jesus.. doch das war erst der Anfang.. ich hatte unheimlichen Hunger in der Bibel zu lesen.. fuhr zu Freizeiten.. hörte viele Predigten.. ich war so glücklich und erfüllt. Ich wurde wiedergeboren. Ich erlebte einen Vorgeschmack vom Himmel, weil ich Jesus endlich kennen lernte. Ich weiß, dass ich niemals übernatürliche Dinge hätte glauben können, aber umso mehr ich Jesus kennen lernte und ihm vertraute.. umso mehr verstand ich von der Wahrheit, sah die Welt wie sie wirklich ist..
Ich entschied mich ihm allein zu folgen und ihn zum Herren meines Lebens zu machen.
Heute bin ich 29, verheiratet und gerade zurück aus Ägypten, wo mein Mann und ich 2 Jahre zur Mission waren. Ich bin Gott so dankbar, dass er mir einen neuen Anfang geschenkt hat. Ich die alle seine Gebote gebrochen hatte. Ich hatte eine Strafe verdient und die Sünde hatte mich niedergestreckt. Doch Jesus hat ein reines Leben gelebt und hat sich freiwillig gegeben. Dadurch, dass ich das weiß, bin ich frei von meiner Schuld. Gott sieht wenn er mich anschaut nicht mehr meine Sünden, sondern seinen geliebten Sohn. Er starb an meiner statt, nahm die Strafe die mir zustand auf sich. Deshalb kann ich heute und bis in Ewigkeit verbunden sein mit Gott. Und ich bin ihm so dankbar.. Gott ist herrlich und das Einzige, dass die Sehnsucht meines Herzens stillen kann.
Um das zu lernen musste ich viel Schmerz ertragen, aber ich bin dankbar für jede einzelne Träne, denn in des Vaters Händen ist keine davon verloren vergossen.. Er hat mich durch den Schmerz geformt und mir ein neues Leben geschenkt. Ein Leben in der Wahrheit Jesus Christus!!
Das war längst nicht alles, was Gott in meinem Leben getan hat und wie er mich geführt und verändert hat. Wenn eine von euch Interesse hat, dann freue ich mich mit euch zu sprechen und Fragen zu beantworten.
Antje(32)

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